Buddha, Dharma – Heimat

Buddhisten achten und verteidigen Tradition, Familie und Nation | Foto: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Buddhisten achten und verteidigen Tradition, Familie und Nation – wo immer sie inkarniert sind.

Natürlich heißen die Drei Juwelen des Buddhismus korrekt BUDDHA, DHARMA, SANGHA. Die beiden ersten „Juwelen“ sind allgemeinverständlich. BUDDHA bezieht sich auf den großen Hindu-Reformator, DHARMA bezeichnet die von Buddha mündlich überlieferten Lehren – aufgeschrieben Jahrhunderte nach seinem physischen Weggang. Und SANGHA? Sangha bedeutet in buddhistischer Terminologie „Versammlung“, „Menge“ oder „Gemeinschaft“. In einem weiteren Sinne steht es für Familie, das eigene Volk, die ganze Menschheit, alle fühlenden Wesen. Buddhisten sind daher nativ Patrioten. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Sucher auf dem Pfad: Lass schlafende Hunde ruhen (Let sleeping dogs lie)!

Einmal von der Vorstellung angesteckt, dass die vielen Geschichten über Unsterblichkeit nicht nur suggestive Allegorien, sondern konkrete Realität sind oder sein können, will der Sucher möglichst schnell selbst „seine“ Unsterblichkeit in Angriff nehmen. Doch bald ahnt er, dass „Unsterblichkeit“ nicht nur nicht für sein Ego gilt und auch nicht auf die Schnelle zu erreichen ist.

Schranken auf dem Pfad © Kô-Sen/Trinosophie-BlogSeltsamen Hindernissen und Schranken sieht sich plötzlich gegenüber, wer den PFAD betritt. (*)

Kaum fängt er an, sein Leben versuchsweise nach bestimmten ethischen Grundsätzen auszurichten, tauchen außerdem plötzlich merkwürdige Hindernisse und Schranken auf. Noch schlimmer wird es, wenn etwa erstes Meditieren angenehme Auswirkungen im Alltag nach sich zog, dann aber sich das gewonnene innere Gleichgewicht als Anfängereffekt entpuppt – und einer nie gekannten inneren Unruhe weicht. Statt erhoffter Freiheit von den Zwängen materieller Existenz, gibt es zusätzliche Plackerei. Weiterlesen

Bühne des Lebens: Versuchung des Mitmachens

Tanzaufführung auf einer Bühne hinter Glas | Bild: HEINZ KNOTEK / TrinosophieBlog

Tanzaufführung auf einer Bühne hinter Glas. Die Zuschauer sehen sich indirekt selbst an. Noch bleiben sie ruhig auf ihren Plätzen sitzen. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Am Ende hielt es der Zuschauer nicht länger auf seinem Sitz aus. Alle Hemmungen fallen lassend stürzte er auf die Bühne und begann gestikulierend in das Geschehen einzugreifen. Die Schauspieler auf der Bühne hielten den Eingriff für eine spontane Idee der Dramaturgie und dachten, der Eindringling wäre ein Schauspielerkollege. Sie versuchten daher, den eingespielten Ablauf mit möglichst allen Mitteln beizubehalten, denn andere Regieanweisungen gab es nicht. Wieder hatte es eine Seele erwischt, war Opfer des von ihr selbst auf der Bühne des Lebens inszenierten Dramas geworden, war Versuchung des Mitmachens erlegen. Womöglich wird es Äonen dauern, bis sie benommen erwacht um zu erkennen, sich mit einem Bühnenspiel identifiziert zu haben. Weiterlesen

Buddhismus aktuell: Mein Land, mein Volk, meine Pflicht

Teil 1 der Serie: Mein Land – meine Familie – mein Ich

Land, Familie, Ich geben der Seele Orientierung, auch und gerade, wenn man wie im Buddhismus, zu starke Bindungen als  hinderlich ansieht. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Land, Familie, Ich geben der Seele Orientierung, auch und gerade, wenn man wie im Buddhismus, zu starke Bindungen als hinderlich ansieht. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Leben ist Leiden und das was wir als reale Welt betrachten ist eine Projektion unseres Denkvermögens, also Illusion (maya). Starke Anhaftung an mental-körperliches Sein setzt starke karmische Energie frei und bindet damit die evolvierende Seele an das Rad der Wiedergeburt. Vereinfacht und verkürzt ist das die Philosophie des aus der Hindu-Tradition hervorgegangen Buddhismus. Doch selbst im Buddhismus, wo man Bindung an Land, Familie und das eigene Ich als Hemmnisse auf dem Weg zur Erlösung sieht, werden Land, Familie und inkarniertes Ich als kostbares Gut gesehen, dass es zu schützen und zu verteidigen gilt. Weiterlesen

Wasser – Metapher für den Weg

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Wasser wird in den Weisheitslehren aller Kulturen als alltagstaugliche Metapher für den Weg des spirituell Suchenden genutzt. In Asien etwa steht Wasser unter anderen für die Kraft des Yin das dem energetischen Yang entweder ausweichend Widerstand leistet oder mit ihm ergänzend verschmilzt. Weiterlesen

Schlechtes Karma auflösen…

Abfall, selbst hoch giftiger, wird gern heimlich im Meer entsorgt. Denn früher oder später wird noch jeder Dreck und jedes Gift ver­dünnt und verdünnt und verdünnt. Bis alles scheinbar ganz aufgelöst ist. Das erinnert an die Versprechen von Reinkarnationstherapeuten, die meinen, „schlech­tes Karma“ müsse man – vereinfacht ausgedrückt – nur auflösen, irgendwie.

Abflussrohr auf Helgoland: (geklärtes) Abwasser landet im Meer. (*)

Etwa durch eine Überweisung an den Therapeuten-Guru. Der wird dann magisch aktiv. Und mit etwas Glück lassen sich selbst Krebser­kran­kung­en in Nichts auflösen. Doch weder ist Karma gut oder schlecht, noch kann jemand das Karma-Rad beeinflussen. Weiterlesen

Karma-Amateure

INVESTING IN KARMA: WHEN WANTING PROMOTES HELPING, eine Studie von Benjamin A. Converse u. a. veröffentlicht in PSYCHOLOGICAL SCIENCE, offenbart einmal mehr das immer gleiche Dilemma der so genannten „exakten Wissenschaften“. Selektive Analysen auf der Basis klischeehaft reduzierter Konzepte der Weisheitslehren alter Hochkulturen werden benutzt, um vor allem das eigene Weltbild zu bestätigen.

Karma = Handlung. Weder gut noch böse. So wie die Wellen einer Wasseroberfläche, die entstehen, wenn die Grenzschicht des Wassers von oben oder unten (wie hier) berührt wird. Oder auch Ursache und Wirkung. (*)

Lässt man die bemühten Schlussfolgerungen der „Karma-Amateure“ um Benjamin A. Converse jedoch beiseite und konzentriert sich allein auf die Studie, lassen sich dennoch interessante Einblicke in die Psyche des westlichen Denkers gewinnen: Ganz am Schluss, wenn nur noch das Hissen der weißen Fahne bleibt, im Zustand völliger Selbstübergabe an ein höheres Prinzip, dann kann selbst das aufgeblähteste Ego Mitgefühl und Selbstlosigkeit entwickeln. Das eigentliche Ergebnis der Studie: Schicksalsschläge erhalten eine völlig neue Bedeutung. Weiterlesen

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