Sterben für … für was?

Wer sich als Arbeiter auf einer Ölplattform im Atlantik verdingt verdient gutes Geld. Er ist aber zugleich besonderen Gefahren ausgesetzt. Dazu gehört auch Lebensgefahr. Wenn nun ein Arbeiter etwa bei stürmischer See im Arbeitseinsatz tödlich verunglückt zählt das als Arbeitsunfall. Für die Familie ein schreckliches Ereignis. Doch zugleich ist allen klar: Es hätte gut gehen könnne. Doch es ist schief gegangen.

Arbeiten auf einer Bohrinsel ist riskant. Foto: Agência Brasil

Das Risiko war von Anfang an bekannt. Wäre es gut gegangen, würde sich am Ende des Einsatzes ein schöner Batzen Geld gesammelt haben. Niemand käme nun auch nur auf die Idee, den Verunglückten als “gefallen für Deutschland“ zu heroisieren. Es stellt sich nun die Frage, ob der Kriegseinsatz deutscher Soldaten sich wesentlich von der Situation von Arbeitern auf Ölplattformen unterscheidet. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Karma und freier Willen: Gehen oder Bleiben?

Universalität ist prägendes Merkmal von Naturgesetzen. Eine reife Frucht fällt vom Baum nach unten. Egal wo der Baum wurzelt, wer ihn einst gepflanzt hat oder wer die Früchte einsammelt. Das am Baum Bleiben oder Herabfallen bestimmen in einem geheimnisvoll universellen Zusammenspiel der Reifegrad einer Frucht und die Gesetze der Schwerkraft.

Apfel-Karma: Supermarkt. Bild: Heinz Knotek

Apfel-Karma: Supermarkt. Bild: Heinz Knotek

Wäre die Frucht ein die Dinge hinterfragender Mensch, würde sie den Lauf der Dinge – das Reifen, die Ahnung vom baldigen Fall, das unvermeidliche und doch nicht exakt vorhersehbare Lösen vom Ast, die Ungewissheit, wie es danach weitergeht – versuchen zu ergründen und zu verstehen. Reife und Fall unterliegen dem universellen Naturgesetz von Ursache und Wirkung – also KARMA. Der Menschen hat aber, anders als etwa der Apfel, einen freien Wille. Sollte er daher sein Gehen und Bleiben nicht selbst bestimmen (können) und sich von den Zwängen des Universellen entledigen? Weiterlesen