Denkvermögen immun vor Einflussnahme machen

Zur Erinnerung an W. Q. Judge (1851-96)

Auf der stralen See ist das Denkvermögen wie ein Korken ausgeliefert | Bild: Heinz Knotek / TrinosophieBlog

Auf der stralen See ist das Denkvermögen wie ein Korken allem Auf und Ab ausgeliefert. Selbst eine Fixierung (verankerte Tonne) oder ein bewusstes Denken (fahrendes Motorboot) gelingt nur schwer. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Am 21. März jährte sich zum 119. Mal der Todestag von William Q. Judge, irischer Mystiker und Theosoph, Mitbegründer der Theosophischen Gesellschaft im Jahre 1875 in den USA. In seiner leider nur kurzen Inkarnation hat Judge in zahlreichen Schriften immer wieder auf eines der wesentlichen Hindernisse auf dem Weg zur Befreiung des Menschen vom Rad der Wiedergeburt hingewiesen – das komplett unkultivierte, ausschließlich im astralen Umfeld der Persönlichkeit verankerte und dabei völlig vor Einflussnahme aller Art ungeschützte Denkvermögen. Nur wer sein Denken immun macht vor äußerer Einfluss­nahme ist Herr seiner selbst und auf auf dem Weg zum SELBST. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Die formatisierten Kinder von Neubeuern

Digitales Atmen. (*)

Sie sitzen in einheitlicher Schuluniform vor einheit­lichen Tablet-PCs1. Vor den Fenstern der Privatschule die lebendige Kulisse des Kultur­dorfs Neubeuern, in­mit­ten der Natur des Alpenvor­landes. Drin­nen keine Bücher, die man ver­ges­sen kann. Kein Col­legeblock der leer ist. Also kein Blatt das man bei seinem Sitz­nachbarn erfragen müss­te. Keine Stifte die man spitzen muss. Alles forma­ti­siert und auf Knopf­druck und per „wisch-und-weg“ abrufbar. Schü­ler solcher Schulen sind jetzt Dialogpartner von – Maschi­nen. Wobei die Maschinen das WIE und WAS vorgeben, das wiede­rum ein Über-Administrator in den Ein­stel­lungen des Schul­netz­werkes festgelegt hat. Keine Möglichkeit mehr, eine bedrückte Stimmung durch Unordnung auf der Schulbank zu signa­lisieren. Kein Grund mehr da, seine Fähigkeit zur Selbstorganisation zu trainie­ren, in dem man am Vorabend des Schulta­ges seinen Ranzen packt. Stattdes­sen die Illusion eines omnipräsenten WLAN, das in Wirk­lichkeit Ausdruck einer omnipo­tenten Kontrollmacht ist. Denn natürlich kann es nur kontrollierten und reglementierten Zu­gang ins Internet geben. Der Eintritt in diese „schöne neue Welt“ kostet um die 33.000 Euro im Jahr. Ist das die Schule der Zukunft? Sollen wir freudig darauf warten, dass das digitale Atmen bald auch in den Schulen fürs Volk ankommt. Oder besser beten, dass Gott das den Reichen und Schönen überlässt, wenn er will auch als Denkzettel? Weiterlesen

  1. s. Süddeutsche Zeitung: „Google statt Gehirn“, 29. September 2012

Das Ziel menschlichen Strebens: Wissen oder Weisheit?

Serie: Apokalypse – Schlüssel zur Gnosis von JAMES MORAGN PRYSE (1859-1942)

Wissen oder Weisheit? Alles Wissen der Welt ist vergänglich, weil die Welt selbst es ist. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Wissen oder Weisheit? Alles Wissen der Welt ist vergänglich, weil die Welt selbst es ist.
Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Wenn die Apokalypse um einen herum beginnt, bedrohlich Gestalt anzunehmen, dann bleibt zum Sinnieren über Fragen wie „Wissen oder Weisheit?“ keine Zeit mehr. Wie unver­mittelt das Grauen der Barbarei in den Alltag einer Konsum-Zivielgesellschaft westlicher Prägung eindringen kann, hat der Jugoslawien-Krieg in den 1990er Jahren gezeigt. Mit dem Ukraine-Krieg mit seinem Potenzial zum weltweiten Brandherd rückt uns die Barbarei ernneut ein Stück näher. Zeit, sich im Außen für den Frieden einzusetzen, und im Innen auf den Pfad der unsterblichen Seele auszurichten. Weiterlesen