Weihnachtsgeschichte – es kommt darauf an, was man daraus macht

Film- und Download-Tipp: Der Faktencheck mit Petra Gerster

Gerade bei Kindern wirkt es mächtig beeindruckend, wenn der Pfarrer mit ernstem Blick und Gefahr signalisierendem Tremo­lo in der Stimme in seiner Weihnachtsandacht den Massenmörder Hero­des erwähnt, wie der den mutmaßlich gerade geborenen „König der Könige“ – also Jesus von Nazareth – als potenziellen Konkur­ren­ten ausschalten will, indem er anordnet, im Land alle Kleinkinder unter zwei Jahren zu meucheln. Blöd nur, der Aufruf zum Kindermas­senmord ist reine Fiktion.

Heilige drei Könige, laut ZDF-Doku Erfindung frommer Gläubiger des sechsten Jahrhunderts, mit missionarischen Hintergedanken. (*)

Die zugleich unterhaltsame UND aufklärerische ZDF-Doku Das Geheim­nis der Geburt Jesu nimmt den Kinderschreckerzählungen im Namen des Kirchendogmas ihren Schneid ohne einem dabei gleich das Vergnügen an Krippen­spiel und Weihnachten auszutreiben. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Russlandkrise und TTIP – zwei Seiten einer Medaille

Aufstieg zum Abstieg? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Aufstieg zum Abstieg? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Schon beim ersten Morgenkaffee mit Blick in die Nachrichten-Feeds im neuen Jahr wird einem schlecht. Suggestive Wortspiele, Schüren von Feindschaft und Angst – Russland­krise und die „Annexion der Krim“. Weiter also im Propagandastil und mit offen hemmungsloser Feinbildpropaganda? Und das von einst für ihren investigativen system­kritischen Journalismus geschätzten Medien. Zugleich lässt eine erschüt­ternd maskenhafte Angela Merkel die „FDJ-Sek­retärin für SED-Pro­paganda“ raus. Wie schon 1989 hat Merkel wenig mit Demonstrationen von Mitbürgern zu tun. Man mag mit der PEGIDA-Aktion nicht sympathisieren. Aber zu respek­tieren hat man die beteiligten Menschen, wenn man selbst politischen Respekt verdienen will. Wenigstens fielen in der Silvesternacht auf Donezk keine Granaten der zukünftig „stärksten Armee Europas“. Was aber trügerische Stille vor dem Sturm sein könnte. Trügerisch auch die mediale Stille um TTIP, TiSA & Co, wo doch Russlandkrise und TTIP zwei Seiten einer Medaille sind: EU zum willfährigen Werkzeug des globalen Weltführers machen. Weiterlesen

Trinosophie als Symbol: Brief aus dem Gefängnis

Erläuterung zum ersten Kapitel der Trinosophie

Was bedeutet La Très Sainte Trinosophie? Nach Maria Szepes handelt es sich dabei um das philosophische und spirituelle Vermächtnis des Grafen von Saint Germain links_yellow.gif – des historischen wohl gemerkt. Erläuterungen zu religiösen Texten sind riskant, da stets das Abdriften in ein Vorgaukeln, man wäre irgendwie „wissend,“ besteht. Oder auch das Schwelgen in missionarischem Eifer.

The Cave © Kô-Sen/Trinosophie-BlogSelbst eine glückliche Inkarnation ist für die Seele einer Gefangenschaft in einer finsteren Höhle gleich. (Bild: Kô-Sen)

Der „Erläuterer“ muss sich dem Text nähern, als ob er eine Szene auf der anderen Seite einer stark befahrenen Straße beschreiben würde. Konzentriert, doch stets weitgehend distanziert. Das erste Kapitel ist ein Brief aus dem Gefängnis. Weiterlesen

Bischof Mixa – ein potentieller Großinquisitor?

