Syrien: Tödlicher Frühling

Wenn Menschen anderer Kulturen gewaltsam gegen unsere „Ordnung“ vorgehen, dann nennen wir sie Terroristen und verfolgen sie vehement, zu recht und zumindest in Westeuropa nach geltendem Menschenrecht. Geschieht aber das Gleiche in uns wesenhaft fremden Kulturen, dann bejubeln wir gewaltsame Angriffe auf Institu­tionen von Staaten als „Frühling“, stilisieren den marodierenden Mob zu „Rebellen“ und statten Räuberbanden unter Verletzung des Völkerrechts mit Waffen, Infrastruktur und moralischer Unterstützung aus.

Die maronitische Kathedrale im syrischen Aleppo. Bis zu den militärischen Angriffen durch vom Ausland bezahlte Gruppen lebten in Syrien religiöse Gemeinschaften neben- und miteinander. Foto:  gemeinfrei

Die maronitische Kathedrale im syrischen Aleppo. Bis zu den militärischen Angriffen durch vom Ausland bezahlte Gruppen lebten in Syrien religiöse Gemeinschaften friedlich neben- und miteinander. Foto: gemeinfrei

Allerdings nicht immer. In Mali zum Beispiel, da bekämpfen wir das, was wir etwa in Syrien „Rebellen“ nennen, als Terroristen. Dort heißt dann der arabische Frühling auch nicht mehr Frühling, sondern tödliche Bedrohung der Bevölkerung. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Ostern 2010: Zwei Feiertage, ein Hase, viele Eier und jede Menge Vertrauensmissbrauch

Alle Jahre wieder bemühen sich zu Ostern die Medien – vor allem die Radiosender – der stets weitgehend unkundigen Allgemeinheit zu vermitteln, was es mit zwei Osterfeiertagen, dem Hasen und den Eiern eigentlich auf sich hat. Da passt thematisch gerade gut dazu, dass sich das Kirchenchristentum in einer öffentlich diskutierten Vertrauenskrise befindet.

Ostern: Leere bunt bemalte Eier schaukeln im Frühlingswind. (*)

Denn in der Diskussion gewinnt immer stärker auch die These Gestalt, dass der jahrelange Vertrauensmissbrauch womöglich systemisch bedingt sei. Seriöse Zeitungen fragen sich sogar besorgt: Kann die Kirche den Neuanfang schaffen? Weiterlesen