Ausdauerndes Training und immer schön cool bleiben

The hindering of the modifications of the mind already referred to, is to be effected by means of exercise and dispassion1. (Sure I. 12). Um die Modifikationen des Denkvermögens in den Griff zu bekommen, ist neben einem altruistischen Motiv ausdauerndes Training unerlässlich. Oft wird angenommen, die diversen in unserer Zivilisation verbreiteten mentalen und emotionalen Disharmonien ließen sich mit Yoga oder Meditation kurieren. Doch es das ist ein gefährlicher Irrtum.

Bäume etwa sind vollendeter Ausdruck von Standfestigkeit, Lebens­kraft und dem Fehlen von Emotionen. Wer cool wie ein Baum sein kann, ist auf dem Pfad. (*)

In den Weisheitslehren aller Hochkulturen wird davor gewarnt, mit mentalen oder physischen Übungen zu beginnen, wenn die Psyche noch ganz von Leidenschaften aller Art getrieben wird. Übungen können dann die Disharmonien sogar dramatisch verstärken. Erst wenn die diversen vor sich hin köchelnden Emotionen und Leidenschaften der Psyche einigermaßen gebändigt sind, kann man über ein mentales (oder was immer sonst) Training nachdenken. Weiterlesen

  1. Dt.: Das Aufhalten der Modifikationen des Denkprinzips (s. I.1) wird durch Training und Leidenschaftslosigkeit bewerkstelligt. Quelle: The Yoga Aphorisms of Patanjali, an interpretation by William Q. Judge, Los Angeles, 1987

[Archiv-Auswahl] Leben in der Slideshow oder die „iPadisierung“ der Gesellschaft

„iPadisierung“ der Gesellschaft am Beispiel der Süddeutschen Zeitung

Wieder stehen wir an einer Schwelle, an der unsere selbstbe­wusste Entscheidung gefragt ist: Brauch ich das? Will ich das? Darf ich das? Solche Fragen tauchen aus den psychisch-astralen Tiefen unseres Seins auf. Absender ist der unsterbliche Seelenfunken in uns. Leben in der Seele oder aus der Seele heraus – das lehren die Weisheits­lehren aller Hochkulturen – erfordert ein Zähmung der Sinne, kein zwang­haftes Kasteien, aber eine Lebenshaltung der Enthaltsamkeit, ein Leben im Weniger statt im Mehr.

Steve Jobs während der Präsentation der ersten iPad-Generation am 27. Januar 2010. Foto: Matt Buchanan

Doch dann sind da die wunderbaren „Möglichkeiten“, die uns die „iPadi­sie­rung“ der Gesellschaft beschert. Um sein Denkenvermögen und die Gefühlswelt mit Bildern zu füllen muss man nicht länger mühselig Bild für Bild abrufen. Ein Wisch genügt und sie gleiten im Dutzend an uns vorbei und in uns hinein. Zwei Wisch, zwei Dutzend. Und bald auch in 3D. Da kann sich glücklich schätzen, wer die Fragen seiner Seele noch wahrzuneh­men im Stande ist, nach dem Brauchen, Wollen und Dürfen. Weiterlesen

Ist das Vesakh-Fest in Deutschland bald staatlicher Feiertag?

Eigentlich eine gute Sache, dass nun auch anderen Konfessionen staatliche Feiertage zugestanden werden, dass die – eigentlich durch die Verfassung nicht legitimierte – Bevorzugung EINER Religion zum Ende kommt. Vorausgesetzt, die Option steht gleichberechtigt allen Religionsgemeinschaften offen. Doch das ist offenkundig (noch) nicht der Fall. Ausgerechnet einzelne Glaubensrichtungen der Religionsgemein­schaft1, die in der Frage der Integration am meisten in der Diskussion steht, werden in der Hansestadt Hamburg nun bevorzugt.

Vesakh-Fest in München. Foto: gemeinfrei

Also Zeit, dass auch die zahlreichen Buddhisten ihren staatlichen Feier­tag bekommen, das Vesakh-Fest. Das wäre dann etwas wirklich Neues. Christliche und muslimische Feiertage erinnern ja fast immer an mut­maß­liche oder wirkliche blutige Ereignisse. Beim Vesakh-Fest dagegen geht es „nur“ um Geburt, Erleuchtung und Erlösung. Weiterlesen

  1. Es betrifft die organisierten Muslime und Aleviten, insgesamt so um die fünf Prozent der Hamburger Bevölkerung.