Zwischenmenschliche Beziehungen – der Yoga-Weg

Yoga meint nachfolgend keine physische Übung, sondern prinzipielle Lebenshaltung im Geiste der Bhagavat Gita. Was ist die metaphorische Legende der Gita? Krishna kam demnach zu Beginn des Kali-yuga, dem „Dunklen Zeitalter“, als Avatar in die Welt, um den Menschen für diese schwere, lang anhaltende Epoche die heiligen Weisheitslehren zu vermitteln, niedergelegt in der Bhagavat Gita.

Leben wie im Schaufenster: Meine Leute – deine Leute, meine Ansich-
ten – deine Ansichten … undurchdringlich getrennt voneinander.
(*)

Die Gita ist ein unerschöpfliches Schatzhaus subtiler und ganz handfester Ideen für alle Lebensbereiche, vor allem auch in Fragen zwischenmenschlicher Beziehungen. Gleich im ersten Vers der Gita begegnen wir dem blinden König Dhritarâshtra des Kuru-Klans, wie er seinen weisen Wagenlenker1 fragt (sinngemäß):

Sag mir, o Sañjaya, was nur hat meine Leute und die der Pândava dazu gebracht, sich hier auf dem Schlachtfeld feindselig und kampfbereit aufzustellen?

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  1. Heute würde man Chauffeur sagen.

[Archiv-Auswahl] Schriften studieren und Bücher lesen

Bücher lesen – Alle spirituellen Traditionen ermahnen den Schüler zum Studium der Schriften und zum Suchen eines erleuchteten Meisters. Ersteres soll ihn mental mit den überlieferten Lehren vertraut machen.

holy book copyright 2008 by ko-senWenige Werke bleiben zur Auswahl übrig. Bild: Ko-Sen

Der erleuchtete Meister schließlich führt und unterweist den Schüler auf seinem Pfad. Bücher lesen ist heutzutage kein Problem; keine geheime Schrift, die es nicht in einer günstigen Paperback-Ausgabe gibt. Und „Meister“ findet man in den Anzeigenrubriken einschlägiger Esoterikmagazine. Und doch meinten die Alten beides nicht. Weiterlesen