Bildungsinitiative oder angekündigter „Kindsmissbrauch“?

Leben in und mit der „Cloud“. (*)

Wir werden Schule ver­ändern! So etwa lautet die in verschiedenen Variationen verkündete Werbebotschaft des US-amerikanischen Computer­herstellers und Anbieters von „Cloud-Diensten“ Apple Inc. Hört sich zunächst nach Bildungsini­tiative an. Aber halt, seit wann ist denn Apple ein „Bildungsträger“ oder bekannt für seine pädago­gischen Kompetenzen? Gar nicht. Es geht auch nicht um neue päda­gogische Konzepte oder metho­disch-didaktische Werk­zeuge für Schulen. Alles ist ein – zugegebenermaßen – genialer Marketing-Gag. Apple geht es natürlich nicht um unsere Kinder, sondern um den Verkauf seiner Computersysteme und Apple möchte über seine iCloud-Services gern frühzeitig an auswertbare Personaldaten herankommen. Kinder und Schulen also nicht Zweck sondern Mittel. Sind dann das Erwecken gegen­teiliger Eindrücke und die wahren Absichten eine Art „Kindsmissbrauch“? Und warum machen die in IT-Fragen bislang so zurückhaltenden Lehrer plötzlich mit? Weiterlesen