Inkarnation – eine Frage des geeigneten „Fahrzeuges“

Man stelle sich vor, wir wachen am Morgen auf und alle Autos sind auf magische Weise verschwunden. Kein Bus, LKW oder PKW mehr da. Übrig geblieben ist nur Kinderspielzeug. Ein Tretroller oder Kinder-Dreirad etwa? Würden wir nun ohne weiteres – sozusagen notgedrungen – uns auf eines dieser Vehikel setzen und tapfer zur etwa 30 Kilometer entfernten Arbeitstätte strampeln? Sicher nicht. Unsere Erfahrung würde uns erst gar nicht auf solche Ideen kommen lassen. Es wäre absurd, vor allem weil es völlig nutzlos wäre.

Falter – für emotionalen und mentalen Ausdruck ein eher ungeeignetes „Fahrzeug“. (*)

Man kann mit fahrbarem Spielzeug nicht ferne Ziele erreichen. Wir würden vielmehr denken, dass etwas Schlimmes passiert sein muss – und warten bis geeignete Fahrzeuge wieder zur Verfügung stehen. Auf demselben Prinzip basiert der Inkarnations-Magnetismus. Und erklärt, warum ein einmal als Mensch inkarniertes Selbst nie wieder Geburt in einem „tierähnlichen Fahrzeug“ OHNE die dem Menschen eigene Fähigkeit des Denkens und der bewussten Selbstwahrnehmung nehmen würde. Weiterlesen

Genaues Vorhersehen karmischer Folgen und Erkennen karmischer Ursachen nützt nichts

Wäre scheinbar ganz hilfreich, wüsste man im Augenblick eines Schicksalsschlages in einer Art Flash WARUM einem das jetzt passiert ist. Oder umgekehrt: Wenn man schon beim Formen von Gedanken und Emotionen erkennen könnte, welche karmischen Folgen resultieren würden, wenn man diese Gedanken und Emotionen zur Tat werden lässt.

Umgang mit Karma – Abwägen von Gedanken, Emotionen, Handlungen. Grafik: Privatbesitz

Doch das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) funktioniert nicht wie der Straßenverkehr, wo der Verkehrsfunk die Autofahrer vor Staus und Blitzern warnt oder sie über die Gründe informiert, wenn sie bereits im Stau feststecken. Ein Vorhersehen karmischer Folgen und Erkennen karmischer Ursachen nützt nichts. In ihrer Februarausgabe (2010) geht die Zeitschrift THE THEOSOPHICAL MOVEMENT1 aus Sicht der Weisheits­lehren dieser Frage nach. Weiterlesen

  1. Vol. 2, February 2010, p. 28, Mumbai, India – Übertragung aus dem Englischen sowie Veröffentlichung des Originalartikels mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers

Eine Stadt macht das Licht aus

Wie man es auch betrachtet – ob mitten im KALI YUGA, dem eisernen Zeitalter gemäß Hindu-Tradition, oder am Anfang des Wassermannzeitalters, gemäß heliozentrischem Weltbild – wir leben in einer Zeitenwende. Das blindgläubige Hoffen, der wissenschaftlich-technische Fortschritt werde die Plagen der Menschheit – Alter, Leiden, Krankheit, Tod – schon in den Griff bekommen hat sich als Selbsttäuschung erwiesen. Im Gegenteil.

Straßenbeleuchtung erleichtert bei Notfällen und Unwetter die Arbeit von Hilfskräften. (*)

Selbst längst Vertrautes und scheinbar selbstverständliche Aspekte des materiellen Umfeldes stehen plötzlich zur Disposition. Die Persönlichkeit erlebt diese Prozesse als Angst machende Bedrohung und Niedergang. Für die Seele ist es ein Aufatmen. Die lange Fixierung auf die Illusion materieller Form beginnt sich allmählich zu lösen. Es beginnt oft mit Kleinigkeiten. Etwa wenn eine Stadt ihre Straßenlaternen abschaltet. Endlich Zeit nach dem INNERLICHT zu fragen und es zu suchen. Weiterlesen

Deutschland ist kein Gottesstaat und Religion ist Privatsache

Schon 2007 hätte Bundeskanzlerin Merkel am liebsten ganz Europa zur Gottesstaat-Zone erklärt. Merkel beklagte damals am Entwurf der EU-Verfassung das Fehlen christlicher Bezüge. Jetzt probiert Bundespräsident Wulff einen weiteren Vorstoß in die Richtung: Deutschland, so Wulff sinngemäß, sei christlich-jüdischen Ursprungs. Moslems hätten jedoch in einer derart gegründeten Gesellschaft auch Platz.

