Bodhisattva-Gelübde: Effektive, wenn auch unbequeme, Methode der Umkehr

Das Bodhisattva-Gelübde besteht – vereinfacht ausgedrückt – aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.

Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen

Zunächst mag das auf dem ersten Blick abgehoben klingen, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen

EKÔ-Haus Düsseldorf: Buddhistischer Kraftort der Stille

Rheinländer gelten als bodenständig und rational. In Düsseldorf, der Landeshauptstadt von NRW, gesellt sich zu dieser mentalen Grundhaltung noch künstlerischer Feinsinn und kaufmännisches Geschick hinzu. Außerdem ein Hauch proletarischer Ruhrpottmentalität – Düsseldorf liegt am südwestlichen Rand des Ruhrgebiets.

Eko-Haus Düsseldorf, Lotosblüte, buddhistischer TempelLotosblüten inmitten der Parkanlage des Düsseldorfer Zen-Tempels. Bild: Ko-Sen

In diesem eher materialistischen Umfeld existiert und gedeiht ein bemerkenswerter Kontrast, ein Ort innerer Kraft und irrationaler Stille: Das EKÔ-Haus, ein japanischer Tempel buddhistischer Prägung. Weiterlesen

Bezahlte Magie ist schwarze Magie

In den Weisheitslehren wird generell vor magischen Praktiken gewarnt. Demnach ist letztlich jeder Trick, mit dem die Persönlichkeit versucht, sich gegen andere Persönlichkeiten abzugrenzen oder persönliche Vorteile zu erlangen, eine Form schwarzer Magie.

Copyrights 2008 Ko-SenDas ausgeprägte lunare Wesen von Katzen macht sie zu idealen Trägern magischer Praktiken. Bild: Ko-Sen

Da der Durchschnittsbürger seine mentalen Kräfte – wenn überhaupt – nur reflexartig und unbewusst einsetzt, bleiben die Heerscharen seiner feindseligen Gedanken, üblen Wünsche und gemeinen Flüche zumeist wirkungslos für die Adressaten. Das ändert sich, wenn BEWUSST Rituale durchgeführt oder gar gegen Entgelt in Auftrag gegeben werden. Dann hat man den LINKEN PFAD der schwarzen Magie betreten. Das kann schneller gehen, als man denkt, wie die nachfolgende Erzählung zeigt. Weiterlesen

Buddhismus ohne Denken – Windelweiche Religion und flacher Wellness-Kult

Bei einem seiner Besuche im Tibetischen Zentrum Hamburg warnte der Dalai Lama in den 1990er Jahren die deutschen Mönche und Nonnen, die kahl geschoren und schulterfrei im safranfarbenen Gewand seiner harrten, dass man sich nicht zu sehr auf die äußere Form des Buddhismus konzentrieren solle.

Copyrights 2008 Ko-SenIm Westen ist der Buddhismus hipp wie ein Marken-Turnschuh geworden – zu Lasten seiner reformatorischen Kraft. Bild: Ko-Sen

Sinngemäß sagte er, dass es nicht so sehr auf Kutte oder Glatze ankommt, sondern auf die Geisteshaltung, die jemand hat. So könne auch das Scheren der Haare oder das Tragen einer traditionellen in Asien üblichen Kleidung nicht vor Anhaftung, Egoismus und anderen schlechten Eigenschaften schützen. Im Gegenteil. Daraus könnten neue Anhaftungen entstehen. Weiterlesen

Buddha-Dharma angewandt: Auf sein Recht verzichten

Eine Erzählung

Beim dritten Mal schrieb ich mir das Kennzeichen auf. Ab dann, wann immer der alte Polo sich näherte – immer zu dieser Zeit an dieser Stelle, fast jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit – drosselte ich die Geschwindigkeit, fuhr möglichst rechts. Und wurde jedes Mal zorniger, schmiedete Angriffspläne.

Copyright 2008 Ko-SenBluthundes des Karmas – nicht einlassen, wenn es nicht sein muss.
Bild: Ko-Sen

Schließlich wurde mein Leben bedroht. Und vermutlich auch das jedes anderen Autofahrers, dem der Typ auf den engen waldigen Straßen entgegen fuhr. Reine Menschenliebe wäre es also, auf mein Recht zu bestehen, dass die Gefährdung meiner Person unterbleibt und bei der Polizei eine Anzeige zu erstatten. Weiterlesen

Der Tibet-Konflikt und das Prinzip Teile und Herrsche

Kein aufgeklärter Deutscher käme heute auf die Idee, etwa das im Zuge des Zweiten Weltkriegs verlorene Königsberg zurück haben zu wollen. Für die noch lebenden Königsberger mag die nach dem Prinzip Teile und Herrsche beschlossene Grenzziehung eine schmerzliche Wunde bleiben. Für die politische Realität des XXI. Jahrhunderts ist und bleibt Königsberg ein irreversibles historisches Relikt. Ähnliches gilt für das Sudetenland oder ehemalige deutsche Gebiete in Polen.

xl_monks.jpgLamas at the Rumtek monastery in Sikkim. Bild: Creative Commons/Amar, May 2005

Merkwürdig nur, dass viele dieser aufgeklärten Menschen, wenn es um den Tibet-Konflikt in China geht, plötzlich für rechtmäßig halten, was sie im Falle ehemaliger Ostgebiete und der Vertriebenen zu Recht als reaktionär und revanchistisch verurteilen. Weiterlesen

W. Q. Judge (1851 – 1896): IN A BORROWED BODY

Copyrights 2008  public domain, color: Ko-SenWilliam Q. Judge
Foto: Public Domain

Dass W. Q. Judge (1851 – 1896) ein Mystiker war, den man gut und gerne einen SEHENDEN und WISSENDEN nennen kann, ist kaum bekannt. Ebenso wenig sein Œuvre, das aus einigen wenigen Büchern und einer umfangreichen redaktionellen Tätigkeit als Herausgeber u. a. des Magazins THE PATH besteht. Am 21. März 1896 hat Judge viel zu früh die materielle Ebene verlassen. Seine Texte lesen sich auch heute noch als liebevolle Handreichung des Lehrers für Rat suchende Schüler. Und sie sind unverändert brandaktuell. Die Texte von Judge beschäftigen sich zumeist mit konkreten Aspekten der Transfiguration. Seine Bücher Letters That Have Helped Me links_yellow.gif und The Ocean of Theosophy links_yellow.gif sind esoterische Klassiker. Ersteres – ein Briefwechsel mit Schülern – ist ein Kompendium zum Umgang mit Fallstricken auf dem Pfad. Letzteres ist eine gut leserliche Zusammenfassung der oft und gern verdrehten Lehren von H. P. Blavatsky und der sie inspirierenden Mahatmas. Weiterlesen

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