Entscheidender Nachteil so genannter „sozialer Medien“, wie der Mikroblogging-Plattform „X“ (bis 2023 Twitter), ist, dass selbst investigativ oder künstlerisch geniale Veröffentlichungen der breiten Masse verborgen bleiben. Ein aktuelles Beispiel: Das satirischvirtuellfiktive Verhör von Annetta Kahane, einem ehemaligen langjährigen Stasispitzel, der auf wundersame Weise in der Merkel-BRD ganz groß herauskommen konnte, ohne jemals für seine Spitzeltätigkeit belangt worden zu sein.
txt
Kahane – gebrochen und schuldbeladen? Wohl kaum
Für enttarnte Leute wie Kahane ist es allerdings ein Segen, dass die von ihr so bekämpften „alternativen Medien“ in den jeweiligen von Followern gebildeten Blasen weitgehend exklusiv konsumiert werden. Etwa das „Verhör“ – eine Melange aus Satire, Enthüllung, Geschichte und digitale Kunst, sie selbst betreffend – blitzte in der Timeline von X wie ein heller Komet für ein paar Stunden kurz auf, um danach auf Nimmerwiedersehen im Timeline-Schlauch zu verschwinden. Es scheint daher wichtig, solche Formate und Werke auf klassische Weise, als Artikel in einem Blog oder Onlinemagazin, zu präsentieren und jederzeit zugänglich zu halten.
Hier eine Auswahl von Förderungen von 2020
Doch kommen wir zum „Verhör“ selbst. Zunächt ist klarzustellen, dass wir keine Ahnung haben, wer genau den Kanal „ANAkontra“ betreibt, ob Ana wirklich eine Anna ist oder doch eher ein Anton. Das spielt aber auch keine Rolle. Man kann wohl davon ausgehen, dass die bestechende Darstellung der „Verhörenden“ provozierende KI-Kunst ist. Kahane wird im Video als gebrochen, von Schuld zerfressen, porträtiert. Sie beruft sich bei ihrer Spitzeltätigkeit auf ihre 19-Jahre-Jugend, versucht sich als Opfer zu stilisieren. Ein zwar typisches Täterverhalten, aber letztlich sogar irgendwie sympathisch menschlich. Im Video läßt die Vernehmerin Kahane damit aber nicht durchkommen: „Gib zu, du hast dir gesagt, genau das will ich machen.“
An den Realitätsbezug einer „menschlichen“ Darstellung muss aber in der Tat gezweifelt werden. In den wenigen öffentlichen Auftritte Kahanes tritt sie hart, unversöhnlich und gnadenlos auf. Sie verbreitet Hass und Feindseligkeit, alles schön mit klebriger „unsereDemokratie“-Zuckerwatte umkleidet. Unvergessen, wie sie vor Jahren den rassistisch motivierten Kolonialherren gab, der am liebsten im Osten Heerscharen „Andersfarbiger“ anzusiedeln wünschte, um den von ihr so verhassten patriotischen SOMEWHERES Paroli zu bieten. (KÔ-SEN)
Original-Tweet
[KI-SATIRE]
— ANA.kontra | SowasVonKlar (@ANAkontra) March 22, 2026
Frau Kahane, oder soll ich Sie lieber ‚Victoria‘ nennen? 🕵️♀️
Ana bittet zur Beichte. Ein Verhör über Stasi-Akten, Millionen-Fördergelder und die Frage: Was bleibt eigentlich übrig, wenn das Licht ausgeht?
Zieht euch warm an. Das hier tut weh. 🍿🔥
Satirische… pic.twitter.com/3ogIm90zl3
(Kommentare/Hinweise bitte per Mail einreichen: redaktion | at | trinosophie | dot | info)
Zuletzt aktualisiert: 23.03.2026 von Heinz Knotek






