La Très Sainte Trinosophie – Fünftes Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie Kapitel 5

Kaum hatte ich wieder die Erdoberfläche erreicht, als mein unsichtbarer Führer mich noch rasanter voranbrachte. Die Geschwindigkeit, mit der wir durch den Raum eilten war schier unvorstellbar und das flache Land unter mir war blitzartig meinen Blicken entschwunden. Mit Verwunderung registrierte ich, an einer Stelle aus dem Erdinneren aufgetaucht zu sein, die fernab der Landschaft von Neapel liegen musste. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Die formatisierten Kinder von Neubeuern

Digitales Atmen. (*)

Sie sitzen in einheitlicher Schuluniform vor einheit­lichen Tablet-PCs1. Vor den Fenstern der Privatschule die lebendige Kulisse des Kultur­dorfs Neubeuern, in­mit­ten der Natur des Alpenvor­landes. Drin­nen keine Bücher, die man ver­ges­sen kann. Kein Col­legeblock der leer ist. Also kein Blatt das man bei seinem Sitz­nachbarn erfragen müss­te. Keine Stifte die man spitzen muss. Alles forma­ti­siert und auf Knopf­druck und per „wisch-und-weg“ abrufbar. Schü­ler solcher Schulen sind jetzt Dialogpartner von – Maschi­nen. Wobei die Maschinen das WIE und WAS vorgeben, das wiede­rum ein Über-Administrator in den Ein­stel­lungen des Schul­netz­werkes festgelegt hat. Keine Möglichkeit mehr, eine bedrückte Stimmung durch Unordnung auf der Schulbank zu signa­lisieren. Kein Grund mehr da, seine Fähigkeit zur Selbstorganisation zu trainie­ren, in dem man am Vorabend des Schulta­ges seinen Ranzen packt. Stattdes­sen die Illusion eines omnipräsenten WLAN, das in Wirk­lichkeit Ausdruck einer omnipo­tenten Kontrollmacht ist. Denn natürlich kann es nur kontrollierten und reglementierten Zu­gang ins Internet geben. Der Eintritt in diese „schöne neue Welt“ kostet um die 33.000 Euro im Jahr. Ist das die Schule der Zukunft? Sollen wir freudig darauf warten, dass das digitale Atmen bald auch in den Schulen fürs Volk ankommt. Oder besser beten, dass Gott das den Reichen und Schönen überlässt, wenn er will auch als Denkzettel? Weiterlesen

  1. s. Süddeutsche Zeitung: „Google statt Gehirn“, 29. September 2012

Maria Szepes, W. Q. Judge: Was sollen wir tun?

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Überall Aggression, Tod und Irrsinn. Die weltpolitische Lage wird immer bedrohlicher. Wenn US-Präsident Bush auf einer Gedenkfeier zu 9/11 in goebbels’scher Manier die Massen auf Sieg oder Untergang einzuschwören sucht, kann es dem aufgeklärten Europäer nicht anders, als bange werden. Aber auch um einen herum wird die Luft dünn. Weiterlesen

La Très Sainte Trinosophie – Viertes Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie Kapitel 4

An deren Stelle zeigte sich meinen Blicken ein See aus Feuer. Schwefel und Teer rollten in flammen Wogen. Ich zitterte. Eine laute Stimme befahl mir, durch die Flammen hindurchzugehen. Ich gehorchte und es schien, als ob die Flammen dadurch an Kraft verlieren würden. Lange Zeit bewegte ich mich inmitten der Feuersbrunst, bis ich an eine kreisrunde Stelle gelangte, wo ich den Anblick des faszinierenden Schauspiels um mich herum genoss, den mir die himmlische Gnade zuteil werden ließ. Weiterlesen

La Très Sainte Trinosophie – Drittes Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie Grafik 2

Starker Wind erhob sich und ich hatte Schwierigkeiten, meine Lampe am Brennen zu halten. Schließlich erblickte ich eine weiße Marmorplattform, zu der ich über neun Stufen aufwärts stieg. Auf der letzten Stufe angekommen, sah ich vor mir ein weit ausgedehntes Gewässer. Rechterhand war ungestümes Tosen reißender Ströme zu vernehmen.

Zur Linken fiel ein kalter Regen vermischt mit Unmengen von Hagelkörnern hernieder. Ich war gerade dabei mich in den Anblick dieser majestätischen Szene zu vertiefen, als der Stern, der mich zur Plattform geleitet hatte und dann sanft über mir vibrierte, unversehens in den Strom stürzte. Weiterlesen

La Très Sainte Trinosophie – Zweites Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie Grafik 1

Es war Nacht. Von dunklen Wolken verhangen warf der Mond nur ein spärliches Licht auf die Lavaklippen, von denen die Solfatare (*) umschlossen wurde. Ein langer Schleier umhüllte meinen Kopf. Die Hände hielten den goldenen Zweig. Ohne Furcht wandte ich mich jenem Ort zu, an dem mir geheißen wurde, die Nacht zu verbringen.

Ich tastete mich über heißen Sand vorwärts und bemerkte, wie dieser nach jedem Schritt unter meinen Füßen nachgab. Über mir zogen sich die Wolken zusammen. Blitze zuckten durch die Nacht und verliehen den Flammen des Vulkans eine blutähnliche Erscheinung. Schließlich war ich am Ziel, fand vor mir einen eisernen Altar, auf dem ich – wie befohlen – den goldenen Zweig niederlegte … Weiterlesen

Graf von Saint Germain: Sein oder Schein?

Trinosophie Vignette 91Trinosophie, Vignette 91 (Auszug)

Man stelle sich vor, ER oder einer seiner MEISTER-Kollegen würde sich auf der physischen Ebene zu erkennen geben. Etwa in München oder Berlin. Der britische Journalist A. P. Sinnett schlug einst, im Jahre 1880, einem der Meister vor, er möge den Pioneer, eine britisch-indische Tageszeitung, am Tag ihres Erscheinens in London manifestieren. Halb London ließe sich so leicht von der Existenz der Meister und deren vermeintlich übernatürlichen Fähigkeiten überzeugen. Weiterlesen

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