Leben mit religiöser Intoleranz

Sie stehen neuerdings in der Fußgängerzone. Über einen Campingtisch ist ein schwarzes Tuch gespannt, das vorn herunter hängt. Dort steht die Losung: A… ist der einzige verehrungswürdige Gott. M… ist der rechtmäßige Gesandte Gottes. Die jungen Männer dahinter sind südländischer Herkunft (*). Vermutlich sind sie Deutsche mit „Migrationshintergrund“.

GotteshausDas Himmelreich Gottes ist NUR INNEN zu finden, nicht in Steinbauten, heißt es in den Weisheitslehren. Bild: Ko-Sen

Die Parole ist eine Aufforderung zu religiöser Intoleranz. Doch es stört niemanden. Die Leute bummeln achtlos vorbei. Die Jungen hinter dem Tisch bleiben unter sich. Die propagierte Intoleranz wird toleriert. Eine eher beiläufige Szene. Und doch symptomatisch für einen religiösen Dogmatismus, der vor gut 1.000 Jahren mit christlichen Kreuzfahrern seinen Anfang nahm – und nun auf die westliche Zivilisation zurückfällt. Weiterlesen

Lebenszeit – Probezeit

In der GEHEIMLEHRE ist davon die Rede, dass sich das entwickelnde Ego auf seinem aufsteigenden Pfad durch alle subjektiven Erfahrungen hindurchbeißen muss, um schließlich von der großen Illusion separater Existenz frei zu werden.

Die Illusion des ich bin ichWas ist das wahre ICH? Bild: Ko-Sen

Konkret heißt das: Die subjektiven Erfahrungen auf den einzelnen Wahrnehmungsebenen sind solange zu durchlaufen, bis sich ihre Anziehungskraft erschöpft hat. Erst wenn dem Ego zum Beispiel Sinnengenuss, Besitzgier oder Machstreben nicht mehr „attraktiv“ erscheinen, lösen sich die Bindungen zu ihnen. Doch in einem Alltag, der die volle Kapazität der Sinne in Anspruch nimmt, in dem wir komplett von unseren persönlichen Vorstellungen absorbiert werden und uns tausend Nabelschnüre in lebendige Beziehung zu einer vermeintlich realen Welt bringen, scheint eine Überwindung der Bindungen schier unmöglich. Statt dessen hat es den Eindruck, immer neue Hindernisse und Bindungen würden sich dem Sucher unüberwindlich aufdrängen. Weiterlesen

CERN – an der Wand kratzen, um die Sonne zu finden

Die größten Probleme hat man immer mit den Halbgebildeten.“ Das meint John Ellis, langjähriger Mitarbeiter beim europäischen Labor für Hochenergiephysik CERN, in einem Zeitungsinterview. Er bezieht sich damit auf die Reaktion jener, die dem letzte Woche eingeschalteten Teilchen- beschleuniger LHC (Large Hadron Collider) mit Skepsis und Angst begegnen.

NebelkammerNebelkammer um die Existenz kleinster Teilchen nachzuweisen. Das Jagen nach immer neuen kurzlebigen elementaren Bausteinen ist ein teures und fragwürdiges Vergnügen Weniger im Namen der Grundlagenforschung. Bild: Ko-Sen

Natürlich hat Ellis keine Zweifel an der Sinnhaftigkeit des drei Milliarden teuren Projekts, das ihm schließlich seit über 35 Jahren ein sicheres und hohes Einkommen beschert und auch zukünftig gut nähren wird. Was er nicht in Erwägung zieht – nicht die von ihm herablassend als „Halbgebildete“ bezeichneten Skeptiker sind ein Problem sondern Leute wie er, die im Namen der Wissenschaft hemmungslos öffentliche Gelder verschwenden, angeblich, um der Grundstruktur des Universums auf die grobe Spur zu kommen. Ohne zu merken, dass sie sich wie im Höhlengleichnis von Plato geben: Sie kratzen an einer von reflektiertem Licht bestrahlten Wand, um die Sonne zu finden. Weiterlesen

Zur Erinnerung an Maria Szepes – einer großen Seele

Kapitel 12 TrinosophieErlöste Seele wird empfangen.
Grafik TRINOSOPHIE

Schon ist ein Jahr vergangen, seit Maria Szepes die materielle Ebene verlassen hat. Am 3. September 2007 ist sie gestorben – so die materiellen Fakten. Wo ist sie seitdem? Hat sie ihr Meister, Graf Saint Germain, an diesem Tag abgeholt. Oder hat er sie empfangen, so wie es im Kapitel OPUS MAGNUM ihres Romans Der Rote Löwe beschrieben wird?

