Beziehungs-Karma vs. Karma-Beziehung

Eine philosophische Phantasie über wahre Liebe

Nirgendwo sonst sind wir nachhaltiger empfänglich für karmische Impulse als in der Beziehung zu einem Partner. Weder Freunde noch Arbeitskollegen oder Familienmitglieder kommen uns gleichzeitig auf wirklich ALLEN Ebenen – der seelischen, mentalen, emotionalen und astral/physischen – so nahe wie unser Partner.

Giftpilz (Symbolbild). Astrale Kräfte können auch vielversprechende Karma-Beziehungen vergiften. (*)

Jeder aufrichtige Sucher weiß, oder sollte wissen, dass mit dem inneren Entschluss, mehr der Seele als dem Ego zu folgen, ein beschleunigter Reifeprozess seiner „karmische Früchte“ in Gang gesetzt wird. Über ihr Beziehungs-Karma sind Sucher daher bevorzugt Prüfungen ausgesetzt. Zumeist geht es um widerstreitende astrale Kräfte, die in der eigenen Aura und der des Partners schlummern und – einmal erweckt – irritie­rende Reaktionen auslösen können. Wie es in einer Karma-Beziehung zugehen kann, zeigt die Brit-Pop-Band MUSE mit einer kunstvollen Allegorie in ihrem aktuellen Stück MADNESS. Weiterlesen

Karma-Amateure

INVESTING IN KARMA: WHEN WANTING PROMOTES HELPING, eine Studie von Benjamin A. Converse u. a. veröffentlicht in PSYCHOLOGICAL SCIENCE, offenbart einmal mehr das immer gleiche Dilemma der so genannten „exakten Wissenschaften“. Selektive Analysen auf der Basis klischeehaft reduzierter Konzepte der Weisheitslehren alter Hochkulturen werden benutzt, um vor allem das eigene Weltbild zu bestätigen.

Karma = Handlung. Weder gut noch böse. So wie die Wellen einer Wasseroberfläche, die entstehen, wenn die Grenzschicht des Wassers von oben oder unten (wie hier) berührt wird. Oder auch Ursache und Wirkung. (*)

Lässt man die bemühten Schlussfolgerungen der „Karma-Amateure“ um Benjamin A. Converse jedoch beiseite und konzentriert sich allein auf die Studie, lassen sich dennoch interessante Einblicke in die Psyche des westlichen Denkers gewinnen: Ganz am Schluss, wenn nur noch das Hissen der weißen Fahne bleibt, im Zustand völliger Selbstübergabe an ein höheres Prinzip, dann kann selbst das aufgeblähteste Ego Mitgefühl und Selbstlosigkeit entwickeln. Das eigentliche Ergebnis der Studie: Schicksalsschläge erhalten eine völlig neue Bedeutung. Weiterlesen

Vorsicht, Brandstifter unterwegs

Atlantis, die mystische Zivilisation, angeblich unser zivilisatorischer Vorgänger, wurde der Legende nach durch WASSER vernichtet. Karmischer Grund: massiver Missbrauch astral-magischer Kräfte, von denen das AKTIVE DRITTE AUGE ein physischer Ausdruck gewesen sein soll.

Kali Yuga – da hilft keine Feuerwehr... (*)

Uns, Kindern des Kali Yuga, des eisernen Zeitalters, steht demnach ein Untergang durch FEUER bevor. Grund: massiver Missbrauch der mentalen Kräfte. Sollte da etwas dran sein? Jedenfalls rennen gerade erschreckend viele potentielle Brandstifter herum, die mit Worten und Taten zündeln. An vielen Stellen brennt es schon. Weiterlesen

Merkel-Administration: Eine Ich-Will-Diktatur?

Gertrud Höhler hat aufgeschrieben, was sehen kann der sehen will1.

Angela Merkel (2010).
Foto: Armin Linnartz

Schon vor gut einem Jahr wurde an dieser Stelle auf die verhängnisvolle Langzeit­wirkung links_yellow.gif des Regierungsstils von Angela Merkel für die deutsche Demokratie hingewiesen. Kürzlich konnte Merkel unwidersprochen verkünden:

Ich will, dass Griechenland im Euro-Raum bleibt!

