Komasaufen Jugendlicher: Ich saufe, also bin ich

Die Öffentlichkeit ist ratlos: Selbst wenn Jugendliche nach einem Alkoholexzess auf der Intensivstation landen, lassen sie unmittelbar danach nicht vom Alkoholmissbrauch ab. 17 Prozent der Befragten machen nach einem Klinikaufenthalt weiter wie bisher oder trinken sogar noch mehr, hat die Studie „GEK-Report Krankenhaus 2008“ der Gmünder Ersatzkasse ergeben. Tendenz steigend.

Beer © Kô-Sen 2009Alkohol in Mengen konsumiert erzeugt Übelkeit und Schmerzen – greifbare Beweise dafür, dass man IST. (*)

Durch spektakuläre Aufklärung, etwa ekelerregende Plakataktionen und mehr pädagogische Betreuung in Schule und Freizeit soll das Problem angegangen werden. Wohlweislich wird öffentlich kaum über die URSACHEN des Phänomens reflektiert. Denn auch Heerscharen aufklärender Sozialpädagogen können nicht den Grund für die Flucht ins Komasaufen trocken legen – der nicht erkennbare Sinn am Dasein, das Fehlen jeglicher Ideale und der Zweifel an der Aufrichtigkeit der Erwachsenenwelt. Das Trinken in den Vollrausch hingegen liefert eine GREIFBARE BEFRIEDIGUNG, die Gewissheit: Ich saufe, also bin ich! Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] EKÔ-Haus Düsseldorf: Buddhistischer Kraftort der Stille

Rheinländer gelten als bodenständig und rational. In Düsseldorf, der Landeshauptstadt von NRW, gesellt sich zu dieser mentalen Grundhaltung noch künstlerischer Feinsinn und kaufmännisches Geschick hinzu. Außerdem ein Hauch proletarischer Ruhrpottmentalität – Düsseldorf liegt am südwestlichen Rand des Ruhrgebiets.

Eko-Haus Düsseldorf, Lotosblüte, buddhistischer TempelLotosblüten inmitten der Parkanlage des Düsseldorfer Zen-Tempels. Bild: Ko-Sen

In diesem eher materialistischen Umfeld existiert und gedeiht ein bemerkenswerter Kontrast, ein Ort innerer Kraft und irrationaler Stille: Das EKÔ-Haus, ein japanischer Tempel buddhistischer Prägung. Weiterlesen