Maria musste nicht einen gewaltsamen Tod ANNEHMEN, wie es noch der Protagonist der Geschichte im ROTEN LÖWEN musste. Im spirituellen Sinne war sie ein weit entwickeltes Wesen. Kein Zweifel – sie war eine GROSSE SEELE (Maha-atma, Sanskr.), kurz ein Mahatma im weiblichen irdischen Gewand. Weiterlesen

Schwingendes Wasser – Grundlage der Schöpfung?

Mit Ton- und Filmbeispiel

Bislang ließen sich notorische Esoteriker spätestens dann als solche ausmachen, wenn sie sich über „Schwingungen“ ausließen. Über gute und schlechte Schwingungen wird dann geredet, die einem Ort oder einer Person anhaften oder diese umgeben. Zunehmend reden aber auch Physiker so, vor allem die mit der String-Theorie beschäftigten. Alle Manifestationen der Materie sind nach dieser Theorie mit einer individuellen Frequenz schwingende Strings.

xl_teaser_klangfiguren.jpgSchwingendes Wasser bildet Formen heraus, wie sie sich im Pflanzen- und Tierreich finden. Foto: DVD SCHWINGUNG UND GESTALTUNG, © Alexander Lauterwasser, Darstellung mit freundlicher Genehmigung des Verfassers

Der Privatforscher und studierte Psychologe Alexander Lauterwasser, der sich nach eigenen Angaben seit Mitte der 1980er Jahre mit Morphogenese und Morphologie organischer Formen beschäftigt, hat sich eines Aspekts des weiten Gebietes der Schwingungen angenommen – den Gestaltungsprozessen im schwingenden Wasser. Weiterlesen

EKÔ-Haus Düsseldorf: Buddhistischer Kraftort der Stille

Rheinländer gelten als bodenständig und rational. In Düsseldorf, der Landeshauptstadt von NRW, gesellt sich zu dieser mentalen Grundhaltung noch künstlerischer Feinsinn und kaufmännisches Geschick hinzu. Außerdem ein Hauch proletarischer Ruhrpottmentalität – Düsseldorf liegt am südwestlichen Rand des Ruhrgebiets.

Eko-Haus Düsseldorf, Lotosblüte, buddhistischer TempelLotosblüten inmitten der Parkanlage des Düsseldorfer Zen-Tempels. Bild: Ko-Sen

In diesem eher materialistischen Umfeld existiert und gedeiht ein bemerkenswerter Kontrast, ein Ort innerer Kraft und irrationaler Stille: Das EKÔ-Haus, ein japanischer Tempel buddhistischer Prägung. Weiterlesen

Einsiedler in China – Tradition des Rückzugs hat überlebt

Wer sich wenige Wochen vor Eröffnung der Olympiade in China für einen authentischen Einblick in das geistige Innenleben der Chinesen interessiert, dem sei das Buch DIE BERGE HÜTEN DAS GEHEIMNIS von Bill Porter und Steven R. Johnson (Road to Heaven. Encounters with Chinese Hermits) empfohlen.

Copyrights 2008 Ko-SenDie Welt des roten Staubes – in der chinesischen Tradition Sammelbegriff für die Genüsse und Leiden des materiellen Lebens. Bild: Ko-Sen

Da ist zum Beispiel die buddhistische Nonne in den Bergen nahe Xian. Eines Tages kommt ihre Schwester aus der Stadt. Gerade in Rente gegangen, will sie sich nach einem arbeitsreichen Leben endlich dem Buddha-Dharma zuwenden. Oder der fast hundertjährige Eremit, der den ausländischen Besucher kichernd fragt, wer denn nur „der große Vorsitzende“ sei, von dem er dauernd reden würde. Die Bewohner des Dorfes am Fuße des Berges hatten „ihren“ Weisen jahrzehntelang vor den roten Garden geschützt und versorgt. Weiterlesen

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