Klimawandel: Die Erde wehrt sich

Mit einem Zitat von Maria Szepes, „Märchenland Gondwana“

teaser_spring07.jpgDie Erde wehrt sich: Frühling im
Winter
(Bild: Trinosophie-Blog)

Ursache für den bedrückenden Klimawandel sind offiziell – kurz gesagt – die Abgase der menschlichen Zivilisation. Abgase werden dabei wörtlich, als materielle Partikel verstanden. Lässt man die These gelten, dass der Mensch mehr als nur Körper ist, also etwa aus einem astralen Doppel, sowie einem mentalen (Manas) und seelischen (Buddhi) Anteil gebildet wird, deren Verkörperung eben dieser Körper ist, muss diese Dreiteilung auch für „Abgase“ gelten. Es gibt also auch astrale und mentale „Abgase.“ Vielleicht sind weniger die Abgaswolken unserer schicken Autos das Problem der Erde. Sondern jene Miasmen, die von unserem selbstsüchtigen Denken und Fühlen ausgehen?

In „Märchenland Gondwana“ lässt Maria Szepes die alte weise Frau eines kleinen versteckten Stammes im Himalaya die Verhältnisse „unten“ beschreiben, also in unserer Gesellschaft HEUTE.

… all die Unglücklichen, von denen es in den Tiefen der Unterwelt wimmelt, von dieser wiederholten Erneuerung ihres Seins überhaupt nichts wussten. Sie glauben an ihren Untergang, an ihr Vergehen, beweinen die zerschlissenen, abgestreiften Hüllen ihrer Seele, ließen sie in Prunkgräber bestatten. Sie schenken denjenigen nicht einen Blick, die den aufgebrochenen Kokon verließen, in dem ihnen Flügel gewachsen waren, und sich zu ihrer Zufluchtsstätte in den Sternen hinauf schwangen. Dort schöpfen sie neue Kraft, um den schweren Heimsuchungen der Menschwerdung standzuhalten …

… sosehr bedauerte sie die verwirrten Verbannten der Unterwelt, deren Geist völlig umnachtet war und die trotz ihres ewigen Lebens die Lasten des Todes schleppen …

… (sie) begriff nicht, warum die sich pausenlos vermehrende Masse dieses Höllenkessels ungeschickte, unvollkommene Geräte bauen musste, um den Kontakt miteinander zu ermöglichen. Zwar sprachen sie mehrere Sprachen, dennoch verstanden sie sich gegenseitig nicht. Vergebens wurden sie vom Wasser bedroht, vergebens stürzten die Berge auf sie herab. Sie wurden von Lava überflutet, ihre Städte wurden von Orkanen hinweg gefegt. Sie hatten die Sprache der Natur verlernt. Wurzelworte der Elemente, Richter der Strahlungen läuteten das Jüngste Gericht mit der Stimme der Ozeane und Feuersbrünste ein. Dieser gemarterte Planet wollte das Joch seiner unbarmherzigen, wahnsinnigen und einfältigen Henker abschütteln. Diese drängelnden, wuchernden Götzendiener, die das Zeichen des Todes trugen, waren die schädlichsten aller Lebewesen …

(aus Mária Szepes, MÄRCHENLAND GONDWANA, München 1993, Zitat mit freundlicher Genehmigung der Autorin).

Im letzten Jahr hat Maria Szepes Freunden gegenüber ihr Erschrecken bekundet, dass sich ihr in den 1950er Jahren entstandener Roman zusehens als traurige Prophezeihung entpuppt.