Dalai Lama in Deutschland: Forderung nach spiritueller Gleichberechtigung für Frauen

Dalai Lama in Hamburg 2007Dalai Lama 2007 (Offizielles
Foto zum Hamburg-Besuch)

Etwas weniger als bei einem der vielen Konzerte alternder Popstars auf Revival-Tour kostet der Eintritt zu einer der mehrtägigen öffentlichen Auftritte des Dalai Lama. Wenn der Papst kommt, muss man nicht 50 Euro Eintritt bezahlen, mag jemand einwenden. Doch die buddhistische Religionsgemeinschaft, die Besuch und Auftritte des globalen Lamas aus Tibet organisierte, bekommt – anders als die katholische Kirche – nichts aus den monatlichen Kirchensteuereinnahmen überwiesen. Sie muss also, wenn „ihr Papst“ kommt, alles selber finanzieren. Da ist ein Eintrittsgeld gerechtfertigt. Außerdem ist gewiss, dass etwaige Mehreinnahmen ohne Einschränkung sozialen Projekten in Indien zugute kommen. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Russlandkrise und TTIP – zwei Seiten einer Medaille

Aufstieg zum Abstieg? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Aufstieg zum Abstieg? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Schon beim ersten Morgenkaffee mit Blick in die Nachrichten-Feeds im neuen Jahr wird einem schlecht. Suggestive Wortspiele, Schüren von Feindschaft und Angst – Russland­krise und die „Annexion der Krim“. Weiter also im Propagandastil und mit offen hemmungsloser Feinbildpropaganda? Und das von einst für ihren investigativen system­kritischen Journalismus geschätzten Medien. Zugleich lässt eine erschüt­ternd maskenhafte Angela Merkel die „FDJ-Sek­retärin für SED-Pro­paganda“ raus. Wie schon 1989 hat Merkel wenig mit Demonstrationen von Mitbürgern zu tun. Man mag mit der PEGIDA-Aktion nicht sympathisieren. Aber zu respek­tieren hat man die beteiligten Menschen, wenn man selbst politischen Respekt verdienen will. Wenigstens fielen in der Silvesternacht auf Donezk keine Granaten der zukünftig „stärksten Armee Europas“. Was aber trügerische Stille vor dem Sturm sein könnte. Trügerisch auch die mediale Stille um TTIP, TiSA & Co, wo doch Russlandkrise und TTIP zwei Seiten einer Medaille sind: EU zum willfährigen Werkzeug des globalen Weltführers machen. Weiterlesen

Waldorfschulen: Rudolf Steiner soll abgeschrieben haben

Hessen ist bei Aussteigern aus Waldorfschulen ein Geheim­tipp. Wer feststellt, dass sein Kind im besten Lernalter mit Geige spielen, Holzhütten bauen oder Gewänder schneidern nicht wirklich „fit für das Leben“ in einer Informationsgesellschaft wird, hat in einigen Bundesländern mit Problemen zu kämpfen. Die Rückkehr ins Schulsystem ist an Fristen und Bedingungen geknüpft. Wer die nicht erfüllt hat Pech.

xl_gemuese.jpgMit Steiner-Magie angebautes Demeter-Gemüse ist beliebt
(Bild: Trinosophie-Blog)

Hessen jedoch macht einen Übertritt einfach möglich. Wer eine hessische Oma besitzt oder sich vorübergehend einen zweiten Wohnsitz leisten kann hat Glück. Denn der Jugendliche muss lediglich hier wohnen. Nach der Wieder-Einschulung ist noch ein Schuljahresabschluss zu erreichen. Gelingt der, zieht man wieder zurück und kann jetzt daheim ohne Hinderung eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen. Weiterlesen

Superstition (Aberglauben) reloaded!

teaser_priester.jpgDom zu Augsburg, Bischofssitz
(Foto: Pixelio.de)

Die hessische Bildungsministerin Karin Wolff und der Augsburger Bischof Walter Mixa haben nicht viel gemeinsam. Mixas Chef, der Papst, hat den evangelischen Kirchen – einer gehört Wolff an – gerade grundsätzlich den Kirchenstatus abgesprochen. Und Wolff, obwohl von den Evangelikalen Deutschlands als Politikerin des Jahres gekürt, hat sich als Lesbe geoutet. Was sie eigentlich SOWOHL bei den Evangelikalen als bei den Katholiken zur Unperson macht. Dennoch haben beide Eines gemeinsam. Sie treten massiv für die Propagierung einer Weltsicht ein, wie sie etwa VOR Galileo Galilei, also vor 1600, vorherrschend war. Weiterlesen

Tibet – unbeirrt, gelassen, voller Ausdauer und Würde

teaser_bahnhof_lhasa.jpgBahnhof Lhasa, 3.650 Höhenmeter,
etwa vier Stunden täglich geöffnet
(Foto: Pixelio.de)

Seit gut einem Jahr kann man mit dem Zug nach Lhasa fahren. Zwei extra aus den USA importierte schwere Loks zerren jeden einzelnen „Höhenzug aus Stahl“ (Süddeutsche Zeitung) über teilweise 5000 Meter in die Höhe. In den Zeitungen und im TV finden sich immer wieder Berichte. Sie beschreiben einerseits die technische Meisterleistung der Bahnstrecke. Und warnen zugleich vor der Gefahr zunehmender Besiedlung des tibetischen Hochlandes durch Han-Chinesen. Als Folge könnten die Tibeter bald exotische Fremde im eigenen Land werden.

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