With “guru-banking” to success

Anshu Jain, the designated head of Deutsche Bank, is a Jnani

London / Frankfurt – To find the compressed explanation of a path of Yoga in the first paragraph of the lead article of the business part of a national daily newspaper1 is quite extraordinary. But after this there will probably be reports on Jnana-Yoga more frequently, because on July 27th 2011 Anshuman (“Anshu”) Jain has been elected to one of the two heads of Deutsche Bank. Jain is an avowed Jnani, an aspirant for wisdom. The way of Jnani is the way of complete self-sur­ren­der and has only one goal – unity with the ONE, with the “ONE” is not meant an anthropomorphic God, but an all-pervading divine principle.

Jainism and guru banking in a small Hessian town affiliate? (*)

The mindset of a Jnani is very similar to that of the Buddhists. No wonder, with his reformation doctrine of the Four Noble Truths, Buddha Shakyamuni encounters about 600 BCE in India a multi-religious civilization. Even then, Jainism was seen as a kind of ascetic “elite religion”. Is the new motto of Deutsche Bank now: With ‘Guru-banking “, despite the financial crisis to success? Weiterlesen

  1. “Der Guru mit dem Rucksack”, Süddeutsche Zeitung, July 26th 2011

[Archiv-Auswahl] Eine Antwort geben – mein Tun als Gefangenenseelsorger

VON ANDREAS HAGN1

Gefängniszelle.
Foto: Andrew Bardwell

Seelsorge im buddhis­ti­schen Sinne ist ja ein Pa­radoxon, da der Buddhismus keine Seele kennt, zumindest nicht im Sinne der beständigen Identität eines in sich inhärenten Selbst. Also haben wir versucht andere Begriffe zu finden und wir reden auch vom Betreuen und Begleiten.

Das Wort Seele beinhaltet für mich etwas nicht Greifbares und mit Worten nicht Erklärbares. Hier spannt sich eine Brücke zur buddhis­tischen Sichtweise des nicht Faßbaren, dem Bereich jen­seits der Weisheit. Bodhidarma, der erste Zen-Patriarch in China, sagte: Der Geist beginnt dort wo die Sprache endet. Weiterlesen

  1. Andreas Hagn ist Familienvater und Unternehmer in Wien, zenbuddhistischer Laienmönch und aktives Mitglied der Dharma Sangha Österreich links_yellow.gif.

Krawalle in Großbritannien: Märchenland Gondwana lässt grüßen

Es ist noch einmal gut gegangen. Massiver Polizeieinsatz hat in Großbritannien den randalierenden Mob nach ein paar Tagen fürs Erste zurückdrängen können. Jetzt treten die Mutbürger hervor. Entsetzt über die Verwahrlosung und Verrohung der eigenen Gesellschaft kommen sie zusammen, um aufzuräumen und den Opfern zu helfen. Alles wieder gut? Die Fiebersymptome der Gesellschaft klingen ab. Doch am kranken Zustand hat sich nichts geändert. Die Propagandisten des Neoliberalismus, allen voran Premierminister Cameron, drohen mit Härte und schwelgen in Zusammenhalts-Rhetorik.

Ausgebrannte Fahrzeuge in Tottenham. Foto: Alan Stanton

In ihrem eigentlich als Science Fiction konzipierten Roman Märchenland Gondwana beschreibt die große Dame moderner Esoterik, Mária Szepes, einen Zustand gesellschaftlicher Verwahrlosung und Gewalt als Aspekt eines allgemeinen unaufhaltsamen Reinigungsprozesses der Erde. Noch zu Lebzeiten äußerte Mária immer wieder ihr Entsetzen darüber, dass ihr futuristisches Märchen so schnell Realität zu werden droht. Weiterlesen