Was kommt danach?

Selbst atheistische Denker fragen sich gelegentlich besorgt – was kommt danach? Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts konnten sich nach Verbesserung ihrer Lage sehnende Menschen noch immer einen idealen Ort ausmachen an den überzusiedeln die Erfüllung allen Sehnens versprach.

Eidechse als Mitbewohner. Foto: Aska

Und für die, die statt zu fliehen eine Änderung der Welt im Kleinen oder Großen erhofften, gab es jede Menge Konzepte, wie bestehende Gesell­schaftsformen überwunden und neue geschaffen werden konnten. Doch nach zwei Jahrzehnten Globalisierung im Informationszeitalter wird klar: Es gibt weder Orte, noch Konzepte als Alternative zum Bestehenden. Zu­gleich wird aber auch klar: So wie es ist kann es nicht bleiben. Aber was wird dann? Der Blick in die Zukunft offenbart ein weites leeres Nichts. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Das Geheimnis der Goldenen Blüte: „Flow-Technik“ im Original

„Das Geheimnis der Golden Blüte“ auf der Buchmesse Frankfurt: 12. bis 16. Oktober 2011, Aurinia Verlag (Halle 3.1, Stand L146)

Menschen arbeiten „im Flow“, wenn sie mühelos ihre Arbeiten erledigen und darüber auch noch die Zeit vergessen. Das verkünden Zeitgeistritter – man sagt dazu auch „Managementtrainer“. Gewürzt mit Binsenweisheiten, etwa dass Druck und Angst diesem „Flow“ abträglich sind, und schriller Selbstdarstellung (etwa „Flow Doc“), wird daraus ein hippes Consulting-Programm, das Manager für 2.000 Euro pro Tag buchen können. Auch im Google-Zeitalter schaffen es Einäugige, unter den Blinden den König zu geben.

Nur konzentriertes Tun macht zufrieden, glücklich und erfolgreich. Hier: Samba-Festival Bad Wildungen 2011 – pure Lust am konzentrierten Treiben. (*)

Denn das, was als „Flow-Technik“ vermarktet wird, ist lediglich eine Ver­stümmelung uralter Praktiken, die sich im Zentrum der Weisheitslehren aller Hochkulturen finden. Keine Erlösung ohne Lebenhaltung in konzen­trierter Meditation. Im buddhis­tisch geprägten Taoismus ist Das Geheim­nis der Goldenen Blüte „Flow-Technik“ im Original. Nicht um banale ge­winnmaximierte Sachbear­bei­tung geht es dabei, sondern einen effekti­ven Weg, ein spirituelles Leben zu führen und Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen zu finden1. Weiterlesen

  1. DAS GEHEIM­NIS DER GOLDENEN BLÜTE, deutsche Übertragung aus dem Amerikanischen von Heinz Knotek, Aurinia Verlag 2011; Amerikanische Übertragung des chinesischen Originals: THHE SECRET OF THE GOLDEN FLOWER, The Classic Chinese Book of Life, by Thomas Cleary, New York 1991; Chinesisches Original: Tung-pin Lü (* 798) – T’ai i chin hua tsung chih (Englisch)

Mittel zur Integration – Großzügigkeit, freundlicher Ton, Wohltätigkeit, Kooperation

Alle reden von Integration. Fast immer hat INTEGRATION dabei einen fordernden Unterton. Jemand oder ein Gruppe von Personen wird von anderen Personen aufgefordert, sich zu INTEGRIEREN, was im Klartext ANPASSUNG und UNTERORDNUNG bedeutet. Nur selten kommt dabei das biblische Gleichnis vom Splitter im Auge des anderen zum Einsatz. Demnach sollte man sich zurückhalten, auf andere mit dem Finger zu zeigen und sich stattdessen um den Balken im eigenen Auge kümmern.

Leben IST harmonische Integration. (*)

Also mit der Pflicht zur Integration BEI SICH SELBST anfangen. Doch sobald eine Gesellschaft sich mehr oder weniger auf einen anthropomorphen Gott bezieht, ufern Fragen zur INTEGRATION bald zum Religionsstreit aus. Weiterlesen

Inkarnation – eine Frage des geeigneten „Fahrzeuges“

Man stelle sich vor, wir wachen am Morgen auf und alle Autos sind auf magische Weise verschwunden. Kein Bus, LKW oder PKW mehr da. Übrig geblieben ist nur Kinderspielzeug. Ein Tretroller oder Kinder-Dreirad etwa? Würden wir nun ohne weiteres – sozusagen notgedrungen – uns auf eines dieser Vehikel setzen und tapfer zur etwa 30 Kilometer entfernten Arbeitstätte strampeln? Sicher nicht. Unsere Erfahrung würde uns erst gar nicht auf solche Ideen kommen lassen. Es wäre absurd, vor allem weil es völlig nutzlos wäre.

Falter – für emotionalen und mentalen Ausdruck ein eher ungeeignetes „Fahrzeug“. (*)

Man kann mit fahrbarem Spielzeug nicht ferne Ziele erreichen. Wir würden vielmehr denken, dass etwas Schlimmes passiert sein muss – und warten bis geeignete Fahrzeuge wieder zur Verfügung stehen. Auf demselben Prinzip basiert der Inkarnations-Magnetismus. Und erklärt, warum ein einmal als Mensch inkarniertes Selbst nie wieder Geburt in einem „tierähnlichen Fahrzeug“ OHNE die dem Menschen eigene Fähigkeit des Denkens und der bewussten Selbstwahrnehmung nehmen würde. Weiterlesen