Demokratie: „Schafe dazu bringen, ihre Schlachter selbst zu wählen“

Heidschnucken, besonders genügsame Schafrasse | Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Heidschnucken, besonders genügsame Schafrasse.

Die Demokratie – so kann man den Eindruck haben – ist für Deutschland bislang ein Segen gewesen. Warum eigentlich? Weil trotz schwerer Kriegsschuld Westdeutschland zum Wirtschaftswunderland mutieren durfte, nur wenige Jahre nach Auschwitz und „Plan Barbarossa“, und der dazu verordnete politische Überbau eine repräsentative Demokratie war? Für viele Hundertausende Menschen bedeutete „Demokratie“ weltweit aber den Tod. Denn im Namen der Demokratie wurden und werden Kriege geführt, ganze Landstriche zerbombt und blutig schwelende Fehden zwischen Bevölkerungsgruppen geschürt. Man kann also Demokratie ganz unterschiedlich wahrnehmen. Der Hochschulprofessor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel, Rainer Mausfeld, geht so weit, Demokratie als etwas zu beschreiben, dass „Schafe dazu bringt, ihre Schlachter selbst zu wählen“. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Meditation als Grundhaltung oder wie sich Möhren unfallfrei putzen lassen

Über The Yoga Aphorisms of Patanjali – Sure I.14

Jede Turnübung beginnt mit der Einnahme einer Grundhaltung. Bei genauer Betrachtung – ein allgemeines Prinzip. Denn was immer man im Alltag „beginnt“ beginnt mit einer kurzen oft kaum wahrnehmbaren Ausrichtung seiner selbst und der Dinge die dabei benötigt werden.

Programm „Möhren putzen“. (*)

Das ist wie, als ob man sich „programmieren“ würde. Lautet das Programm etwa „Möhren putzen“, werden erst Möhren, Brett und Messer bereitgelegt. Danach geht alles scheinbar wie von selbst vonstatten, vorausgesetzt, man hält sein Denken auf Abstand. Wer ohne „Program­mierung“ Möhren schneidet oder zwischendurch an anderes denkt – riskiert eine Schnittwunde. Sure I.14 der Yoga Aphorismen des Patanjali widmet sich diesem Aspekt der Praxis. Weiterlesen