Terrorismus – Autoimmunerkrankung der Zivilisation

Karma-Betrachtungen zum Terroranschlag von Mumbai

Pillen, bei Autoimmun-
krankheiten wenig
hilfreich.

Bild: Ko-Sen

Das Nachfolgende ist kein weiterer Augenzeugenbericht vom Terror-Irrsinn aus Mumbai. Es ist ein Zitat aus MÄRCHENLAND GONDWANA von Maria Szepes1, Anfang der 1990er Jahre veröffentlicht.

Sie sind bis an die Zähne bewaffnet und von tobendem Hass gegen die Privilegierten erfüllt. Diese elementare und menschliche Tobsucht, die jede Sperre niedertrampelt, tritt parallel in mehreren Siedlungen auf. Auch auf den schwimmenden Inseln haben die Infizierten revoltiert…

Der kleine SF-Roman erzählt von einer vermeintlich fernen Zukunft, in der sich die Gemeinschaft zivilisierter Menschen zunehmend bedroht sieht. Gefahr kommt von rohen, ungebildeten Massen, die täglich um das nackte Überleben kämpfen, sich dem Drogenrausch hingeben und anfällig sind für die Manipulationen fundamentalistischer religiöser Anführer. Erlöserreligionen haben Hochkonjunktur. Der Mob lässt sich im Namen Gottes zu Bombenanschlägen, Attentaten und Entführungen verleiten. Da sie nichts zu verlieren und keine Verfolgung zu befürchten haben, sind die Attacken von besonderer Grausamkeit. Weiterlesen

  1. München 1993

[Archiv-Auswahl] Letzter Trumpf – chemische Waffen

Chemische Waffen gehen immer. Auch das „Ziehen roter Linien“. Wenn heute im Irak Terroranschläge mit Dutzenden Toten begangen werden, ist das den Medien nur noch wenige Zeilen der Berichterstattung wert. Der freie Fall in das Bodenlose einer kulturellen und politischen Anarchie verdankt der Irak dem Lügengespinst der damaligen US-Administration unter George W. Bush, die eine „Bedrohung der Welt mit Chemiewaffen“ erfunden hatte und unter dem Vorwand der „Rettung“ der Welt den Irak in ein bis heute andauerndes Bürgerkriegschaos stürzte.

US-Armee setzte jahrelang Chemiewaffen ein.(U.S. Fairchild UC-123B Provider aircraft cropdusting in Vietnam during Operation Ranch Hand which lasted from 1962 to 1971). Foto: USAF (gemeinfrei)

US-Armee setzte jahrelang Chemiewaffen ein.
(U.S. Fairchild UC-123B Provider aircraft cropdusting in Vietnam during Operation Ranch Hand which lasted from 1962 to 1971).
Foto: USAF (gemeinfrei)

Schlimm genug, dass die Folgen dieser völkerrechtswidrigen Aggression kaum noch Interesse wecken. Schlimmer jedoch ist, dass die jetzige US-Regierung unter dem „Friedensnobelpreisträger“ Obama sich als letzten Trumpf des gleichen Propagandamittels bedienen kann, um in Syrien doch noch die eigentlich geplante Zersetzung des Landes umzusetzen. Weiterlesen

Bodhisattva-Gelübde: Effektive, wenn auch unbequeme, Methode der Umkehr

Das Bodhisattva-Gelübde besteht – vereinfacht ausgedrückt – aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.

Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen

Zunächst mag das auf dem ersten Blick abgehoben klingen, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen

Erbgut-Analyse: Blick ins SELBST?

Nur noch wenige Jahre, dann wird es möglich sein, sich in eine Art Passfoto-Automaten zu setzen, um auf die Schnelle sein Genom entziffern zu lassen. Es wird nur etwas teurer als beim Passfoto, um die 1.000 Dollar, und wird etwa einen Arbeitstag in Anspruch nehmen.

Beispiel für Spektralkaryotypie, einem Verfahren zur Visualisierung von Chromosomen.

Das Gerät heißt auch anders: Sequenzierautomat. Eine große deutsche Tageszeitung frohlockt angesichts dessen mit der Headline: Blick ins Selbst – neue Techniken offenbaren das Erbgut. Das immaterielle Selbst als Aspekt eines materiellen Phänomens zu betrachten offenbart eine Weltsicht, wie sie am Vorabend des Industriezeitalters – dem ausgehenden 19. Jahrhundert – aufkam. Trotz wissenschaftlichen und technischen Fortschritts treten wir spirituell auf der Stelle. Weiterlesen