Thema verfehlt: Zeitung verwechselt After-Esoterik mit Esoterik

teaser_rafael.jpgEsoterik pur: Detail mit Py-
thagoras aus der SCHULE DER
ATHENER von Raffaello Sanzio,
1509.
Abb.: Public domain

Die Süddeutsche Zeitung hat am Wochenende auf der ansonsten für guten Journalismus berühmten SEITE DREI einen besonderen Klischeeeintopf angerührt und aufgekocht. Der Journalist Birk Meinhardt be­suchte dazu nach eigenen Anga­ben eine Esoterikmesse, bewegte viele Mails und hat in mindestens zwei Gasthöfen Stammtisch- Ergüsse mitgeschrieben. Das reichte ihm, um sich selbst zu bestätigen, was er offenbar schon erwartet hatte: Esoterik ist dubios und neigt zu rechtsradikalem Gedankengut. Vielleicht sollte Meinhardt (noch) einmal das gerade erschienene Buch über die Erfolgsgeschichte der SEITE DREI lesen. Dann hätte er vielleicht dem erhabenen Format und dem Leser seinen unsachlichen und lausig recherchierten Schreibversuch erspart. Dennoch reflektiert der Bericht Phänomene, die für den Sucher beachtenswert sind. Weiterlesen

Auf den Spuren von Bodhisattvas: Meister Eckehart

Predigerkirche ErfurtTor zur Predigerkirche (*)

Im Vorwort des Bildbandes „Meister Eckhart und sein Kloster“ über die Predigerkirche in Erfurt heißt es1:

Auch im fernen Osten entdeckt man „Seelenverwandtschaft,“ obwohl Eckhart kaum mit buddhistischen Gedanken in Berührung gekommen sein kann….

Der Verfasser, ein evangelischer Pfarrer, darf sich hier von Amts wegen bestenfalls wundern. Lässt man hingegen die These gelten, dass es hoch entwickelte Seelen gibt, die Unsterblichkeit erlangt haben, sich also über den Zwang zur Inkarnation erhoben haben, und dass es aus dieser „Gruppe“ welche gibt, die freiwillig zu denen zurückkehren, die noch ans Rad gefesselt sind, um durch ihre Präsenz direkt oder indirekt den „Ge­fesselten“ bei ihrer Erlösung vom Zwang der Wiedergeburt beizustehen, dann war Meister Eckhart nicht nur in Kontakt mit buddhistischen Ge­dan­ken. Er war ein Gesandter Buddhas. Ein Bodhisattva. Weiterlesen

  1. aus: „Meister Eckhart und sein Kloster,” Freiburg i. B., 2003, Vorwort von Johannes Staemmler, Pfarrer in der Predigerkirche.

Konflikt Christentum-Islam: Wir ernten was wir säen

Nicht zu unrecht fragt Wolfgang Huber, Berliner Bischof und Ratsvor­sitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), auf dem Kirchentag in Köln Bekir Alboga, Dialogbeauftragter des türkisch-islamischen Moscheeverbandes Ditib, ob ihm jemand erklären könne, warum Frauen aus dem zentralen Gebetsraum von Moscheen ausgeschlossen seien.

xl_e_kirche.jpgLicht und Kirche. Welches Licht führt zu Gott? Bild: Ko-Sen

Allerdings: Ist die Frage wirklich aufrichtig? Oder: Wenn der Dalai Lama und der Papst sich treffen, als Religionsführer umarmen und dann öffentlich das Gemeinsame ihres Wirkens bekunden? Weiterlesen

Konzept der Herrschaft eines persönlichen Gottes – ein Fehlschlag

teaser_jesus.jpgMenschengemacht
(Foto: Pixelio.de)

Gott hat den Menschen schon viele Probleme bereitet. Oder besser: das von den Menschen erdachte KONZEPT von der Herrschaft eines PERSÖNLICHEN GOTTES. Der amerikanische Präsident hört nach seinen eigenen Worten Stimmen. Demzufolge weisen die ihn an, dies oder das zu tun. Etwa diesen oder jenen Kriegsherd vom Zaune zu brechen. Die Stimmen kommen von GOTT sagt er. Im Namen Gottes sprengen sich Menschen in die Luft – und nennen sich Gotteskrieger. Und meinen, danach im Paradies unter UNVERSCHLEIERTEN Schönheiten genüsslich schwelgen zu können. Meinen beide denselben Gott? Weiterlesen

ENVIRONMENT (Umstände)

By William Q. Judge

EnvironmentUngünstige Umstände
(Bild: Trinosophie-Blog)

Die Umstände sind daran schuld, wenn es schlecht läuft. Und wenn es gut läuft, sind wir stolz. Auf uns. Je mehr ein Sucher sucht, umso mehr bekommt er Gelegenheit, an seinen Umständen zu zweifeln. Eine Prüfung, an der zunächst fast niemand NICHT scheitert. Das Naturgesetz von Karma und Reinkarnation gibt eine zumindest plausible Erklärung. W. Q. Judge wurde von seinen Schülern um eine Erklärung gebeten, warum sie – aus ihrer Sicht – in so nachteiligen Umständen leben mussten. Damit andeutend, dass sie auf dem Pfad viel besseren Fortschritt machen würden, wenn doch nur die Umstände anders wären. EIN IRRTUM, wie der Artikel von W. Q. Judge zeigt. (Redaktion) Weiterlesen

Weihnachten 2006: „Christmas Then And Christmas Now“

In diesem Jahr haben die Produktmanager deutscher Baumärkte ganze Arbeit geleistet. Selbst in abgelegenen sonst eher tristen Dörfern können es sich die Leute leisten, ihre Häuser aufwendig mit Lichterketten zu schmücken.

xl_christkind_troedel.jpgChristkind auf dem Trödelmarkt (Foto: PixelQuelle.de)

Das kann teilweise makabere Züge annehmen. Etwa, wenn sich in der Nähe ein Bordell befindet. Das ist ganzjährig auffällig grell mit Lichterketten behangen. Zur Weihnachtszeit fällt ein solcher Bau plötzlich nicht mehr groß auf. Jetzt ist alles so geschmückt. Weiterlesen

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