Demokratie – Missbrauch als machtpolitischer Trojaner

Trojanisches Pferd - Symbolbild

Trojanisches Pferd, Mount Olympus Water & Theme Park, USA.

Wie heute die Demokratie war es damals das Christentum – ihre Protagonisten wähnen sich dazu berufen, die Welt damit zu beglücken. Zur Begründung gibt es nur die erhabensten Argumente: damals ging es um nichts Gering­eres als die „Rettung der Seelen“ der Menschen fremder Völker und Länder; heute geht es um „Freiheit und Marktwirtschaft“. Aus der Geschichte weiß man, dass dabei das Christentum als machtpoli­tischer Trojaner für die nach Weltherrschaft strebende Kurie in Rom missbraucht wurde. Wer sich die Welt nach dem ersten Einmarsch im Irak 2003 anguckt kann wissen: Freiheit und Demokratie wurden und werden als machtpolitischer Trojaner benutzt, um fremde Völker und Länder für einen singulären Weltmacht-Anspruch „reif“ zu machen. Das Zentrum der Weltmacht heißt aber nicht mehr Rom, sondern Washington. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Sucher auf dem Pfad: Lass schlafende Hunde ruhen (Let sleeping dogs lie)!

Einmal von der Vorstellung angesteckt, dass die vielen Geschichten über Unsterblichkeit nicht nur suggestive Allegorien, sondern konkrete Realität sind oder sein können, will der Sucher möglichst schnell selbst „seine“ Unsterblichkeit in Angriff nehmen. Doch bald ahnt er, dass „Unsterblichkeit“ nicht nur nicht für sein Ego gilt und auch nicht auf die Schnelle zu erreichen ist.

Schranken auf dem Pfad © Kô-Sen/Trinosophie-BlogSeltsamen Hindernissen und Schranken sieht sich plötzlich gegenüber, wer den PFAD betritt. (*)

Kaum fängt er an, sein Leben versuchsweise nach bestimmten ethischen Grundsätzen auszurichten, tauchen außerdem plötzlich merkwürdige Hindernisse und Schranken auf. Noch schlimmer wird es, wenn etwa erstes Meditieren angenehme Auswirkungen im Alltag nach sich zog, dann aber sich das gewonnene innere Gleichgewicht als Anfängereffekt entpuppt – und einer nie gekannten inneren Unruhe weicht. Statt erhoffter Freiheit von den Zwängen materieller Existenz, gibt es zusätzliche Plackerei. Weiterlesen

eBooks: Pro-kontra-Streit geht am eigentlichen Problem vorbei

Reale Bücher zum Begreifen

Reale Bücher zum Be=greifen.
Bild: Heinz Knotek

Im Pro-kontra-Streit um eBooks haben hunderte Autoren sich über das Preis­diktat des Versandriesen Ama­zon zu Lasten des gedruckten Buches – ihrer gedruckten Bücher – empört. Einige wenige Auto­ren begrüßen Preisdiktat und Forcieren der E-Books durch Amazon. Sie ver­sprechen sich mehr und leichteres Veröffentlichen ihrer Schreib­resultate. Fühlt sich nach Besitzstands­konflikt an. Das ist aber nicht das eigentliche Problem. Tatsächlich beginnt offenbar die nächste Phase der Entstofflichung des Menschen. Der Streit über Ein- und Verkaufspreise, Honorare, Umsätze und Gewinne zeigt, dass beide Seiten Schriften vor allem als Handels­ware und Bücher als Vermittlungsmedium betrach­ten. Es wird dabei übersehen, das Geschriebenes, will man es begreifen und verinnerlichen, innerlich UND äußerlich BE=GRIFFEN werden muss. Das effektive Durchrauschen von Textpassagen auf einem verschmierten Display ist kein und verhindert BE=GREIFEN. Weiterlesen

Wasser – Metapher für den Weg

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Wasser wird in den Weisheitslehren aller Kulturen als alltagstaugliche Metapher für den Weg des spirituell Suchenden genutzt. In Asien etwa steht Wasser unter anderen für die Kraft des Yin das dem energetischen Yang entweder ausweichend Widerstand leistet oder mit ihm ergänzend verschmilzt. Weiterlesen