Bühne des Lebens: Versuchung des Mitmachens

Tanzaufführung auf einer Bühne hinter Glas | Bild: HEINZ KNOTEK / TrinosophieBlog

Tanzaufführung auf einer Bühne hinter Glas. Die Zuschauer sehen sich indirekt selbst an. Noch bleiben sie ruhig auf ihren Plätzen sitzen. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Am Ende hielt es der Zuschauer nicht länger auf seinem Sitz aus. Alle Hemmungen fallen lassend stürzte er auf die Bühne und begann gestikulierend in das Geschehen einzugreifen. Die Schauspieler auf der Bühne hielten den Eingriff für eine spontane Idee der Dramaturgie und dachten, der Eindringling wäre ein Schauspielerkollege. Sie versuchten daher, den eingespielten Ablauf mit möglichst allen Mitteln beizubehalten, denn andere Regieanweisungen gab es nicht. Wieder hatte es eine Seele erwischt, war Opfer des von ihr selbst auf der Bühne des Lebens inszenierten Dramas geworden, war Versuchung des Mitmachens erlegen. Womöglich wird es Äonen dauern, bis sie benommen erwacht um zu erkennen, sich mit einem Bühnenspiel identifiziert zu haben. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Our God and other Gods (Unser Gott und andere Götter)

Von Robert Crosbie (1849 – 1919)

teaser_gott.jpgAuf welchen Gott zielt die
Kirchturmspitze?
(Bild: Ko-sen)

Weihnachten ist die Zeit, sich Gott zu erinnern, ihn anzurufen, seinen Segen zu erbitten. Dabei werden viele Fragen ausgeklammert oder es wird so getan als ob es gar keine Fragen gibt. Etwa, welcher Gott gemeint ist. Ein Pfarrer ging in einer Andacht soweit, fordernd anzukündigen, zukünftig werde man den Menschen an seiner Haltung zu Gott messen. Seine Predigt bezog sich dabei nicht etwa auf Mitgefühl oder das eigene Denken, Reden und Handeln, das es zu reformieren gelte. Er bezog sich vor allem auf das Glaubensbekenntnis zu SEINEM Gott. Natürlich ging er dabei mit keinem Wort darauf ein, dass im Namen SEINES Gottes die Weltmacht USA – wieder einmal – den Tod Hunderttausender zu verantworten hat. Im Irak etwa. Der nachfolgende Text wird niemanden erreichen, der selbstgerecht seinen Glauben für EXKLUSIV hält und damit den Anderer für minderwertig oder gar Aberglauben. Wer aber von so viel Fragenlosigkeit um ihn herum etwas müde und erschöpft ist, mag sich an den Worten laben. Die immerhin auch aus Amerika stammen. (Redaktion) Weiterlesen

Buddhismus aktuell: Mein Land, mein Volk, meine Pflicht

Teil 1 der Serie: Mein Land – meine Familie – mein Ich

Land, Familie, Ich geben der Seele Orientierung, auch und gerade, wenn man wie im Buddhismus, zu starke Bindungen als  hinderlich ansieht. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Land, Familie, Ich geben der Seele Orientierung, auch und gerade, wenn man wie im Buddhismus, zu starke Bindungen als hinderlich ansieht. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Leben ist Leiden und das was wir als reale Welt betrachten ist eine Projektion unseres Denkvermögens, also Illusion (maya). Starke Anhaftung an mental-körperliches Sein setzt starke karmische Energie frei und bindet damit die evolvierende Seele an das Rad der Wiedergeburt. Vereinfacht und verkürzt ist das die Philosophie des aus der Hindu-Tradition hervorgegangen Buddhismus. Doch selbst im Buddhismus, wo man Bindung an Land, Familie und das eigene Ich als Hemmnisse auf dem Weg zur Erlösung sieht, werden Land, Familie und inkarniertes Ich als kostbares Gut gesehen, dass es zu schützen und zu verteidigen gilt. Weiterlesen

Wasser – Metapher für den Weg

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Wasser wird in den Weisheitslehren aller Kulturen als alltagstaugliche Metapher für den Weg des spirituell Suchenden genutzt. In Asien etwa steht Wasser unter anderen für die Kraft des Yin das dem energetischen Yang entweder ausweichend Widerstand leistet oder mit ihm ergänzend verschmilzt. Weiterlesen

Karma und freier Willen: Gehen oder Bleiben?

