Deutschland – der Untertan

Der Untertan dient sich den Mächtigen an.

Der Untertan dient sich den Mächtigen an.

Die beißende Ironie von Heinrich Mann in seinem Roman DER UNTERTAN, dessen Protagonist Diederich Heßling für feige Obrigkeitshörigkeit und konformes Duckmäusertum steht, der subtile Kriegshetze betreibt, um sich den Mächtigen anzudienen, insgeheim hoffend, (so) selbst ein Stück Macht zu bekommen, der, wenn es verlangt wird, eitel und selbstgerecht die Welt durch einen chauvinistisch verengten Tunnel betrachtet – diese ironische Überhöhung ließe sich heute gut und gerne auf manchen deutschen Politiker münzen. Deutschlands Politiker und sogar Gewerkschaftsführer machen das Land zur Untertanenrepublik und gefährden damit Freiheit, Demokratie und den Weltfrieden. Weiterlesen

Die griechischen Mysterien

VON JAMES MORGAN PRYSE (1859-1942), The Apocalypse Unseald
(Übertragung aus dem Englischen: Heinz Knotek)

Eleusis - Ursprungsort der Griechischen Mysterien

Eleusis. Foto: BishkekRocks, lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons

In Griechenland wurden verschiedene unter der Aufsicht des Staates stehende Formen der Mysterien praktiziert. Die bedeutendsten waren die Mysterien von Eleusis, die nicht nur von ehrwürdigem Alter waren, sondern auch bis zum Einfall von Alarich I., dem Goten, im Jahre 397 der christlichen Ära, fortbestanden. Im ersten Jahrhundert u. Z. waren die Mysterien die anerkannte Religion Griechenlands und wurden in jeder Stadt und den Kolonien Kleinasiens festlich begangen. Weiterlesen

Demokratie – Missbrauch als machtpolitischer Trojaner

Trojanisches Pferd - Symbolbild

Trojanisches Pferd, Mount Olympus Water & Theme Park, USA.

Wie heute die Demokratie war es damals das Christentum – ihre Protagonisten wähnen sich dazu berufen, die Welt damit zu beglücken. Zur Begründung gibt es nur die erhabensten Argumente: damals ging es um nichts Gering­eres als die „Rettung der Seelen“ der Menschen fremder Völker und Länder; heute geht es um „Freiheit und Marktwirtschaft“. Aus der Geschichte weiß man, dass dabei das Christentum als machtpoli­tischer Trojaner für die nach Weltherrschaft strebende Kurie in Rom missbraucht wurde. Wer sich die Welt nach dem ersten Einmarsch im Irak 2003 anguckt kann wissen: Freiheit und Demokratie wurden und werden als machtpolitischer Trojaner benutzt, um fremde Völker und Länder für einen singulären Weltmacht-Anspruch „reif“ zu machen. Das Zentrum der Weltmacht heißt aber nicht mehr Rom, sondern Washington. Weiterlesen

eBooks: Pro-kontra-Streit geht am eigentlichen Problem vorbei

Reale Bücher zum Begreifen

Reale Bücher zum Be=greifen.
Bild: Heinz Knotek

Im Pro-kontra-Streit um eBooks haben hunderte Autoren sich über das Preis­diktat des Versandriesen Ama­zon zu Lasten des gedruckten Buches – ihrer gedruckten Bücher – empört. Einige wenige Auto­ren begrüßen Preisdiktat und Forcieren der E-Books durch Amazon. Sie ver­sprechen sich mehr und leichteres Veröffentlichen ihrer Schreib­resultate. Fühlt sich nach Besitzstands­konflikt an. Das ist aber nicht das eigentliche Problem. Tatsächlich beginnt offenbar die nächste Phase der Entstofflichung des Menschen. Der Streit über Ein- und Verkaufspreise, Honorare, Umsätze und Gewinne zeigt, dass beide Seiten Schriften vor allem als Handels­ware und Bücher als Vermittlungsmedium betrach­ten. Es wird dabei übersehen, das Geschriebenes, will man es begreifen und verinnerlichen, innerlich UND äußerlich BE=GRIFFEN werden muss. Das effektive Durchrauschen von Textpassagen auf einem verschmierten Display ist kein und verhindert BE=GREIFEN. Weiterlesen

Wasser – Metapher für den Weg

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Setzt man in einem See Wellen in Gang kann man nasse Füße bekommen. Bild: Heinz Knotek

Wasser wird in den Weisheitslehren aller Kulturen als alltagstaugliche Metapher für den Weg des spirituell Suchenden genutzt. In Asien etwa steht Wasser unter anderen für die Kraft des Yin das dem energetischen Yang entweder ausweichend Widerstand leistet oder mit ihm ergänzend verschmilzt. Weiterlesen

THE AMERICANS: Tragisches Scheitern im Kampf für weltliche Ideale

The-americans-title-card by DreamWorks Television

The-americans-title-card by DreamWorks Television

Sowjetische Schläfer in Amerika. Jung selektiert, hart trainiert und abgerichtet auf gnadenlose Erfüllung ihres Auf­tra­ges. Und auf der Gegenseite – reine Patrioten mit nur hehren Zielen im Blick: die Verteidigung von Demo­kra­tie und Freiheit vor kom­munisti­schen Bösewichten. Liest man die Programminformation zur erfolg­reichen US-Fernsehserie THE AMERICANS wähnt man sich ziemlich sicher doch nur wieder an die gerade salonfähige antirussische Propaganda zu geraten. Dann eher zufällig eine Folge gesehen – und sofort beide Staffeln gekauft. Denn es ist ganz anders. THE AMERICANS ist ein filmisches Meisterwerk, das am Gegenstand eines spannenden Agententhrillers und vor dem Hintergrund der Reagan-Ära die Tragik des Ideals die Welt verbessern zu wollen zeichnet. Tragisch deshalb, weil der Kampf für dieses Ideal wie alles irdische Streben am Ende scheitern muss. Keri Russel und Matthew Rhys (als Spionen-Ehepaar Elizabeth and Philip Jennings) und Noah Emmerich (als Stan Beeman, Spionenjäger des FBI) spielen auf eine sensible das Herz berührende Weise den Weg des Scheiterns. Weiterlesen

Wer Sanktionen verhängen lässt will Krieg! Doch warum nur?

Wiedergabe eines Interviews von KenFM mit Willy Wimmer

Angloamerikanisches Vormachtstreben wurzelt historisch im britischen Kolonialimus.Bild: Heinz Knotek

Angloamerikanisches Vormachtstreben wurzelt historisch im britischen Kolonialimus.
Bild: Heinz Knotek

Willy Wimmer stellt das fest, dass Sanktionen der erste Schritt hin zur Kriegser­klärung sind. Und wer sich dabei die Frage nach dem Warum stellt bekommt ebenfalls eine plausible Antwort: Es geht um Europa oder darum zu verhindern, dass der friedenspende Grundsatz der Zusammenarbeit und Kooperation der Staaten untereinander zur Leitidee der EU und darüber hinaus wird und die EU damit ein wahrlich strahlendes Beispiel für die Welt werden könnte für wirtschaftliche Stärke, soziale Marktwirtschaft und friedliches Nebeneinander. Ein politisches Kraftzentrum also. Und Antithese zum angloamerikanischen Vormachtstreben auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Und damit unliebsamer Konkurrent und Gefahr. Weiterlesen

Seiten: Zurück 1 2 3 4 Vorwärts