Handreichung in religiösen Dingen – Privatsache. (*)

Deutschland ist aber kein Gottesstaat und Religion per Verfassung strikt Privatsache. Wer in Deutschlan Platz hat, entscheidet weder Wulff noch die Religionszugehörigkeit. Wulff ist Repräsentant eines Staates, nicht eines Religionssystems. Seine Einlassungen in Sachen Religion sind nicht nur inhaltlich fragwürdig, sie passen auch nicht zu seinem Amtsauftrag. Weiterlesen

Buchmesse Frankfurt 2010: Leeres Spiel und Selbstinszenierung

Beobachtungen auf der Buchmesse Frankfurt

Babystrich auf der Buchmesse? Am helllichten Tag? Die Roll­trep­pe fährt einer am Geländer stehenden Gruppe weiblicher Teenager entgegen. Ein dickliches Mädchen fällt auf. Sie ist um die 15 Jahre alt, steht mit dem Rücken zur aufwärts schwebenden Menge und trägt knapp sitzende bunte Shorts aus dünnem Stoff. Nein, das sieht nur so aus.

Cosplay: Im Samurai-Kostüm kostenlos zur Buchmesse. (*)

Die verkleideten Teenager sind „Cosplayer1“, die sich traditionell mit einem Anime-Gewand den kostenlosen Zugang zur Buchmesse verdie­nen. Offenbar findet es das Mädchen – und deren Eltern – angemessen, dabei den mehr erotischen Aspekt des Cosplay zu spielen. Obwohl der Aufzug nichts Erotisches hat. Leeres Spiel und Selbstinszenierung – die scheinbar vorherrschenden Merkmale der Buchmesse 2010 in Frankfurt am Main. Weiterlesen

  1. Cosplay: costume play („Kostümspiel“)

Seelenwanderung: Das nächste Mal ein Käfer?

Mit einem Essay von William Q. Judge

Aus dem Naturgesetz-Doppel Karma und Reinkarnation wird immer wieder die These abgeleitet, der Mensch könne auch als Tier wiedergeboren werden. Je nach Stimmung wird das als angenehm betrachtet – der Dalai Lama hat einmal scherzhaft (oder auch ernsthaft) geäußert, er würde wegen seiner Vorliebe für Honig als Biene wieder­geboren werden – oder als drohende Strafe, nach dem Motto: gelebt wie ein Schwein – wiedergeboren als Schwein.

Wiedergeburt als Käfer? (*)

Wenn es so laufen würde, wäre es nicht schlecht. Etwa als Käfer wiedergeboren, hätte man ein zwar recht einfaches Leben, dafür wäre man sicher vor den Folgen der vielen Ursachen, die man als Mensch so gesät hat. Leider – oder zum Glück – ist Seelenwanderung der Art offenbar nur Aberglauben. Weiterlesen

Kommt bald die Kuh mit zwei Eutern oder das Schwein mit acht Haxen?

Gentechnisch veränderter Fisch gilt ab sofort als sicheres Lebensmittel. Zunächst in den USA. Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird der Labor-Lachs auch bei uns zu haben sein. Dank gentechnischer Manipulation – das Erbgut wird um Wachstumsgene erweitert – wächst der vom atlantischen Lachs abgeleitete Fisch doppelt so schnell wie das natürliche Original. Schon nach 16 bis 18 Monaten hat die Kreatur ihr Verkaufsgewicht erreicht.

Betagter Fisch wie ihn die Natur geschaffen hat. (*)

Angeblich wird das kleine Aquamonster 100 Prozent zuverlässig vor dem Kontakt mit natürlichen Artgenossen abgeschirmt. Also keine Sorgen machen. Kaufen! Und „vorfreuen“. Denn was dem Fisch recht ist kann der Kuh oder dem Schwein nur billig sein. Eine Kuh mit zwei Eutern oder ein Schwein das acht Haxen auf einmal liefert würde schließlich die Nahrungsproblematik der Menschheit nachhaltig lösen. Und im Einklang mit Gott wäre es sowieso. Weiterlesen

Seiten: Zurück 1 2 3 4 5 Vorwärts