La Très Sainte Trinosophie – Achtes Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie, Kapitel 8

Ich verließ die Säulenhalle durch eine niedrige enge Tür und betrat einen kreisförmigen Raum, der mit einer Täfelung aus Eschen- und Sandelholz versehen war. Am anderen Ende des Raumes befand sich ein Säulenfuss aus dem Stamm eines Weinstockes. Obenauf lag ein Häufchen weißes leuchtendes Salz. Darüber hing ein Gemälde, auf dem ein gekrönter weißer Löwe und eine Weintraube abgebildet waren. Beide ruhten auf einem Tablett, das der aus einem glühenden Räucherfaß aufsteigende Rauch am Schweben hielt. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Apple – Entstofflichung als Geschäftsmodell, Facebook – die schöne neue Welt ist da

Die aktuelle Werbung von Apple erinnert an die Drohung mit dem „schwarzen Mann“ für ungezogene Kinder. Nichts wird so bleiben wie wir es gewohnt sind, so die im üblichen Pastelton gehaltene beunruhigende Werbebotschaft. Etwa auch nicht das Lesen eines Buches irgendwo im Wald unter einem Baum. Nein – der Baum muss zumindest in der Nähe eines Funkmastes und einer Stromquelle stehen. Also auf keinen Fall in einem Funkloch oder abseits der Stromversorgung. Denn dann und nur dann klappt das So-tun-als-ob-Umblättern von Buchseiten auf dem iPad. Entstofflichung als Geschäftsmodell.

Saugrohr für Daten © Heinz Knotek/TrinosophieBlogPrinzip FACEBOOK: Alles aufsaugen – Musikvorlieben, Kochrezepte, Joggingstrecke… Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Zeitgleich tritt Facebook an, seine Datensaugrohre auch in die letzten Winkel seiner sich begierig öffnenden Nutzer zu halten. Nicht nur aktu­elle Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen sollen jetzt auf US-ame­ri­kanischen Servern gespeichert werden. Jetzt werden auch alle persön­lichen Daten aus der Prä-Facebook-Zeit aufgesaugt und gespeichert – von Geburt an. Wer hätte gedacht, dass nicht faschistische Horden die „schöne neue Welt“ mit Gewalt herbeizuführen suchen, sondern clevere Ökofreaks mit knuffigen „Datenendgeräten“? Weiterlesen

Seele: Was ist das?

teaser_seele.jpgZugang zum Himmel?
(Bild: Trinosophie-Blog)

Volkstümlich wird „Seele“ gern wie ein Ballon aufgefasst, der irgendwie am Genick mit einem Faden befestigt ist. Dieses Ding schwebt mit uns herum, ist von unserem Tun und Lassen unberührt. Nach dem physischen Tod reißt der Faden und das Leichtgewicht schwebt gen Himmel. Dann – je nach Glaubensrichtung – wird das Ding entweder früher oder später zu einem sich bildenden Fötus hingezogen und verbindet sich mit ihm (These Reinkarnation). Weiterlesen

Saint Germain: TÖTE IHN!

Im Roman DER ROTE LÖWE von Maria Szepes sendet der historische Graf Saint Germain seinem Schüler Cornelius einen Brief. Einen letzten Brief. Bevor sein Meister sich zurückziehen muss. Cornelius befindet sich gerade in einer schweren Krise. Er kämpft mit dem Dämonen seiner Persönlichkeit, dem Kylkhor, dem Hüter der Schwelle. Gelingt es ihm nicht, den Dämonen zu töten, hätte die astrale und gar physische Anwesenheit seines Meisters verhängnisvolle Folgen.

Death and the Miser (detail), a Hieronymus Bosch painting, National Gallery of Art, Washington DC. Abb. gemeinfrei

In der Geschichte ist der Dämon eine reale körperliche Wesenheit. Sie läuft herum und führt ein Eigenleben, mühselig von seinem Schöpfer im Zaum gehalten. Doch je mehr Cornelius auf DEM PFAD voranschreitet, Einweihung nach Einweihung meistert, desto dreister wird SEIN Hüter. Er fordert und drängt. Zunehmend wird er geil nach und lüstern auf irdischen Sinnengenuss aller Art. Er nötigt seinen Herrn und Schöpfer, tun und lassen zu können, was ihm in den Sinn kommt. Die Nähe von Cornelius’ Meister, so segensreich sie war und ist, macht alles nur noch schlimmer. Ist wie Öl ins Feuer gießen. Weiterlesen

La Très Sainte Trinosophie – Siebentes Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie Kapitel 7

Am Eingang dieser Säulenhalle befand sich ein ovales Stahlgefäß, das auf einem Messing-Dreifuß ruhte. Als ich mich dem Gefäß näherte, begann es sich mit kristallklarem, durch feinen weißen Sand gereinigtes, Wasser zu füllen. Auf seiner dem Eingang zugewandten Seite befand sich ein schwarzes Paneel auf dem unterschiedliche Buchstaben eingraviert waren. Unmittelbar daneben lag ein aus Leinen gefertigter Schleier. Weiterlesen

Kann der Mensch Gott kennen?

teaser_gott.jpg“Gott ist ein Geist.”
(Foto: PixelQuelle.de)

Das Magazin THE THESOSOPHICAL MOVEMENT ist dem eigenen Motto gemäß dem „Führen eines Höheren Lebens“ gewidmet (devoted to the living of the higher life). Die Artikel basieren zumeist auf überlieferte Weisheitslehren – von den Veden über die Bhagavad Gita bis zu den Schriften von H. P. Blavatsky und W. Q. Judge. Entgegen der Ansichten im esoterischen Mainstream, dass unsere angeblich neue Zeit auch immer neue Texte braucht, vertritt das Magazin die Auffassung, dass in den überlieferten Weisheitslehren alles enthalten ist, was der moderne Sucher braucht. Das Magazin erscheint monatlich in Mumbai (Indien). Obwohl der Name die Zugehörigkeit zu einer der diversen theosophischen Gesellschaften vermuten lässt, ist das Magazin „konfessionell“ ungebunden. Der Leitartikel der Juli-Ausgabe geht der immer aktuellen Frage nach: Kann der Mensch Gott kennen? CAN MAN KNOW GOD? Weiterlesen

La Très Sainte Trinosophie – Sechstes Kapitel

Dem Grafen von Saint Germain zugeschrieben.

Trinosophie Kapitel 6

Ich lenkte meine Schritte seitwärts und bemerkte einen ausgedehnten pyramidenförmigen Palastbau, dessen Fundament auf Wolken ruhte und dessen Gemäuer aus Marmor bestand. Vier Säulenreihen erhoben sich eine über der anderen. Eine goldene Kugel krönte den Bau. Die Säulen der ersten Reihe waren von weißer, die der zweiten von schwarzer und die der dritten von grüner Farbe. Die Säulen der vierten Reihe waren von leuchtendem Rot. Weiterlesen