Der unverhohlene Wechsel vom WIR zum ICH ist typisch für den Regierungsstil Merkels. Das WIR einer Koalition oder eines Parlamentes ver­kommt jeweils zum „Abstimmvieh“ wie es einmal sinngemäß eine Parteikollegin von Merkel beschrieben hat. Die ehemalige Kommunikationsberaterin Gertrud Höhler hat in dem Buch DIE PATIN die lähmende und deformie­rende Wirkung der Merkel-Administration auf die europäische Demokra­tie scharf gezeichnet – und wird dafür persönlich von den „seriösen“ Medien angefeindet. Dieselben Medien, von denen einige obiges Zitat von ICH WILL nicht etwa kritisch kommentierten, sondern in voraus­ei­len­dem Gehorsam in ICH MÖCHTE weichgespült haben. Gleichschaltung der Presse gilt als Anzeichen einer Diktatur. Weiterlesen

  1. Gertrud Höhler, DIE PATIN, Wie Angela Merkel Deutschland umbaut, Zürich 2012, 295 Seiten, Euro 21,95

Party-Patriotismus geht die Luft aus, Glück gehabt!

Nicht auszudenken – Heerscharen von siegestrunken lauten Deutschen in „Kriegsbemalung“ ziehen durch Warschau oder Kiew. Das letzte Großereignis deutscher Siegesfreuden hatten die polnische und ukrainische Hauptstadt im Zweiten Weltkrieg zu ertragen; im Zuge der Eroberung durch Soldaten der faschistischen Wehrmacht. Miesepeterei? Mitnichten. Party-Patriotismus ist Nationalismus, haben Sozialwissenschaftler nachgewiesen.

Nationalstadion Warschau. Foto: Mateusz Włodarczyk

Rufe wie „Sieg! Sieg!“ haben im Wesentlichen die gleiche Triebquelle wie der fatale Ausruf „Sieg Heil!“. Vordergründig ist alles nur Spaß und ungeheuer lustig. Das dachten womöglich auch die brüllenden Massen von 1933. Die grotesk feindselige Reaktion vieler Fußballfans auf den lächelnden TAGESTHEMEN-Moderator deutsch-italienischer Abstammung Ingo Zamperoni nach dem 0:2 gegen Italien zeigen beispielhaft, dass hinter der Spaßfassade sehr wohl der Dämon der Fremdenfeindlichkeit und ethnischen Ausgrenzung lauert. Weiterlesen

Gauck und Merkel – die neuen Mauerbauer

Schlecker-Filiale: verschlossen und verrammelt. Bild: Heinz Knotek

Schlecker-Filiale: verschlossen und verrammelt. Bild: Heinz Knotek

Ob den 10.000 entlassen­en, vornehmlich weiblichen und schlecht bezahlten, ehemaligen Schlecker-Mitarbeitern noch die selbstgerechte Gutsherren-Rhetorik von Bundespräsident Gauck anläss­lich seiner Amtseinführung in den Ohren klingt? Die Worthülse „voller Stolz auf die Demokratie zu sein, Mut für die Zukunft und Vertrauen in sich selbst haben“ dürfte dann ihre Verbitterung eher noch verstärken. Zu Schlecker fällt Gauck gerade keine neue Wortgewaltigkeit ein. Dafür dem Kopf vom politischen Wesen, dessen machtpolitischen Wurmfortsatz Gauck verzückt in seinem neuen Amt repräsentiert. Bundeskanzlerin Merkel findet es gut, den 10.000 Schlecker-Mitarbeitern eine Übergangs­regelung zu verweigern: „Eine Transfergesellschaft ist ein Mittel aus einer anderen beschäftigungspolitischen Zeit1“. Gauck und Merkel erweisen sich damit als die neuen Mauerbauer der Gesellschaft. Weiterlesen

  1. Ob sich Merkel dabei auf die SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT der Vorwendezeit bezieht, die sie aus eigenem Erleben nicht kennt, da sie zu der Zeit dem SED-Regime als Propaganda-Funtionärin diente?

Wahn eines selbsternannten Okkultisten und begnadeten Malers

Ein spannender Biografie- und Historienkrimi zu Nikolai Roerich

Nikolai Roerich (1874-1947). Abb.:
Einband des besprochenen Buches

Was ist ein Okkultist? „Eine Biografie erschließt den Maler und Okkultisten Nikolai Roerich…1“ – so die Headline einer großen Zeitung zu ihrer Re­zen­sion eines Werkes, das eher ein Biografie- und Historienkrimi ist. Bezüg­lich Roerichs Okkultis­mus-Neigung beweist das Buch von Ernst von Waldenfels eher das Gegenteil. Der russische Maler Nikolai Roerich wäre gern einer gewesen. In Wirklich­keit war er das trau­rige Opfer des „Familienorakels Morya“, eines astralen Dämonen, der sich jahr­zehntelang über die mutmaßlich lädierte Psyche seiner Frau Helena vermittels Rücken von Tischen, Visionen und automa­tischem Schreibens manifestierte. Ein Wahn, dem neben Roerich noch zahlreiche andere Menschen erlagen und bis heute erliegen. Weiterlesen

  1. Süddeutsche Zeitung, 17. Januar 2012
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