Deutschland: Wie nationales Karma funktioniert

Das wählen Deutsche immer und immer wieder mehrheitlich. Es hat allein im Irak 500’000 Menschen das Leben gekostet. © Twitter Inc.

Im März 1933 wählten von 88,74 Prozent der Deutschen 43,9 Prozent die NSDAP – oder knapp 39 Prozent aller Deutschen waren dafür, dass MEIN KAMPF von Adolf Hitler Wirklichkeit wird. Immerhin – nicht im Geringsten die Mehrheit. Und dennoch: 1945 waren Millionen Europäer tot, Deutschland eine Trümmerwüste und auf Gedeih und Verderb den Siegermächten ausgeliefert. Am 24. September 2017 (orwellsche 84 Jahre später) wählen von gut 41 Prozent der Deutschen 32,8 + 20,7 + 10,4 + 9,1 + 9,0 = 82 Prozent die Ideologie der manchen faschistoid anmutenden „Neuen Weltordnung“ (NWO). Wollen also etwa 34 Prozent aller Deutschen es wieder einmal wissen – dieses Mal „global“?

Schlimmes, schweres Karma lastet auf Deutschland

Nur zwei Jahre nach der Inthronisierung von Adolf-Mein-Kampf-Hitler wurden, am 15. September 1935, also fast taggenau vor 82 Jahren, die „Nürnberger Gesetze“ rechtswirksam verabschiedet. Fortan waren deutsche Patrioten jüdischer Abstammung – KEINE Deutschen mehr. Juden waren ab sofort nicht länger und schon gar nicht „patriotische Deutsche“, selbst wenn sie hochdekoriert den Ersten Weltkrieg überlebt hatten. Dieser Umstand erschien den Betroffenen oft dermaßen absurd, dass sie die menschenverachtende Grausamkeit der NS-Ideologie als „Irrtum“ oder „geht bald vorüber“ zu bagatellisieren versuchten. Deutsche ließen es damals zu, dass ein nicht geringer Teil ihrer Landsleute entrechtet und oft schließlich ermordet wurde. Schlimmes, schweres Karma lastet seitdem auf Deutschland.

Kinderlose Dr. Merkel wirft Deutschland-Fahne weg, 22. September 2013

Scheinbar aller „Karma-Logik“ zum Trotz stiegen vor allem die Westdeutschen nur wenige Monate nach der Kapitulation des NS-Regimes als Wirtschaftswunder-Phönix aus der Asche beziehungsweise den Ruinen des Zweiten Weltkrieges empor. Statt Bestrafung durch die Völkergemeinschaft – Care-Pakete, Deutsche Mark, Bundesrepublik. Was wie ein Wunder wirkte und wirken sollte war schlicht und einfach Kalkül im Kampf gegen die Gefahr einer sozialistischen Weltordnung, eines irdischen kommunistischen Paradieses auf Erden auf ideologischer Grundlage von Marx, Engels und Lenin. „Scheiß“ auf Gerechtigkeit – an der künstlich sozial inszenierten Marktwirtschaft Westdeutschlands sollten die kommunistischen Idealisten sich die Zähne ausbeißen – was sie schließlich auch wie geplant taten.

Agenda 2010 machte den Anfang

Langsam Zeit also, zur „karmischen Gerechtigkeit“ zurückzukehren? Agenda 2010 machte den Anfang. Ein eitler Macho-Proll als SPD-Chef knüpfte direkt an der guten alten Tradition seiner Partei des Verrats der einfachen Leute an. Ohne nennenswerten Widerstand der Bevölkerung wurde ausgerechnet die soziale Systemkomponente der westdeutschen Nachkriegs-Zivilgesellschaft zu Tiefstpreisen an oft zwielichtige Finanzoligarchen verscherbelt. Es hätte den Deutschen freigestanden, bei den nachfolgenden Wahlen die Arbeiterverräter im neoliberalen Gewand abzustrafen. Doch sie wählten die Neo-SPD-Bonzen wieder und wieder. So lange, bis die Zeit der konzertierten Demontage der Zivilgesellschaft als Ganzes gekommen schien. Hier brauchte es einen seelenkalten den Interessen des Volkes gänzlich indifferent gegenüber stehenden “Verwesers”. Der fand sich in einer Ex-Gehilfin des SED-Unrechtssystems.

Inzwischen wählen 34 Prozent der Deutschen untertanenhaft zuverlässig eine von jeder konservativen Substanz entkernte CDU/CSU (32,8 Prozent) oder die TTIP-Verkäufer der SPD (20,7 Prozent)1 oder oder oder… alle mutmaßlich im Rausch einer psychotisch anmutenden suizidalen Toleranz der Zerstörung und Selbstzerstörung, und alles mehr oder weniger im Namen einer orwellschen NWO. Die Krönung des Ganzen: Das, was die Deutschen vor 82 Jahren ihren jüdischen Mitbürgern maliziös abgesprochen haben – die nationale Identität – wählen die Wahldeutschen heute freiwillig mehrheitlich als staatstragende Ideologie für sich und damit für ihre Kinder und Enkel. In anderen Worten:

  • Wer die CDU der kinderlosen Dr. Merkel gewählt hat, hat entschieden, dass er und seine Kinder und Enkel KEINE DEUTSCHEN mehr sind, sondern lediglich „Leute, die schon länger hier leben“.
  • Wer die CDU der kinderlosen Dr. Merkel gewählt hat, hat entschieden, dass an bemitleidenswerte Armuts-Migranten eine Art Schutzgeld gezahlt wird, was uns aber alle in Lebensgefahr bringt für den Fall, dass diese Zahlungen reduziert oder gar eingestellt werden müssen.
  • Wer die CDU der kinderlosen Dr. Merkel gewählt hat, hat entschieden, dass er und seine Kinder und Enkel… (siehe Einzelfall-Kollektion linksunten)

Karma wirkt immer SELBSTINDUZIERT

Die Karma-Lehren alter Hochkulturen, allen voran der Hindus, haben darauf hingewiesen, dass Karma immer SELBSTINDUZIERT wirkt – individuell und kollektiv. Es gibt weder einen „strafenden Gott“ noch irgendwelche „Wächter des Karmas“. Wir tun es selbst – individuell und kollektiv. Die Strafe für die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges im Namen einer arischen Überrrasse, die viele überlebende Deutsche 1945 gefürchtet haben, trifft nun vermutlich ihre Enkel und Urenkel. Dabei fällt „die Strafe“ weder vom Himmel noch fallen weiße Karma-Ritter strafend über die Deutschen her. Es ist erschreckend banaler: die Deutschen wählen den Exekutor ihrer karmischen Schuld – SELBST. Möge der Himmel unseren Kindern und Enkeln beistehen. Ihre Eltern und Großeltern wissen mutmaßlich nicht was sie ihnen antun. Womöglich wollen sie es auch nicht wissen. Karma. HEINZ KNOTEK

Linksunten:

  1. Prozentangaben beziehen sich auf Veröffentlichungen kurz nach Schließung der Wahllokale.