Letzter Trumpf – chemische Waffen

Chemische Waffen gehen immer. Auch das „Ziehen roter Linien“. Wenn heute im Irak Terroranschläge mit Dutzenden Toten begangen werden, ist das den Medien nur noch wenige Zeilen der Berichterstattung wert. Der freie Fall in das Bodenlose einer kulturellen und politischen Anarchie verdankt der Irak dem Lügengespinst der damaligen US-Administration unter George W. Bush, die eine „Bedrohung der Welt mit Chemiewaffen“ erfunden hatte und unter dem Vorwand der „Rettung“ der Welt den Irak in ein bis heute andauerndes Bürgerkriegschaos stürzte.

US-Armee setzte jahrelang Chemiewaffen ein.(U.S. Fairchild UC-123B Provider aircraft cropdusting in Vietnam during Operation Ranch Hand which lasted from 1962 to 1971). Foto: USAF (gemeinfrei)

US-Armee setzte jahrelang Chemiewaffen ein.
(U.S. Fairchild UC-123B Provider aircraft cropdusting in Vietnam during Operation Ranch Hand which lasted from 1962 to 1971).
Foto: USAF (gemeinfrei)

Schlimm genug, dass die Folgen dieser völkerrechtswidrigen Aggression kaum noch Interesse wecken. Schlimmer jedoch ist, dass die jetzige US-Regierung unter dem „Friedensnobelpreisträger“ Obama sich als letzten Trumpf des gleichen Propagandamittels bedienen kann, um in Syrien doch noch die eigentlich geplante Zersetzung des Landes umzusetzen. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Kultur der Selbstlosigkeit (The Culture of Altruism)

Selbstlosigkeit oder Altruismus ist eine der ersten Tugenden aller spirituellen Pfade. „Selbst-Losigkeit“ steht dabei für ein Denken und Handeln, das NICHT vom persönlichen Selbst dominiert wird. Das illusorische persönliche „Selbst loszuwerden“ ist ein anstrengender und langwieriger Prozess, der aber zugleich voller Fallstricke ist. Der ernsthaft nach Altruismus Strebende muss sich nicht nur vor Sekten und Kulten in Acht nehmen, die ihm mit Techniken, Einweihungen oder „geistigen Führern“ zum Ich zurück locken.

Almosen geben gilt in vielen Religionen und Kulturkreisen volkstümlich als DER Akt der Selbstlosigkeit. Gemälde von Jacques-Louis David (1748–1825). Abb. gemeinfrei

Die größte Gefahr ist das eigene ICH selbst, das sich sprichwörtlich mit Händen und Füßen dagegen wehrt im Königreich der Selbstbehauptung vom Thron gestoßen – oder zumindest zu einer „konstitutionellen Monarchie“ degradiert – zu werden. Der Sucher hat daher eine Kultur der Selbstlosigkeit zu entwickeln. Weiterlesen

Wird in der Türkei der arabische Pseudo-Frühling zum echten Muslimischen Frühling?

Marodeure und Kombattanten nennt Recep Tayyip Erdoğan, gegenwärtig Ministerpräsident der Türkei, geringschätzig die jungen Demonstranten, die vor allem in Istanbul aber auch in anderen Regionen des Landes die drohende Fällung von einigen Bäumen als Anlass zum friedlichen Protest gegen die Erdoğan-Administration nutzen, die ihrer Meinung nach schleichend die Islamisierung der Gesellschaft vorantreibt.

Taksim-Platz
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Gerade noch hat sich Erdoğan vehement zum Fürsprecher echter Maro­deure und Kombattanten gemacht: unter dem Deckmantel „arabischer Frühling“ wurden und werden mordende Banden ins Nachbarland Syrien geschleust. Plötzlich kehrt sich alles um. Erdoğan sieht sich selbst pro­tes­tierenden Massen gegenüber. In der Türkei könnte aus dem ara­bi­schen Pseudofrühling ein echter Frühling werden, ein muslimischer. Weiterlesen