„Das kann doch nicht wahr sein.“ Müde, erschöpft, resigniert, ihr Urvertrauen verlierend entströmt immer mehr Mitmenschen dieser Ruf der Verzweiflung. Aussicht auf Besserung oder Umkehr – Fehlanzeige. Wer es sich leisten kann, überlegt auszuwandern. Viele ziehen sich ins Private zurück. Und kein Ende in Sicht. Versuche einer rationalen Erklärung führen ohne Ausnahme ins Leere. Weisheitslehren aus Indien behaupten seit Jahrtausenden, das sei alles Māyā. Häh?
Schlagwort: Hinduismus
Göttliche Tugend (Pāramitā): Vollkommenes Loslassen (Perfect Detachment)
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Pāramitā, lustvolles Ergreifen ohne Begierde? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog [/caption]
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Pāramitā, lustvolles Ergreifen ohne Begierde? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog [/caption]
Eine „vierte Pāramitā“ Viraga – „Neutralität gegenüber Freude und Leid, Ausdruck der Überwindung aller Formen von Selbsttäuschung, direktes Sehen der Wahrheit“ – wird man in der kanonischen Literatur der verschiedenen buddhistischen Schulen zu den Pāramitā vergebens suchen. Es waren die Theosophen des ausgehenden 19. Jahrhunderts um die russische Mystikerin H. P. Blavatsky die von 1875 bis 1895 buddhistische Lehren erstmals einer breiteren Öffentlichkeit des westlichen Kulturkreises zugänglich machten. Dazu gehörten auch die zur Erlösung von der Bindung an das Rad der Wiedergeburt führenden Tugenden, die Pāramitā, wie Vollkommenes Loslassen (Perfect Detachment).
