Stille Einsicht und schrittweise Loslösung führen zur WAHRHEIT

Über Yoga Aphorisms of Patanjali – Sure I.13

Einsicht finden. Bild: Heinz Knotek

Einsicht finden. Bild: Heinz Knotek

Die Wahrheit hinter allen flüchtigen Formen zu erkennen ist es was den Sucher auf dem Pfad „reizt“. Vor allem am Anfang des Pfades. Doch da offenbart sich schon die erste Fallgrube. Denn unser Ego, also die aktuelle flüchtige Manifes­tation unseres SELBST, findet das „reizend“. Also fängt es an, ehrgeizig an sich zu arbeiten.

Es meditiert, betreibt Konzen­trationsübungen, ernährt sich strikt vegetarisch – alles ziel­gerichtet und mit Vehemenz. Doch bestenfalls wird dadurch der Körper nur etwas kraftvoller und das Denken im alltäglichen Da­seins­kampf etwas schärfer. Wahrheit taucht keine auf. Denn nicht for­ciertes Tun des Egos, sondern stille Einsicht in dessen mentale Un­ruhe und emotionales getrieben Sein führen zur Wahrheit. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Der Tibet-Konflikt und das Prinzip Teile und Herrsche

Kein aufgeklärter Deutscher käme heute auf die Idee, etwa das im Zuge des Zweiten Weltkriegs verlorene Königsberg zurück haben zu wollen. Für die noch lebenden Königsberger mag die nach dem Prinzip Teile und Herrsche beschlossene Grenzziehung eine schmerzliche Wunde bleiben. Für die politische Realität des XXI. Jahrhunderts ist und bleibt Königsberg ein irreversibles historisches Relikt. Ähnliches gilt für das Sudetenland oder ehemalige deutsche Gebiete in Polen.

xl_monks.jpgLamas at the Rumtek monastery in Sikkim. Bild: Creative Commons/Amar, May 2005

Merkwürdig nur, dass viele dieser aufgeklärten Menschen, wenn es um den Tibet-Konflikt in China geht, plötzlich für rechtmäßig halten, was sie im Falle ehemaliger Ostgebiete und der Vertriebenen zu Recht als reaktionär und revanchistisch verurteilen. Weiterlesen

Die Sehnsucht nach dem Sinn

Meist kommt die Sehnsucht nach dem Sinn erst dann auf, wenn alles Erreichbare erreicht und nach längerem repetitiven Genuss dessen flüchtiges Sinn-Potenzial realisiert wurde. Da sich dieses Ereignis im Schnitt etwa in der Lebensmitte ereignet wird das Phänomen auch „Midlife Crisis“ genannt oder besser als solches diskreditiert. Denn eigentlich fängt mit der Sinnsuche und dem kritischen Hinterfragen des eigenen Treibens selbstbewusstes Leben erst an, wofür es in der statistischen Mitte der physischen Lebenszeit schon etwas spät ist.

Sehnsucht nach Freiheit, eine Form der Sinnsuche. Foto: gemeinfrei

Denn leider hat dann auch schon die Leistungsfähigkeit des aktuellen Seelengewandes, des Körpers, mehr als die Hälfte seiner Leistungs­fähigkeit eingebüßt. Daher der volkstümliche Spott über mittelalte Männer mit 30 Jahre jüngeren Frauen oder die plötzliche Selbstverwirk­lichungswut von Frauen jenseits der Menopause. Weiterlesen

Auferstehung von den Toten – „lediglich“ eine Frage richtigen Denkens

Vor allem Wünsche und Begierden treiben uns an und halten uns auf Trapp. In dem unterscheiden wir uns kaum von unseren – evolutionär betrachtet – jüngeren Geschwistern, den Tieren. Doch anders als Hund, Vogel oder Ratte können wir mit Hilfe unseres Gehirns jederzeit aus dem Begierden-Kreis von Vorlieben und Abneigungen heraustreten und die Daseinsebene des DENKENS betreten.

Auferstehung von einem tod-ähnlichen Leben? Ist vor allem eine Frage des richtigen Denkens. (*)

Gelingt das nachhaltig und vollkommen bewusst, dann nähert man sich der unsterblichen Seele. Echte „Auferstehung von den Toten“ wäre demnach „lediglich“ eine Frage richtigen Denkens. Weiterlesen

Die zwingende Macht des rotierenden Rades

Nach der These von KARMA und REINKARNATION ist der Mensch durch die zwingende Macht von wie Räder rotierenden Zyklen gebunden. Doch wie entsteht die Bindung? Und lässt sie sich überwinden?

Mysterium Rad © Kô-Sen 2009Faszination drehendes Rad. (*)

In ihrer modernen Interpretation der Geheimlehre von H. P. Blavatsky, MAN, THE MEASURE OF ALL THINGS, werfen die Engländer Sri Krishna Prem und Sri Madhava Ashish ein Licht auf das Mysterium des „ans Rad geketteten Menschen.“ Weiterlesen

Wahrheit findet sich nicht in Büchern

Mit Auszügen aus „Initiation into Yoga“ von Sri Krishna Prem

teaser_last-pageDie letzte Seite von La très Sainte
Trinosophie – bis heute nicht
entschlüsselt.
Grafik (*)

Der Papst mahnt zur Bibeltreue, muslimische Gelehrte predigen Gläubigen, ihr Leben ganz nach dem Koran auszurichten. Auch Esoterikern sind Bücher wichtig. Gehören sie der einen oder anderen Glaubensrichtung an, wird diese sehr wahrscheinlich in „heiligen“ Texten beschrieben, die einmal ein Guru oder Gründer aufgeschrieben hat. Als religiös oder spirituell gelten Bücher in der Regel nicht wegen ihres anerkannt göttlichen Gehalts, aus dem dann eine höhere Herkunft geschlossen wird. Es ist umgekehrt. Weil behauptet wird, ein Buch sei göttlichen oder „geistigen“ Ursprungs, wird gefolgert, der Inhalt müsse religiös und damit WAHR sein. Auf diese Weise kann der größte Unfug oder jede unlogische und falsche Behauptung zum religiösen Dogma werden. Wer in Büchern nach DER WAHRHEIT sucht, wird daher fehlen. In seinem Werk INITIATION INTO YOGA begründet Sri Krishna Prem, warum das so ist und was „heilige Schriften“ wirklich bedeuten.

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Religiöser Fanatismus: Kein Kulturkampf der Religionen sondern Ausdruck heimlichen Zweifels am eigenen Glauben

Malaysias Glaubenshüter haben Yoga verboten1,“ lautete eine der ersten Meldungen im neuen Jahr. Es würde den Islam verwässern und überhaupt stünde alles was der Mensch in allen Lebenslagen braucht im Koran. Für die Malaysier, etwa zwei Drittel sind Muslime, ist diese Fatwa2 bindend. Zuwiderhandlungen sind Sünde und im Zweifel strafbar.

xl_booksBücher – auch so genannte heilige – sind vom Menschen gemacht.
Bild: Ko-Sen

In der Welt des Kirchenchristentums gibt es keinen Grund über so viel Kulturfeindlichkeit die Nase zu rümpfen. Weiterlesen

  1. Süddeutsche Zeitung: Dehnübung für die falschen Götter
  2. FATWA: islamisches Rechtsgutachten, das in der Regel mit einem Verbot oder einem Bann einhergeht.
Seiten: 1 2 Vorwärts