Methode Hill und die strikt wörtliche Auslegung religiöser Schriften

Ein Thriller als psychologische Skizze zu Ursache, Wirkung und Folgen einer strikt wörtlichen Auslegung religiöser Schriften? Was sehr bemüht klingt ist in der Folge Verlorene Seelen der im ZDF ausgestrahlten Serie „Hautnah – Die Methode Hill“ auf brillante Weise gelungen. Der Protagonist Dr. Tony Hill wird in einer Serie von Morden und Selbstmorden von der Polizei zu Hilfe gerufen.

Erhabene metaphorische Symbolbilder, hier aus SPLENDOR SOLIS, können bei strikt wörtlicher Auslegung fatale Folgen haben1. Abbildung: Privatbesitz

Tony ist bekennend nicht gläubig. „Man kann doch einem Unbekannten nicht blind vertrauen“, ist eine seiner Antworten auf die religiös verzückte Überzeugung eines Kollegen, der Sinn des Lebens liege im Glauben an Gott, insbesondere den Gott des Alten Testaments. Der Thriller skizziert spannungsgeladen, wie schnell aus ans Herz gehenden Predigten tödlicher Fanatismus werden kann, wenn man religiöse Schriften strikt wörtlich auslegt. Weiterlesen

  1. Der „totgeschlagene Mensch“ im alchemischen Werk SPLENDOR SOLIS symbolisiert den Kampf des Suchers auf dem Pfad mit seiner astral-physischen Natur. Um sich bewusst zu seinem Seelenfunken erheben zu können, sind die astral-physischen Bindungen zu neutralisieren. Das ist ein radikaler Prozess der für den Sucher besondere physische und psychische Anforderungen zur Folge hat. Wehe, wer daraus wörtlich die Aufforderung zum Verstümmeln eines Körpers ableitet. Der ist kein Sucher, sondern ein Fall für die Psychiatrie.

With “guru-banking” to success

Anshu Jain, the designated head of Deutsche Bank, is a Jnani

London / Frankfurt – To find the compressed explanation of a path of Yoga in the first paragraph of the lead article of the business part of a national daily newspaper1 is quite extraordinary. But after this there will probably be reports on Jnana-Yoga more frequently, because on July 27th 2011 Anshuman (“Anshu”) Jain has been elected to one of the two heads of Deutsche Bank. Jain is an avowed Jnani, an aspirant for wisdom. The way of Jnani is the way of complete self-sur­ren­der and has only one goal – unity with the ONE, with the “ONE” is not meant an anthropomorphic God, but an all-pervading divine principle.

Jainism and guru banking in a small Hessian town affiliate? (*)

The mindset of a Jnani is very similar to that of the Buddhists. No wonder, with his reformation doctrine of the Four Noble Truths, Buddha Shakyamuni encounters about 600 BCE in India a multi-religious civilization. Even then, Jainism was seen as a kind of ascetic “elite religion”. Is the new motto of Deutsche Bank now: With ‘Guru-banking “, despite the financial crisis to success? Weiterlesen

  1. “Der Guru mit dem Rucksack”, Süddeutsche Zeitung, July 26th 2011

Krawalle in Großbritannien: Märchenland Gondwana lässt grüßen

Es ist noch einmal gut gegangen. Massiver Polizeieinsatz hat in Großbritannien den randalierenden Mob nach ein paar Tagen fürs Erste zurückdrängen können. Jetzt treten die Mutbürger hervor. Entsetzt über die Verwahrlosung und Verrohung der eigenen Gesellschaft kommen sie zusammen, um aufzuräumen und den Opfern zu helfen. Alles wieder gut? Die Fiebersymptome der Gesellschaft klingen ab. Doch am kranken Zustand hat sich nichts geändert. Die Propagandisten des Neoliberalismus, allen voran Premierminister Cameron, drohen mit Härte und schwelgen in Zusammenhalts-Rhetorik.

Ausgebrannte Fahrzeuge in Tottenham. Foto: Alan Stanton

In ihrem eigentlich als Science Fiction konzipierten Roman Märchenland Gondwana beschreibt die große Dame moderner Esoterik, Mária Szepes, einen Zustand gesellschaftlicher Verwahrlosung und Gewalt als Aspekt eines allgemeinen unaufhaltsamen Reinigungsprozesses der Erde. Noch zu Lebzeiten äußerte Mária immer wieder ihr Entsetzen darüber, dass ihr futuristisches Märchen so schnell Realität zu werden droht. Weiterlesen

