Wer Sanktionen verhängen lässt will Krieg! Doch warum nur?

Wiedergabe eines Interviews von KenFM mit Willy Wimmer

Angloamerikanisches Vormachtstreben wurzelt historisch im britischen Kolonialimus.Bild: Heinz Knotek

Angloamerikanisches Vormachtstreben wurzelt historisch im britischen Kolonialimus.
Bild: Heinz Knotek

Willy Wimmer stellt das fest, dass Sanktionen der erste Schritt hin zur Kriegser­klärung sind. Und wer sich dabei die Frage nach dem Warum stellt bekommt ebenfalls eine plausible Antwort: Es geht um Europa oder darum zu verhindern, dass der friedenspende Grundsatz der Zusammenarbeit und Kooperation der Staaten untereinander zur Leitidee der EU und darüber hinaus wird und die EU damit ein wahrlich strahlendes Beispiel für die Welt werden könnte für wirtschaftliche Stärke, soziale Marktwirtschaft und friedliches Nebeneinander. Ein politisches Kraftzentrum also. Und Antithese zum angloamerikanischen Vormachtstreben auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Und damit unliebsamer Konkurrent und Gefahr. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Leben in der Slideshow oder die „iPadisierung“ der Gesellschaft

„iPadisierung“ der Gesellschaft am Beispiel der Süddeutschen Zeitung

Wieder stehen wir an einer Schwelle, an der unsere selbstbe­wusste Entscheidung gefragt ist: Brauch ich das? Will ich das? Darf ich das? Solche Fragen tauchen aus den psychisch-astralen Tiefen unseres Seins auf. Absender ist der unsterbliche Seelenfunken in uns. Leben in der Seele oder aus der Seele heraus – das lehren die Weisheits­lehren aller Hochkulturen – erfordert ein Zähmung der Sinne, kein zwang­haftes Kasteien, aber eine Lebenshaltung der Enthaltsamkeit, ein Leben im Weniger statt im Mehr.

Steve Jobs während der Präsentation der ersten iPad-Generation am 27. Januar 2010. Foto: Matt Buchanan

Doch dann sind da die wunderbaren „Möglichkeiten“, die uns die „iPadi­sie­rung“ der Gesellschaft beschert. Um sein Denkenvermögen und die Gefühlswelt mit Bildern zu füllen muss man nicht länger mühselig Bild für Bild abrufen. Ein Wisch genügt und sie gleiten im Dutzend an uns vorbei und in uns hinein. Zwei Wisch, zwei Dutzend. Und bald auch in 3D. Da kann sich glücklich schätzen, wer die Fragen seiner Seele noch wahrzuneh­men im Stande ist, nach dem Brauchen, Wollen und Dürfen. Weiterlesen

Russenhass wird wieder politisch korrekt – wie vor 100 Jahren

Schreckgespenst Bolschewik

Schreckgespenst Bolschewik

Der Hass auf Juden und Russen sitzt tief im Unter­bewusstsein des europäischen Gemüts. Die beiden Ressentiments sind unterschiedlicher Herkunft. Der Judenhass mag eine Wurzel in der christlichen Legende haben, nach der ein Jude den Heilsbringer Jesus verraten haben soll. Russenhass war zunächst eher Russenverach­tung, angesichts des demütigenden Umgangs der absolutistisch herr­schenden Feudalherren mit ihrer Bevölkerung, die sich bis weit in das 19. Jahrhundert hinein willig dem Joch der Leibeigenschaft fügte. Als 1917 das feudale Herrschaftssystem von sich als „Befreier“ unterdrückter Massen gerierenden Bolschewiken durch eine kommunistische Diktatur abgelöst wurde, wurde die Allegorie „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ plötzlich zur realpolitischen Gefahr. Schließlich hatten die „Rebellen“ um Lenin nichts Geringeres im Sinn, als die von Marx und Engels im Manifest der Kommunistischen Partei avisierte weltweite Diktatur des Proletariats tatsächlich zu errichten. In Russland schien es erstmalig in einem Land zu funktionieren. Nun bekamen die Kapitalisten Angst, ihnen könnte es ergehen wie den russsichen Feudalherren. Aus Russenverachtung wurde Bolschewi­ken­angst und daraus verkürzt Russenhass. Weiterlesen