Frühling lässt sein blaues Band … Karma weben

Frühling ist Sinneslust pur. Zumal wenn er so sommerlich warm ist, wie noch nie. Endlich ohne dicke Jacken ins Freie gehen können. Überall pralle Knospen. Und Miniröcke erfreuen den Mann im Menschen.

Frühlingstreiben © Kô-SenFrühling – kosmisches Symbol für ANFANG. (*)

Nach den Weisheitslehren1 ist das alles – erstens – Mara, also Täuschung und – zweitens – ein Symbol. Aber Symbol wofür? Weiterlesen

  1. Eine der großen Vermittlerinnen der Weisheitslehren, H. P. Blavatsky, hat heute vor 118 Jahren die materielle Ebene verlassen.

Der Rabe von Merseburg – einem Weisen in die Augen schauen

Er ist DIE Attraktion der Domanlage in Merseburg. Oder besser, SIE sind es. Aber beim Besuch war ER es, der einen ehrfurchtsvoll staunen lässt. Als ob die Rabengattin sich ihrer Nebenrolle taktvoll bewusst wäre, hielt sie sich im Hintergrund der großen Voliere.

The Raven, der Rabe © Kô-SenDer Rabe von Merseburg – in Wirklichkeit ein Weiser? Bild: Kô-Sen

Eigentlich sitzt das arme Vieh zur Strafe hier. Eine Art stellvertretende Sühne für einen Diebstahl den ein Artgenossen im 15. Jahrhundert vermeintlich begangen haben soll. Doch steht man dem Raben nur eine halbe Armlänge entfernt Auge in Auge gegenüber, getrennt lediglich durch eine kaum wahrnehmbare dicke Scheibe, kommt einem nicht jene Sage in den Sinn. Sondern die, wonach der Rabe Sinnbild für einen verkörperten Weisen ist. Weiterlesen

Was ist wirkliche Spiritualität?

Manchmal lässt sich etwas besser dadurch erklären, dass man beschreibt, was diese Sache NICHT ist. Seit je her war Spiritualität mit Äußerlichkeiten verbunden, zum Beispiel dem Tragen einer gelben Robe und dem Abhalten von Ritualen. Eine Person gilt als fromm, wenn sie Fastenzeiten einhält und regelmäßig einen Tempel, eine Moschee oder Kirche besucht. Ein solches Verhalten steht für wahre Spiritualität.

xl_wohlstandNicht der Wohlstand ist wahrer Spiritualität abträglich, sondern die falsche Haltung dazu. Bild: Kô-Sen

Doch Spiritualität im Sinne der Weisheitslehren ist weder Fasten, asketisches Zähmen des Körpers, Keuschheit und äußerlicher Verzicht auf Bequemlichkeit noch der Rückzug in einen abgelegenen Ashram oder ein Kloster. Wirkliche Spiritualität ist das, was uns der Erlangung der Einheit mit dem GÖTTLICHEN einen Schritt näher bringt. Weiterlesen

Es gibt kein ICH – ein Erfahrungsbericht

Zum Buch KOLLISION MIT DER UNENDLICHKEIT von Suzanne Segal

teaser_egoPersönlichkeit nur eine Maske?
Grafik: aus SPLENDOR SOLIS
von Salomon Trismosin (15. Jh.),
Reprint Privatbesitz

Besonders Intellektuelle reagieren empört, wenn in einer Diskussion über spirituelle Themen die These zur Sprache kommt, dass das ICH rein fiktiv, nicht existent also leer sei. Je mehr sich diese Leute für gut, kultiviert und gebildet halten, je heftiger die Gegenreaktion1. Hält man ihnen dann entgegen, dass soeben just ihr aufgeblähtes Ego so empfindlich reagiert und dass die Kultivierung eben dieser Illusion die Ursache der Leiden dieser Welt ist, wird das Gespräch meist abgebrochen. Wer sein ICH für eine reale Entität hält, sich hartnäckig weigert, dessen relative Realität nüchtern zu analysieren, der hat noch einiges an Erfahrungen im Daseinskampf nötig. Einer der bewegendsten Erlebnisberichte über das schwierige, letztlich aber befreiende, Erwachen zur ICHLOSIGKEIT enthält das Buch Kollision mit der Unendlichkeit von Suzanne Segal.

