Körperliche Übungen: Ego-Pflege oder Ego-Transformation?

Im Alltag an ununterbrochene Betriebsamkeit gewöhnt, neigt auch der Sucher auf dem Pfad zu der Vorstellung, er müsse IRGENDETWAS tun, um auf seinem Weg Fortschritte zu machen. Welche Übung oder Technik ist empfehlenswert? Taiji – raten zum Beispiel Anhänger des Tao. Yoga – empfehlen dagegen diejenigen, die der Hindu-Tradition folgen.

Copyrights 2008 Ko-SenEin guter Taiji-Lehrer muss vor allem Meister des Taiji sein. Bild: Ko-Sen

Welche Übungstechnik man auch wählt – KEINE Übung hat aus sich selbst heraus transformierende Wirkung. Allein die Einstellung zum Üben entscheidet, ob daraus Ego-Pflege oder Ego-Transformation wird. Weiterlesen

Robert Crosbie: Culture of Concentration

Über die Pflege der Konzentrationsfähigkeit

Robert CrosbieRobert Crosbie (1849-1919)

Das Mind (Engl.), das Denkprinzip, manas (Sansk.), wird in den Weisheitslehren als Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung des Menschen beschrieben. Das Mind – und nur das Mind – verursacht alle Bindungen. Zumeist binden wir uns an das, was angenehme Gefühle erzeugt. Aber auch ausgeprägter Hass hat eine bindende Wirkung, die – so heißt es – langlebiger und kraftvoller sein kann, als Bindungen, die aus Wohlgefallen entstehen. Das Mind kann aber auch ER=LÖSEN. Wenn das ständig seine Umwelt differenzierende Mind mit allem Differenzieren aufhört, verlieren die Bindungen Halt und Stärke. Dann kann sich das UNIVERSELLE MIND in einem OFFENBAREN. Aber wie das Mind zur Ruhe bringen? Wie diesen ungezähmten Affen, der ständig von einem Ast zum anderen springt, jetzt dies und gleich darauf das macht? Durch KONZENTRATION. Der Sucher MUSS Konzentration lernen, will er sich langfristig aus dem Gestrüpp seiner Bindungen befreien. Robert Crosbie (1849-1919), Gründer der United Lodge of Theosophists (ULT), hat dazu zeitlos gültige und zeitgemäße Hinweise aufgeschrieben (Redaktion). Weiterlesen

Sri Madhava Ashish: Vom Wert der Ungewissheit

Autorisierte Übertragung aus dem Englischen

Sri Madhava AshishSri Madhava Ashish
(Foto: NEW PARADIGM BOOKS)

Unsere Reise führt in einen unbekannten und unberührten Dschungel. Sind wir ehrlich zu uns selbst, müssen wir zugeben nicht wirklich zu wissen, was wir suchen. Wir sind nicht einmal sicher, ob es überhaupt etwas zu finden gibt. Wüssten wir etwas darüber mit Gewissheit, gäbe es keine Suche. Dann müssten wir uns lediglich daran erinnern.

Alles was wir über Gott, Geist, Atman, Leere gehört haben, stammt bestenfalls von Erfahrungen anderer ab. Wir selbst können an diesen Erfahrungen nicht teilhaben. Das Wissen anderer ist nicht unser Wissen. Also suchen wir weiter, gehören weiter nicht zu denen, die bereits gefunden haben. Die Erfahrungen, die andere behaupten gemacht zu haben, sind für unser „normales“ Wachbewusstsein dermaßen fremdartig, dass wir außerstande sind, sie nachzuvollziehen. Selbst wenn wir versuchen, es mit vertrauten Geschehnissen zu vergleichen. Wir können noch nicht einmal sicher sein, den Sinn der Worte richtig zu verstehen, die jene mit Erfahrung gebrauchen. Weiterlesen

Kundalini: Schlüssel zum wahren Leben oder Ticket in den Tod

Für Monika…

Kundalini_1Wer die Schlange meistert ist
wie ein Buddha
(Foto: Pixelio.de)

Kundalini und Schlangenfeuer sind Begriffe, die von der Schulmedizin als krudes esoterisches Gespinst abgetan werden. Zugleich kann man gegen Entgelt in zahlreichen Seminaren ihre Erweckung provozieren. Nur wenige Schulen weisen explizit auf die heilige und zugleich gefährliche Rolle der Kundalini hin. Ihre Opfer kommen kaum zu Wort. Das am Ende der Wirbelsäule eingekapselte vitale Schlangenfeuer äußert sich auf der physischen Ebene als sexuelle Lust und ist Grundlage allen Triebempfindens. Regt sich die „Schlange,“ kommt es zu einer potenzierten Vitalisierung des gesamten psychischen und physischen Wesens. ALLES wird potenziert. Das Göttliche. Und das Abgründige. Gelingt es, sich mit aller Kraft an seine GÖTTLICHEN POTENTIALE zu halten, kommt es zur Transfiguration. Gelingt es nicht, können Wahnsinn und Schlimmeres die Folge sein. Weiterlesen

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

Zitate: Sri Krishna Prem on Symbolism and Knowledge

Tabula SmaragdinaTabula Smaragdina, dem Hermes
Trismegistos zugeschrieben

(Abb. aus “Geheime Figuren
der Rosenkreuzer,” Privatbesitz)

Bücher, wie die dem Grafen von Saint Germain zugeschriebene TRINOSOPHIE, provozieren mit ihrer üppigen Symbolik beim interessierten Betrachter die Frage, WAS BEDEUTET SIE. Ist der Intellekt erst einmal mit dieser Frage beschäftigt, treibt ihn der Ehrgeiz immer mehr an, eine befriedigende Deutung zu finden. Dieser Ego=Ismus verhindert jedoch den Zugang zu Symbolen. Denn deren Zweck ist es ja gerade, dem Mind nicht zugängliche Zusammenhänge zu kommunizieren. Und dabei die Grenzen das rationalen Denkprinzips (Mind – engl., Manas – Sanskrit) mit seiner ihm eigenen Objektorientierung zu überwinden. Weiterlesen

Fünf Tibeter – falsche Fuffziger?

In wenigen Büchern nur findet sich der Hinweis, dass die FÜNF TIBETER nichts mit Tibet zu tun haben, bei den Tibetern selbst gänzlich unbekannt und eine Erfindung amerikanischer Esoterikautoren sind.

Der Yardrog Yutsho (Yamdrok-See), 110 Kilometer südwestlich von Lhasa in einer Höhe von 4441 Metern. Foto: B_cool

Das bezüglich ihrer unterstellten Herkunft die FÜNF TIBETER in Wirklichkeit falsche Fuffziger sind, tut der Beliebtheit dieser yogaähnlichen Übungen keinen Abbruch. Zumal jeder annimmt, sie seien harmlos, würden nicht wehtun und jede Menge Vorteile versprechen. Doch gibt es auch Risiken und Nebenwirkungen? Weiterlesen

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