Demokratie: „Schafe dazu bringen, ihre Schlachter selbst zu wählen“

Heidschnucken, besonders genügsame Schafrasse | Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Heidschnucken, besonders genügsame Schafrasse.

Die Demokratie – so kann man den Eindruck haben – ist für Deutschland bislang ein Segen gewesen. Warum eigentlich? Weil trotz schwerer Kriegsschuld Westdeutschland zum Wirtschaftswunderland mutieren durfte, nur wenige Jahre nach Auschwitz und „Plan Barbarossa“, und der dazu verordnete politische Überbau eine repräsentative Demokratie war? Für viele Hundertausende Menschen bedeutete „Demokratie“ weltweit aber den Tod. Denn im Namen der Demokratie wurden und werden Kriege geführt, ganze Landstriche zerbombt und blutig schwelende Fehden zwischen Bevölkerungsgruppen geschürt. Man kann also Demokratie ganz unterschiedlich wahrnehmen. Der Hochschulprofessor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel, Rainer Mausfeld, geht so weit, Demokratie als etwas zu beschreiben, dass „Schafe dazu bringt, ihre Schlachter selbst zu wählen“. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Hölle im Hier und Jetzt

Konzepte wie Himmel und Hölle haben den Vorteil, dass sie allesamt etwas Abstraktes ohne erkennbaren Zusammenhang zum konkreten Hier und Jetzt sind. Zumindest wenn man sie im Kontext einer monotheistischen Religion versteht. Buddhismus und Taoismus sind zwar keine monotheistischen Religionen, kennen aber diese Begriffe ebenfalls und bemühen sich dabei um eine erlebbare und weitgehende Praxisnähe. Möglich wird das durch die Annahme der These, Karma und Reinkarnation seien universelle naturgesetzliche Prinzipien.

Hölle als Nachtod-Verwahranstalt für Bösewichte: Dante And Virgil In Hell (1850) by William-Adolphe Bouguereau. Foto: gemeinfrei

„Höllische“ Lebensumstände haben demnach einen guten Grund. Wer etwa ständiger Verleumdung ausgesetzt ist und auf Schritt und Tritt mit der Unzuverlässigkeit anderer konfrontiert wird, hat sich demnach diese „Hölle“ in einem früheren Leben selbst zubereitet, indem er sich damals an seinen Mitmenschen mit LÜGEN vergangen hat. Wer das glaubt wird zwar nicht selig, beißt sich aber sicherheitshalber lieber einmal zu viel als zu wenig auf die Zunge. Weiterlesen