Europäische Währungsunion: Entführung auf dem Stier oder Tanz um das goldene Kalb

Griechische Zwei-Euro-Münze.
Abbildung: gemeinfrei

Alle alten Schriften weisen immer und immer wieder auf die EINHEIT allen Seins hin. Die Vorstellung einer separaten Existenz würde dem Schöpfungsplan zuwiderlaufen und sei ein illusorisches Konzept. Für einen religiösen Menschen sei es daher oberste Pflicht, den Gedanken universeller Einheit und Verbundenheit in seinem Leben praktisch umzusetzen.

Fast prophetisch trägt die Zwei-Euro-Münze Griechenlands die Entführung der Europa als Wappen. Im Mythos war leidenschaftliche Liebe des obersten Griechengottes treibende Kraft. Der als Stier verwandelte Zeus entführte die schöne Europa nach Kreta, um eine illegitime Groß­familie zu gründen. Illegitim ging es auch zu, als Griechenland die Europäer in den Traum entführte, würdiger Euro-Partner zu sein. Nicht ein kräftiger Stier, das verschlagene goldene Kalb scheint dieses Mal beteiligt. Ist der Versuch EINHEIT FÜR BARE MÜNZE schon am Ende? Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Sinn des Lebens: Buddha sehen und Wissen erwerben

Was ist der Sinn des Lebens? Aus gutem Grund wird der Buddhismus gern als atheistisch deklariert, vor allem von Vertretern jener Religionssysteme, die den Glauben an einen (ihren ganz gruppenspezifischen) anthropomorphen Gott predigen. Buddhisten dagegen empfinden die Aussicht, an einem Tag X in ihrem letzten „Knochensack1“ wiederauferstehen zu müssen eher als Strafe denn als Erlösung.

Chinese Buddhist monks performing a formal ceremony in Hangzhou, Zhejiang Province, China. Photograph: Jon Bragg

Der Buddhist wähnt sich eher als immaterielle Entität, die vorüberge­hend in einem irdischen Gewand im dichten Reich der astralen Materie wandert, das voll ist von schwierigen Verhältnissen und auf Schritt und Tritt leidvolle Schicksalsschläge bereit hält. Dennoch möchte er ausge­rech­net hier gern und auch noch lange leben. Warum? Um Buddha zu sehen (früher oder später), Wissen zu erwerben und innerlich zu wachsen. Weiterlesen

  1. Knochensack: in buddhistischen Schriften gern benutzte respektlose Metapher für die körperliche Persönlichkeit, die im Buddhismus als konditionierte, flüchtige Illusion gesehen wird; also als notwendiges Mittel, nicht aber als Zweck.