Hetzerische Osterpredigt: Im Glashaus sitzend mit Steinen werfen

Man mag sich verdutzt die Ohren reiben: Allen Ernstes behauptet ein Vertreter ausgerechnet der Organisation, die wie keine andere im Namen Gottes und der Inquisition links_yellow.gif massenhaft mordete und morden ließ, weltweit ganze Völker und Volksgruppen über Jahrhunderte verfolgt und ausgerottet hat, Gottlosigkeit wäre ursächlich für das Massenmorden im Nationalsozialismus und Kommunismus verantwortlich. Das ist, als ob Bischof Mixa mit seiner Osterpredigt links_yellow.gif im Glashaus sitzend mit Steinen um sich werfen würde.

Jean-Paul Laurens, Le pape et l'inquisiteur Musée des Beaux-Arts de Bordeaux, 1882Der Großinquisitor und der Papst. Gemälde von Jean-Paul Laurens, 1882. Foto: gemeinfrei

Aber vielleicht ist das ja der Anfang einer längst überfälligen selbstkritischen Aufarbeitung der eigenen unrühmlichen Vergangenheit, inklusive der Verstrickungen im Nationalsozialismus. Bei der Gelegenheit könnte die katholische Kirche gleich die von der braunen Diktatur gern angenommene Segnung aufgeben: Das Eintreiben des Kirchenzehnten durch den Staat über die Lohn- und Einkommenssteuer! Doch das nur nebenbei. Weiterlesen

Begegnung mit echten Alchemisten?

Menschen, die sich mit Alchemie beschäftigen, haben eine Aura des Geheimnisvollen – nimmt man an. Doch zum Glück sind die Zeiten der Inquisition vorbei, als sich Forscher mit kryptischen Formulierungen vor dem tödlichen Fanatismus der Ketzerjäger schützen mussten. Auch besteht keine Gefahr mehr, dass gierige Geschäftemacher den Leuten mit dem Angebot, aus Schrott Gold zu machen, das Geld aus der Tasche ziehen. Das mit dem Schrott zu Gold regelt heute eine Abwrackprämie, zumindest für die Autoindustrie.

Karin und Christoph Proeller, Soluna, Wiesbaden März 2009, © Kô-SenEchte Alchemisten – sind heute solide Mittelständler. (*)

Man konnte daher gespannt sein, auf einer Heilkunde-Messe in Wiesbaden, die Macher von SOLUNA zu treffen. Weiterlesen

Geistige Wesen – Einbildung oder astrale Wirklichkeit

Wissenschaftler haben mit Verwunderung festgestellt, dass vor allem Kinder bis sieben Jahre häufig einen oder mehrere Begleiter im Geiste links_yellow.gif haben. Natürlich seien die Gefährten rein imaginär, denn die astrale Blaupause der materiellen Welt wird von den Forschern nicht als der „Urgrund materiellen Seins“ anerkannt, weil ihre astralen Sinne stumpf sind und man nichts glaubt, was nicht auch sezierbar wäre.

xl_spledor_solisGeistige – engelgleiche – Wesen wirken tatkräftig bei der alchimischen Transmutation des GROBEN ins SUBTILE mit; Emblem aus SPLENDOR SOLIS des Philosophen und Alchimisten Salomon Trismosin (15. Jh.)
Abb.: Reprint Privatbesitz

Immerhin wird aber inzwischen zugestanden, dass es keinen Anlass zur Sorge gibt, wenn sich Kinder mit ihren imaginären Gefährten einlassen. Das war nicht immer so. Weiterlesen

Papst lässt Hüllen fallen

teaser_schuhe.jpgSchöne rote Schuhe. Foto: privat

NEIN, NEIN – BITTE NICHT MISSVERSTEHEN! Gemeint ist der Ersatz des bisherigen Pallium durch ein schickes Neues. Das Neue ist zugleich etwas ganz Altes, auf eine Kleiderordnung aus dem neunten Jahrhundert Zurückgehendes. Back to the roots, sozusagen. Daher gab es im April oben drauf als neue Kopf- bedeckung eine weiße Oster-Mozzetta. Die Headline könnte also auch lauten: Des Papstes neue Kleider. Weiterlesen

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