Universalität ist prägendes Merkmal von Naturgesetzen. Eine reife Frucht fällt vom Baum nach unten. Egal wo der Baum wurzelt, wer ihn einst gepflanzt hat oder wer die Früchte einsammelt. Das am Baum Bleiben oder Herabfallen bestimmen in einem geheimnisvoll universellen Zusammenspiel der Reifegrad einer Frucht und die Gesetze der Schwerkraft.

Apfel-Karma: Supermarkt. Bild: Heinz Knotek

Apfel-Karma: Supermarkt. Bild: Heinz Knotek

Wäre die Frucht ein die Dinge hinterfragender Mensch, würde sie den Lauf der Dinge – das Reifen, die Ahnung vom baldigen Fall, das unvermeidliche und doch nicht exakt vorhersehbare Lösen vom Ast, die Ungewissheit, wie es danach weitergeht – versuchen zu ergründen und zu verstehen. Reife und Fall unterliegen dem universellen Naturgesetz von Ursache und Wirkung – also KARMA. Der Menschen hat aber, anders als etwa der Apfel, einen freien Wille. Sollte er daher sein Gehen und Bleiben nicht selbst bestimmen (können) und sich von den Zwängen des Universellen entledigen? Weiterlesen

Oma und Opa sind schuld! Doch warum sind sie meine Großeltern?

Familientherapien aus Sicht von Ursache & Wirkung (Karma)

Probleme von Eltern und Großeltern - Ursache für Probleme ihrer Kinder und Enkel? Bild: Heinz Knotek

Probleme von Eltern und Großeltern – Ursache für Probleme ihrer Kinder und Enkel? Bild: Heinz Knotek

Für viele gesund­heit­liche Probleme phy­sischer und psychi­scher Natur lassen sich Zusam­men­hänge zu schwierigen fami­li­ären Verhältnissen finden, die vor allem in der Kindheit einen Menschen beeinflusst wenn nicht trau­matisiert haben. Oft ist er­kenn­bar, wie sich bestimmte Verhaltensmuster von Mit­glie­dern des Familien­ver­bandes auf die nächste und sogar übernächste Genera­tion übertragen. Zum Beispiel vermag eine unterschwellig gewalt­orien­tierte Verbindung von Großeltern etwa die Bindungsfähigkeit des Enkels beeinträchtigen. Sowohl wissenschaftlich anerkannte also auch nicht anerkannte Thera­pien versuchen Leidende in solchen Fällen über eine „innerliche Aussöh­nung“ mit den vermeintlichen Verursachern – etwa Oma und Opa – zu therapieren. Doch das ist bestenfalls Symptom­be­handlung. Die karmischen Ursachen bleiben unberührt. Weiterlesen

Wird in der Türkei der arabische Pseudo-Frühling zum echten Muslimischen Frühling?

Marodeure und Kombattanten nennt Recep Tayyip Erdoğan, gegenwärtig Ministerpräsident der Türkei, geringschätzig die jungen Demonstranten, die vor allem in Istanbul aber auch in anderen Regionen des Landes die drohende Fällung von einigen Bäumen als Anlass zum friedlichen Protest gegen die Erdoğan-Administration nutzen, die ihrer Meinung nach schleichend die Islamisierung der Gesellschaft vorantreibt.

Taksim-Platz
[mygp_map]

Gerade noch hat sich Erdoğan vehement zum Fürsprecher echter Maro­deure und Kombattanten gemacht: unter dem Deckmantel „arabischer Frühling“ wurden und werden mordende Banden ins Nachbarland Syrien geschleust. Plötzlich kehrt sich alles um. Erdoğan sieht sich selbst pro­tes­tierenden Massen gegenüber. In der Türkei könnte aus dem ara­bi­schen Pseudofrühling ein echter Frühling werden, ein muslimischer. Weiterlesen

Seiten: 1 2 3 4 5 ... 11 12 Vorwärts