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  1. Hauptargument: Man sei doch nicht egoistisch. Doch das ist laut Weisheitslehren der größte Irrtum. Denn auch ein vermeintlich gutes oder nicht egoistisches ICH ist eben ein ICH, das eine Welt jenseits des ICHs impliziert, dazu die Trennung von der Einheit allen Seins erst erzeugt und diese dann mit aller Macht instand zu halten versucht.

Der Wert der Astrologie für Individuum und Gesellschaft

Zwar würzen seriöse Medien ihr Angebot gern mit Astrologie als unterhaltsame Boulevard-Zugabe. Als ernsthafter Aspekt der Welt der Erscheinungen wird sie dagegen nicht verstanden. Das gilt dann eher nicht mehr als seriös.

xl_radix2009Das Horoskop Deutschlands für 2009 bezogen auf die Hauptstadt Berlin. Grafik: Ko-Sen

Ein fataler Irrtum, wie der nachfolgende Artikel von Raymond A. Merriman zeigt, den wir in einem ausführlichen Auszug wiedergeben1. (Redaktion) Weiterlesen

  1. Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE, in deren Ausgabe Dezember 2008 / Januar 2009 der Beitrag veröffentlicht wurde.

Lebenszeit – Probezeit

In der GEHEIMLEHRE ist davon die Rede, dass sich das entwickelnde Ego auf seinem aufsteigenden Pfad durch alle subjektiven Erfahrungen hindurchbeißen muss, um schließlich von der großen Illusion separater Existenz frei zu werden.

Die Illusion des ich bin ichWas ist das wahre ICH? Bild: Ko-Sen

Konkret heißt das: Die subjektiven Erfahrungen auf den einzelnen Wahrnehmungsebenen sind solange zu durchlaufen, bis sich ihre Anziehungskraft erschöpft hat. Erst wenn dem Ego zum Beispiel Sinnengenuss, Besitzgier oder Machstreben nicht mehr „attraktiv“ erscheinen, lösen sich die Bindungen zu ihnen. Doch in einem Alltag, der die volle Kapazität der Sinne in Anspruch nimmt, in dem wir komplett von unseren persönlichen Vorstellungen absorbiert werden und uns tausend Nabelschnüre in lebendige Beziehung zu einer vermeintlich realen Welt bringen, scheint eine Überwindung der Bindungen schier unmöglich. Statt dessen hat es den Eindruck, immer neue Hindernisse und Bindungen würden sich dem Sucher unüberwindlich aufdrängen. Weiterlesen

Unsere Freunde und Feinde – alles selbst gemacht

Fast mag man die Leute beneiden, die sich dem Glauben an eine externe Erlösung ihres Daseins ergeben. Wenn es ihnen schon schlecht geht, bleibt wenigstens der Trost, mehr oder weniger schuldlos OPFER zu sein. Etwa des Teufels. Und wenn es ihnen gut geht, wird das Glück noch durch die Freude gesteigert, ein oder der GOTT würde sich die Ehre der persönlichen Gnade und Gunst erweisen.

Copyrights 2008 Ko-SenALLES ist selbst gemacht: Nicht immer so leicht auszumachen, wie bei Schleierwolken an einem ursprünglich glasklaren Sonnentag. Bild: Ko-Sen

Solch trügerischen Freuden kann der denkende Sucher nichts abgewinnen. Denn mit Selbst-Suggestionen gibt es kein Fortkommen auf dem Pfad. Es sei denn, man erkennt, dass ALLES Suggestion ist. Oder in den Worten Buddhas: Dein Mind erzeugt die Welt. Das Magazin THE THEOSOPHICAL MOVEMENT hat dazu in seiner Februar-Ausgabe einen Artikel mit praktischen Hinweisen veröffentlicht. Nachfolgend die deutsche Übertragung. Weiterlesen

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