Der Buddhismus-Bluff: Eine Begriffsklärung

Buddhismus geht immer. Wenn dann noch kombiniert mit Pseudo-Kampfkunst und man kann als „Anbieter“ bald mit einem TV-Team rechnen. Und mit einem „Spezial“ im Fernsehen. Bei den – vor allem jungen – nach Gemeinschaft und Selbstüberwindung hungernden Menschen, kommen entsprechende Verheißungen gut an. Dumm nur, dass Begriffe wie BUDDHISMUS, KAMPFKUNST und SHAOLIN, aber auch ZEN, MEISTER oder ABT nicht geschützt sind.

Der lehrende Buddha Shakyamuni (China, 12. Jahrhundert).
Foto: gemeinfrei

Jeder Scharlatan und clevere Selbstdarsteller kann sich des Buddhismus-Bluffs ungestraft bedienen. Und damit sind nicht nur bizarre „Shaolin-Klöster“ gemeint, sondern auch Management-Trainer oder hauptberuf­liche „Philosophen“, die mit Buddhismus-Versatzstücken zahlende Sucher anlocken. Bevor man Geld, Energie und Unabhängigkeit einem „Abt“ oder „Meister“ opfert, kann es hilfreich sein, sich zu verdeutlichen, was Buddhismus eigentlich ist. Nachfolgend eine Begriffsklärung. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Was der libysche Diktator vom englischen Königshaus lernen kann

Hier – in Form etwa des libyschen Diktators – wird ein Herrscher gehasst und geächtet, bis auf eine überschaubare Zahl bezahlter Vasallen. Dort – in Form der englischen Königsfamilie – rühren Herrscher dagegen die Massen zu glückseligen Tränen, etwa heute am großen Prinzen-Hochzeitstag. Was macht Ersterer falsch?

Der libysche Diktator kann vom englischen Königshaus das sichere und bequeme Überleben lernen. Fotos: Prinz William beim World Scout Jamboree (2007), © Alexandre Goulet; Muammar al-Gaddafi beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union 2009, © U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Jesse B. Awalt/Released

Die Zeiten, da englische Königinnen geköpft und Könige vergiftet wurden, sind unter anderem deswegen vorbei, weil das englische Königshaus nachhaltig aller politischen Macht „entkernt“ wurde und allein als konstitutionelle Fassade existiert. Existieren darf und existieren muss. Weiterlesen

Erdbebenkatastrophe in Japan: Was ist die Lektion?

Es gibt keine Lektion, so der Grundtenor in den Kommen­taren der Medien. Denn schließlich sei das Erdbeben in Japan nun wirklich nicht im Geringsten von Menschen gemacht. Höchstens könne man von den Japanern lernen, wie man angesichts einer globalen Katastrophe Ruhe und Haltung bewahrt. Dabei verweist man darauf, wie sich die Menschen geduldig in lange Schlangen einreihen, um Lebensmittel zu kaufen oder an einem öffentlichen Fernsprecher ihre Angehörigen zu erreichen.

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Nach Erdbeben – Tsunami trifft japanische Küste 11.03.2011

Keine Lektion darüber hinaus? Diese Sichtweise offenbart die engen un­durchdringlichen Grenzen des materiellen Menschen. Die bangen Fragen, die sich angesichts der dramatischen Bilder aus dem Katastrophengebiet dennoch ins Bewusstsein drängen, werden fast selbstgerecht klein geredet. Für den Sucher auf dem Pfad ist die Tragödie von Japan jedoch sehr wohl eine konkrete Lektion. Er wird sie mit Betroffenheit erkennen und versuchen, seine „Hausaufgaben“ zu erledigen. Weiterlesen