Dalai Lama in Deutschland: Forderung nach spiritueller Gleichberechtigung für Frauen

Dalai Lama in Hamburg 2007Dalai Lama 2007 (Offizielles
Foto zum Hamburg-Besuch)

Etwas weniger als bei einem der vielen Konzerte alternder Popstars auf Revival-Tour kostet der Eintritt zu einer der mehrtägigen öffentlichen Auftritte des Dalai Lama. Wenn der Papst kommt, muss man nicht 50 Euro Eintritt bezahlen, mag jemand einwenden. Doch die buddhistische Religionsgemeinschaft, die Besuch und Auftritte des globalen Lamas aus Tibet organisierte, bekommt – anders als die katholische Kirche – nichts aus den monatlichen Kirchensteuereinnahmen überwiesen. Sie muss also, wenn „ihr Papst“ kommt, alles selber finanzieren. Da ist ein Eintrittsgeld gerechtfertigt. Außerdem ist gewiss, dass etwaige Mehreinnahmen ohne Einschränkung sozialen Projekten in Indien zugute kommen. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Gibts bald ‘ne Revolution? Bäng, bäng, bäng: was soll der Krach!

Die Zivilgesellschaft wird brüchig. Irgendwie geht es aber noch weiter. Kommt eine Revolution? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Die Zivilgesellschaft wird brüchig. Irgendwie geht es aber noch weiter. Kommt eine Revolution? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

„Die Revolution oder Berlin Tag und Nacht“ – Die Deutschrockgruppe KRAFTKLUB hält der vielgerühmten Zivilgesellschaft deut­scher Prägung mit ihrem aktuellen Hitparaden­stürmer „Schüsse in die Luft“ ein düsteres Abbild ihrer selbst vor. Mittels Internet-Technik gleichgeschaltete Jugendliche, mit Blödel-TV abgelenkte Massen und ein ängstlich um seinen Besitzstand besorgtes Kleinbürgertum bilden die Mehrheit einer Gesellschaft, in der Selbstbezug, Angepasstheit und kleinmütige Rezeption der herrschenden Innen- und Außen­politik prägend sind. Setzt Mitteleuropa gerade eine in der Menschheitsgeschichte bislang einmalige Phase weitgehender Fried­fertigkeit und wirtschaftlicher Beständigkeit aufs Spiel? Immer größere in prekären Verhältnissen lebende Massen, willige Unterordnung der Regierung unter das wirtschaftliche (TTIP), politische (Sanktionen gegen Syrien und Russland) und militätrische (NATO) Diktat des imperialen Wahns eines selbsternannten „Weltführers“ rücken längst überwunden geglaubte Dämonen eines barbarischen Umgangs von Völkern und Staaten miteinander und selbst den atomaren Untergang in mutmaßlich greifbare Nähe. Das wiederum erweckt den ebenfalls scheinbar überwun­denen Geist selbsternannter Weltverbesserer, die Kraft retrospektiver Idealisierung des 1989 implodierten Sozialismus-Experiments bei gleich­zeitiger Verharmlosung der bis dahin verübten nicht minder barbarischen Verbrechen auf neue revolutionäre Experimente hoffen. Weiterlesen

Waldorfschulen: Rudolf Steiner soll abgeschrieben haben

Hessen ist bei Aussteigern aus Waldorfschulen ein Geheim­tipp. Wer feststellt, dass sein Kind im besten Lernalter mit Geige spielen, Holzhütten bauen oder Gewänder schneidern nicht wirklich „fit für das Leben“ in einer Informationsgesellschaft wird, hat in einigen Bundesländern mit Problemen zu kämpfen. Die Rückkehr ins Schulsystem ist an Fristen und Bedingungen geknüpft. Wer die nicht erfüllt hat Pech.

xl_gemuese.jpgMit Steiner-Magie angebautes Demeter-Gemüse ist beliebt
(Bild: Trinosophie-Blog)

Hessen jedoch macht einen Übertritt einfach möglich. Wer eine hessische Oma besitzt oder sich vorübergehend einen zweiten Wohnsitz leisten kann hat Glück. Denn der Jugendliche muss lediglich hier wohnen. Nach der Wieder-Einschulung ist noch ein Schuljahresabschluss zu erreichen. Gelingt der, zieht man wieder zurück und kann jetzt daheim ohne Hinderung eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen. Weiterlesen

Superstition (Aberglauben) reloaded!

teaser_priester.jpgDom zu Augsburg, Bischofssitz
(Foto: Pixelio.de)

Die hessische Bildungsministerin Karin Wolff und der Augsburger Bischof Walter Mixa haben nicht viel gemeinsam. Mixas Chef, der Papst, hat den evangelischen Kirchen – einer gehört Wolff an – gerade grundsätzlich den Kirchenstatus abgesprochen. Und Wolff, obwohl von den Evangelikalen Deutschlands als Politikerin des Jahres gekürt, hat sich als Lesbe geoutet. Was sie eigentlich SOWOHL bei den Evangelikalen als bei den Katholiken zur Unperson macht. Dennoch haben beide Eines gemeinsam. Sie treten massiv für die Propagierung einer Weltsicht ein, wie sie etwa VOR Galileo Galilei, also vor 1600, vorherrschend war. Weiterlesen

Tibet – unbeirrt, gelassen, voller Ausdauer und Würde

teaser_bahnhof_lhasa.jpgBahnhof Lhasa, 3.650 Höhenmeter,
etwa vier Stunden täglich geöffnet
(Foto: Pixelio.de)

Seit gut einem Jahr kann man mit dem Zug nach Lhasa fahren. Zwei extra aus den USA importierte schwere Loks zerren jeden einzelnen „Höhenzug aus Stahl“ (Süddeutsche Zeitung) über teilweise 5000 Meter in die Höhe. In den Zeitungen und im TV finden sich immer wieder Berichte. Sie beschreiben einerseits die technische Meisterleistung der Bahnstrecke. Und warnen zugleich vor der Gefahr zunehmender Besiedlung des tibetischen Hochlandes durch Han-Chinesen. Als Folge könnten die Tibeter bald exotische Fremde im eigenen Land werden.

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