Gibts bald ‘ne Revolution? Bäng, bäng, bäng: was soll der Krach!

Die Zivilgesellschaft wird brüchig. Irgendwie geht es aber noch weiter. Kommt eine Revolution? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Die Zivilgesellschaft wird brüchig. Irgendwie geht es aber noch weiter. Kommt eine Revolution? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

„Die Revolution oder Berlin Tag und Nacht“ – Die Deutschrockgruppe KRAFTKLUB hält der vielgerühmten Zivilgesellschaft deut­scher Prägung mit ihrem aktuellen Hitparaden­stürmer „Schüsse in die Luft“ ein düsteres Abbild ihrer selbst vor. Mittels Internet-Technik gleichgeschaltete Jugendliche, mit Blödel-TV abgelenkte Massen und ein ängstlich um seinen Besitzstand besorgtes Kleinbürgertum bilden die Mehrheit einer Gesellschaft, in der Selbstbezug, Angepasstheit und kleinmütige Rezeption der herrschenden Innen- und Außen­politik prägend sind. Setzt Mitteleuropa gerade eine in der Menschheitsgeschichte bislang einmalige Phase weitgehender Fried­fertigkeit und wirtschaftlicher Beständigkeit aufs Spiel? Immer größere in prekären Verhältnissen lebende Massen, willige Unterordnung der Regierung unter das wirtschaftliche (TTIP), politische (Sanktionen gegen Syrien und Russland) und militätrische (NATO) Diktat des imperialen Wahns eines selbsternannten „Weltführers“ rücken längst überwunden geglaubte Dämonen eines barbarischen Umgangs von Völkern und Staaten miteinander und selbst den atomaren Untergang in mutmaßlich greifbare Nähe. Das wiederum erweckt den ebenfalls scheinbar überwun­denen Geist selbsternannter Weltverbesserer, die Kraft retrospektiver Idealisierung des 1989 implodierten Sozialismus-Experiments bei gleich­zeitiger Verharmlosung der bis dahin verübten nicht minder barbarischen Verbrechen auf neue revolutionäre Experimente hoffen. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Abgestürzter Seelenvogel

Ein mörderischer Knall. Die äußere Scheibe des Doppelglases ist zertrümmert. Noch an der heil gebliebenen Innenscheibe ist ein Abdruck des Kopfes erkennbar. Draußen aufgeregtes Kreischen. Unten liegt ein Greifvogel. Seltsam verrenkt, er muss tot sein. Am Himmel umkreist eine Horde Raben das Haus. Vielleicht wurde der JÄGER Greif von den Raben-RÄUBERN gejagt?

xl_greifVerletzt und mit blutendem Auge, dennoch unverdrossen dem INNEREN Ruf folgend. Bild: Kô-Sen

Nach einer halben Stunde der Impuls, noch einmal nachzusehen. Der Greif liegt noch immer unten. Als sich das Kameraauge auf ihn richtet, wendet er mit stechendem Blick plötzlich den Kopf. ER LEBT! Dann geht es ganz schnell. Die Nähe des Menschen da oben mag er überhaupt nicht. Benommen unternimmt er einen Flugversuch, der erst einmal misslingt. Dann reißt er all seine Kraft zusammen – und flüchtet auf einen Baum im Nachbargrundstück. Weiterlesen