Meditation als Grundhaltung oder wie sich Möhren unfallfrei putzen lassen

Über The Yoga Aphorisms of Patanjali – Sure I.14

Jede Turnübung beginnt mit der Einnahme einer Grundhaltung. Bei genauer Betrachtung – ein allgemeines Prinzip. Denn was immer man im Alltag „beginnt“ beginnt mit einer kurzen oft kaum wahrnehmbaren Ausrichtung seiner selbst und der Dinge die dabei benötigt werden.

Programm „Möhren putzen“. (*)

Das ist wie, als ob man sich „programmieren“ würde. Lautet das Programm etwa „Möhren putzen“, werden erst Möhren, Brett und Messer bereitgelegt. Danach geht alles scheinbar wie von selbst vonstatten, vorausgesetzt, man hält sein Denken auf Abstand. Wer ohne „Program­mierung“ Möhren schneidet oder zwischendurch an anderes denkt – riskiert eine Schnittwunde. Sure I.14 der Yoga Aphorismen des Patanjali widmet sich diesem Aspekt der Praxis. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Olympische Winterspiele Sotschi: Verzweifelte Sinnsuche

Lenin mobilisiert mit seinen Ideen die Massen.Foto: Grigori Petrowitsch Goldstein (1870-1941)

Lenin mobilisiert mit seinen Ideen die Massen.
Foto: Grigori Petrowitsch Goldstein (1870-1941)

Vorbei die Zeiten, da Russland durch Ideen und Ideale, dessen äußere Manifestation die Weltmacht Sowjetunion war, also durch die Verkörperung politischer, ökonomischer und militärischer „innere Werte“, Aufmerksamkeit und Respekt – und auch Furcht – in der Welt hervorrufen konnte. Der Marxismus-Leninismus als weltanschauliches Ideal hat sich auf ganzer Linie als historische Verblendung erwiesen, der Millionen zum Opfer gefallen sind. Russland, als Sowjetunion-Verweser, ist eine Art gestrauchelter Dinosaurier im Koma auf der Suche nach einer neuen VOLKSSEELE und neuer Vitalität. Die Olympischen Winterspiele in Sotschi waren der verzweifelte Versuch, den Bewohnern des russischen Riesenreichs irgendeinen globalen nationalen Sinn zu geben. Das Ergebnis – mit seinen irrlichtenen virtuellen Animationen – ist mitleiderregend. Weiterlesen

Katholische Kirche: Ehre wem Ehre gebührt

Katholische Kirche und Linkspartei – eigentlich weltanschau­liche Erzfeinde vor dem Herrn – fanden sich in letzter Zeit immer wieder Seite an Seite wieder, zumindest argumentativ wenn es um Drohnen­einsatz und Erdgas-Fracking ging.

Religiöses Zentrum des Bistums Fulda: Klosteranlage aus dem 17. Jh. Hier entstand später der Dom, Kupferstich von Matthäus Merian. Abb. gemeinfrei

Ist die Antihaltung der LINKEN vor allem politisch motiviert, sind das öffentliche Stellungbeziehen von Bischöfen gegen den Drohnen­ein­satz der Bundeswehr und das Fracking-Verbot im Bistum Fulda Aus­druck eines tiefgehenden moralisch-ethischen Bedenkens, das nicht nur Katholiken erreicht, sondern jeden erreichen sollte, der sich von der „embedded“ Berichterstattung der Medien noch nicht hat benebeln lassen. Aller gegenwärtigen Kritik an der katholischen Kirche zum Trotz gebührt ihr damit (wieder) die Ehre, eine moralische Instanz der Gesellschaft zu sein. Weiterlesen