Hochseeinsel Helgoland: Potenzial für ein deutsches Putuo Shan

Regenbogen über der Düne von Helgoland.Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Regenbogen über der Düne von Helgoland.
Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Natürlich besitzt Helgoland keinen heiligen Berg; und einen mit buddhistischem Kloster schon gar nicht. Es gibt eine schöne evangelisch-lutherische Kirche, die an die im Zweiten Weltkrieg zerstörte alte Seefahrer­kirche erinnert und die kleinere römisch-katholische St.-Michaels-Kirche. Berge gibt es auf Helgoland auch nicht. Es sei denn, man betrachtet das Oberland als „Berg“. Tatsächlich befindet sich hier der „Pinneberg“, die mit 63 Metern höchste Erhebung des gleich­namigen Landkreises, zu dem Helgoland gehört. Weiterlesen

Anschlag von Oslo – eine Ausgeburt autistoider Ich-Bezogenheit

Keiner kann Anders Behring Breivik begreifen. Der Attentäter von Oslo hat am 22. Juli ein Blutbad angerichtet und damit dem kollektiven Urvertrauen der bürgerlich demokratischen Gesellschaft eine tiefe Wunde beigefügt. Es wird über Motive gerätselt. Die Diagnose auf dem ersten Blick lautet: krankhaft übersteigerter Fremdenhass – eine fatale Fehldiagnose. Denn Breiviks Fremdenhass ist nicht Ursache, son­dern nur Symptom der ansonsten gesellschaftlich durchaus gewürdigten Lebenshaltung einer ausgeprägten – autistoiden – Ich-Bezogenheit.

Innenstadt von Oslo, kurz nach der Bombenexplosion.
Foto: Johannes Grødem from Oslo, Norway

Als erfolgreich gilt in unserer Gesellschaft, wer sein Ich besonders sicht­bar darzustellen vermag. Autoindustrie, Modebranche und Kosmetik­hersteller richten ihre Produktion, Werbung und den Verkauf wesentlich auf das Bedienen dieses allgemein anerkannten Strebens aus. Schon unseren Kindern impfen wir ein, sich stets und ständig selbstbewusst zu geben. Cool ist was öffentlich auffällt, und sei es durch dümmliche und erniedrigende Aktionen. Das öffentliche und private TV erzielt mit ent­sprechenden Sendungen seine höchsten Einschaltquoten. Weiterlesen

“Theosophical Society 2.0″ as renewing reform momentum

By Heinz Knotek (); article translated into English by Christina Graf

The TG – struck by opposites.
Illustration: SPLENDOR SOLIS1

For more than 120 years the agony of the “Theo­sophical Society” (TG) now last already. Fragmented into dozens of groups and subgroups the members of each individual club stick to their self-declared “successor-leaders” with rock-hard defiance.

They once made war to the death in the name of “Mahatmas” initi­ally for the spiritual and scientific heritage of HP Blavatsky and WQ Judge, then sunk their snaffled shares in the spiritual swamp or smothered them with intellectual drought. The visibility of what is now known under the name “Theo­sophical Society” is therefore right to virtually zero. Weiterlesen

  1. SPLENDOR SOLIS: an alchemical treatise attributed to the 16th-century alchemist Salomon Trismosin

Was macht uns wirklich glücklich? Was ist Glück?

Krishna, Buddha, Jesus, Allah1 – alle großen spirituellen Impuls­geber warnten davor, das Glück an materiellen, äußerlichen, also vergänglichen Dingen oder Verhältnissen festzumachen. Denn – alles derart begründete Glücksgefühl führt direkt ins Leiden, etwa wegen des unvermeidlichen Verlustes des einmal Gewonnen. Aber auch Überdruss kann Folge sein, wie man an der hohen Scheidungsrate im westlichen Kulturkreis sehen kann. Gibt es demnach keine andere Form des Glücks, außer dem kurzen Rausch am Vergänglichen?

Was macht uns glücklich? GANZ im Hier und Jetzt SEIN.
Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Wenn doch: was macht uns wirklich glücklich? Gerade wer sich auf dem PFAD wähnt, die Dinge folglich gelegentlich OHNE Schleier wahrnimmt, ist negativen Gefühlen, wie Enttäuschung, Verbitterung, Zynismus – bis hin zur Depression – leicht ausgesetzt. Dabei ist es ganz einfach, wirklich glücklich zu sein: GANZ im Hier und Jetzt SEIN. Es gibt zwei Arten von Glück. Einmal das orgastische Aufflammen von Glücksgefühlen im persönlichen Ego. Dann das Strahlen selbstvergessenen Einsseins – nicht im, sondern durch das persönliche Ego. Weiterlesen

  1. Nennung in chronologischer Reihenfolge ihres Erscheinens.
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