Deutschland – der Untertan

Der Untertan dient sich den Mächtigen an.

Der Untertan dient sich den Mächtigen an.

Die beißende Ironie von Heinrich Mann in seinem Roman DER UNTERTAN, dessen Protagonist Diederich Heßling für feige Obrigkeitshörigkeit und konformes Duckmäusertum steht, der subtile Kriegshetze betreibt, um sich den Mächtigen anzudienen, insgeheim hoffend, (so) selbst ein Stück Macht zu bekommen, der, wenn es verlangt wird, eitel und selbstgerecht die Welt durch einen chauvinistisch verengten Tunnel betrachtet – diese ironische Überhöhung ließe sich heute gut und gerne auf manchen deutschen Politiker münzen. Deutschlands Politiker und sogar Gewerkschaftsführer machen das Land zur Untertanenrepublik und gefährden damit Freiheit, Demokratie und den Weltfrieden. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Der wahre Mensch

Eine Gruppe Teenager findet sich einmal unvermittelt vor die Frage gestellt: Der wahre Mensch – wer oder was ist das? Offenherzig spontan meinen die einen: Sex haben und schöne Sachen genießen, also Essen, Kleidung, Freizeit und so weiter. Den Jugendlichen wird entgegen gehalten, dass Sex haben und schöne Sachen genießen letztlich auch bei Schweinen, Ratten und Hunden üblich ist, also nicht etwas typisch Menschliches sein kann, ganz zu schweigen etwas WAHRHAFT MENSCHLICHES. Sie stutzen und stimmen verhalten zu. Da reckt ein Mädchen den Kopf und ruft: Der wahre Mensch ist die Seele.

Äußeres an einem abperlen lassen. (*)

Es geht dann noch ein wenig hin und her, doch schnell kommen die Jugendlichen zu dem Punkt, dass hinter der derben Körperlichkeit – mit der sie sich als Pubertierende gerade heftig auseinandersetzen müssen – etwas subtil Bewusstes sein muss. Eben der wahre Mensch, die Seele, die mit Sex und schönen Sachen NICHTS zu tun hat, die dem körperlichen Treiben aber zuschaut, zuschauen muss und sehr wahrscheinlich an den vielen Genüssen nicht viel Genießenswertes finden kann. Weiterlesen