Bodhisattva-Gelübde: Effektive, wenn auch unbequeme, Methode der Umkehr

Das Bodhisattva-Gelübde besteht – vereinfacht ausgedrückt – aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.

Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen

Zunächst mag das auf dem ersten Blick abgehoben klingen, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Wintersonnenwende: Gelegenheit längst Überfälliges anzufangen

Königin der Nächte“ bezeichnete eine Tageszeitung die längste Nacht des Jahres, die Wintersonnenwende1, zugleich auch der kürzeste Tag im Jahreslauf der Sonne. Das Weihnachtsfest, die mystische Geburt des Christkindes, ist bekanntlich eine grobe Adaption des in vielen Hochkulturen begangenen Sonnenkultes. Im Zentrum des Kultes steht die als Sonnengott (maskulin) kulthaft verehrte Sonne.

Jahreslauf der Erde um die Sonne, links außen Sommer auf der Nordhalbkugel, rechts außen Winter auf der Nordhalbkugel.
Grafik: gemeinfrei

Alles auf der Erde manifestierte Sein hängt vom Rhythmus der Sonne ab. Gemäß dem hermetischen Grundsatz SO OBEN – SO UNTEN hat die Wintersonnenwende OBEN auch in uns (UNTEN) ihre Entsprechung. Es liegt an uns, diesen kosmischen Impuls in uns „beim Schopfe zu packen“ und etwa beherzt die Gelegenheit zu nutzen, um längst Überfälliges anzufangen. Weiterlesen

  1. In 2011 am 22. Dezember, 6.30 Uhr

Thema verfehlt: Zeitung verwechselt After-Esoterik mit Esoterik

teaser_rafael.jpgEsoterik pur: Detail mit Py-
thagoras aus der SCHULE DER
ATHENER von Raffaello Sanzio,
1509.
Abb.: Public domain

Die Süddeutsche Zeitung hat am Wochenende auf der ansonsten für guten Journalismus berühmten SEITE DREI einen besonderen Klischeeeintopf angerührt und aufgekocht. Der Journalist Birk Meinhardt be­suchte dazu nach eigenen Anga­ben eine Esoterikmesse, bewegte viele Mails und hat in mindestens zwei Gasthöfen Stammtisch- Ergüsse mitgeschrieben. Das reichte ihm, um sich selbst zu bestätigen, was er offenbar schon erwartet hatte: Esoterik ist dubios und neigt zu rechtsradikalem Gedankengut. Vielleicht sollte Meinhardt (noch) einmal das gerade erschienene Buch über die Erfolgsgeschichte der SEITE DREI lesen. Dann hätte er vielleicht dem erhabenen Format und dem Leser seinen unsachlichen und lausig recherchierten Schreibversuch erspart. Dennoch reflektiert der Bericht Phänomene, die für den Sucher beachtenswert sind. Weiterlesen

Astrale Verseuchung (Astral Intoxication)

teaser_seuche.jpgAstrale Geister spielen gern vor
(Foto: Pixelio.de)

Wer merkt, dass das selbstgerechte Disputieren intellektueller Philosophen ohne jede transformierende Wirkung ist, mag sich nach mehr KONKRETER ERFAHRUNG auf dem Pfad umsehen. Da hört er dann von einer Organisation, wo der Graf Saint Germain regelmäßig höchst persönlich erscheint, wenn auch vielleicht nur wie ein waberndes Schemen. Aber immerhin. Oder er bekommt den Namen eines Mediums zugeraunt, wo man – wenn auch gegen Entgelt – nicht nur Saint Germain sondern auch Laotze über seine Hautprobleme befragen kann. Verlockend mögen auch Angebote klingen, zum Handaufleger zu werden. Oder wie man dieses oder jenes Chakra zum Tanzen bringen kann. Weiterlesen