Ausdauerndes Training und immer schön cool bleiben

The hindering of the modifications of the mind already referred to, is to be effected by means of exercise and dispassion1. (Sure I. 12). Um die Modifikationen des Denkvermögens in den Griff zu bekommen, ist neben einem altruistischen Motiv ausdauerndes Training unerlässlich. Oft wird angenommen, die diversen in unserer Zivilisation verbreiteten mentalen und emotionalen Disharmonien ließen sich mit Yoga oder Meditation kurieren. Doch es das ist ein gefährlicher Irrtum.

Bäume etwa sind vollendeter Ausdruck von Standfestigkeit, Lebens­kraft und dem Fehlen von Emotionen. Wer cool wie ein Baum sein kann, ist auf dem Pfad. (*)

In den Weisheitslehren aller Hochkulturen wird davor gewarnt, mit mentalen oder physischen Übungen zu beginnen, wenn die Psyche noch ganz von Leidenschaften aller Art getrieben wird. Übungen können dann die Disharmonien sogar dramatisch verstärken. Erst wenn die diversen vor sich hin köchelnden Emotionen und Leidenschaften der Psyche einigermaßen gebändigt sind, kann man über ein mentales (oder was immer sonst) Training nachdenken. Weiterlesen

  1. Dt.: Das Aufhalten der Modifikationen des Denkprinzips (s. I.1) wird durch Training und Leidenschaftslosigkeit bewerkstelligt. Quelle: The Yoga Aphorisms of Patanjali, an interpretation by William Q. Judge, Los Angeles, 1987

[Archiv-Auswahl] Merkel-Administration: „Die ist irre“ oder der Führer wars

Mit Video zum Interview von WELTNETZ-TV mit Uli Gellermann

Hieronymus Bosch, „Der Steinschneider“ (um 1485). Abb. gemeinfrei

Hieronymus Bosch, „Der Steinschneider“ (um 1485). Abb. gemeinfrei

Als Thomas Mann kurz nach dem Zusammenbruch Nazideutschlands von Zürich aus über die heutige Autobahn A8 mit dem Auto nach München fuhr, empfand er vereinfacht ausgedrückt Ekel. Die vielen Hakenkreuzfahnen hatten sich in der „Hauptstadt der Bewegung“ scheinbar in Luft aufgelöst. Versuchte er mit den in den Trümmern des „Tausendjährigen Reiches“ ums Überleben kämpfenden Deutschen in einen Dialg darüber zu kommen, wie das alles hat passieren können, bekam er wiederholt sinngemäß zur Antwort: der Führer wars. Schon früh erkannten die Menschen intuitiv die Chance, wie man sich eine weiße Weste zulegen konnte: die im Namen des Führers begangenen Greuel dem Führer zuschieben und ansonsten sich eisern darauf berufen, von allem nichts gewusst zu haben. Weiterlesen

Ist das Vesakh-Fest in Deutschland bald staatlicher Feiertag?

Eigentlich eine gute Sache, dass nun auch anderen Konfessionen staatliche Feiertage zugestanden werden, dass die – eigentlich durch die Verfassung nicht legitimierte – Bevorzugung EINER Religion zum Ende kommt. Vorausgesetzt, die Option steht gleichberechtigt allen Religionsgemeinschaften offen. Doch das ist offenkundig (noch) nicht der Fall. Ausgerechnet einzelne Glaubensrichtungen der Religionsgemein­schaft1, die in der Frage der Integration am meisten in der Diskussion steht, werden in der Hansestadt Hamburg nun bevorzugt.

Vesakh-Fest in München. Foto: gemeinfrei

Also Zeit, dass auch die zahlreichen Buddhisten ihren staatlichen Feier­tag bekommen, das Vesakh-Fest. Das wäre dann etwas wirklich Neues. Christliche und muslimische Feiertage erinnern ja fast immer an mut­maß­liche oder wirkliche blutige Ereignisse. Beim Vesakh-Fest dagegen geht es „nur“ um Geburt, Erleuchtung und Erlösung. Weiterlesen

  1. Es betrifft die organisierten Muslime und Aleviten, insgesamt so um die fünf Prozent der Hamburger Bevölkerung.