
„Das kann doch nicht wahr sein.“ Müde, erschöpft, resigniert, ihr Urvertrauen verlierend entströmt immer mehr Mitmenschen dieser Ruf der Verzweiflung. Aussicht auf Besserung oder Umkehr – Fehlanzeige. Wer es sich leisten kann, überlegt auszuwandern. Viele ziehen sich ins Private zurück. Und kein Ende in Sicht. Versuche einer rationalen Erklärung führen ohne Ausnahme ins Leere. Weisheitslehren aus Indien behaupten seit Jahrtausenden, das sei alles Māyā. Häh?
Māyā oder der Käfig in uns
Fragt man den KI-Roboter, was genau das Konzept von Māyā bedeutet, kann man diese Erläuterung finden:
Maya (Māyā) ist ein zentraler Begriff der indischen Philosophie (besonders Vedanta und Yoga), der Illusion, Täuschung oder Zauberkraft bedeutet und die Welt, wie wir sie wahrnehmen, als ein Schleier beschreibt, der die wahre, einheitliche Realität (Brahman) verdeckt, indem er das Vergängliche als ewig und das Unwahre als wahr erscheinen lässt. Diese Kraft lässt uns glauben, getrennt von Göttlichem und anderem zu sein, und hält uns in einem Zustand der Unwissenheit (Avidya) gefangen, bis durch Erkenntnis (Vidya) und Gnade die wahre Natur erkannt wird.
Also soll alles, was uns bedrückt und bedroht, genauso wie das, was uns erfreut und uns hoffen läßt, „Illusion, Täuschung“ sein? Alles in einem dürfte sich zunächst gegen solche „Ansichten“ sträuben. Wir sind jedoch nicht die Ersten, denen es dabei so ergeht, wie nachfolgendes Zitat zeigt.
Ein junger Suchender kam einmal zu Adi Shankaracharya und fragte: „Meister, wenn alles Māyā ist, warum fühlt es sich dann so real, so schmerzhaft, so überzeugend an?“
Shankaracharya sah ihn mit Mitgefühl an. „Māyā ist nicht die Welt“, sagte er. „Die Welt existiert einfach. Māyā ist die Bedeutung, die du ihr beimisst. Es ist die Geschichte, die du über die Realität malst, und dann leidest du unter deinem eigenen Gemälde.“ Der Suchende runzelt leicht die Stirn. „Wie kann ich dann aus dieser Māyā herauskommen?“ Shankaracharya antwortete: „Indem du erkennst, dass du es bist, der sie erschafft. Māyā entsteht jedes Mal, wenn du dich an Lob, Schuld, Gewinnen oder Verlieren klammerst. Lass das Festhalten los, und Māyā löst sich auf wie Nebel und Sonnenlicht.“
Der Suchende flüsterte: „Die Welt ist also nicht die Falle.“ „Nein“, sagte Shankaracharya, „dein eigener Geist ist die Falle. Die Welt ist nur eine Leinwand. Du projizierst deine Ängste und Wünsche darauf und nennst dann die Projektion real. Wenn die Projektion endet, erscheint die Wahrheit ganz einfach, unverkennbar frei.“ Der Suchende verneigte sich und erkannte vielleicht zum ersten Mal, dass der Käfig nie außerhalb von ihm gewesen war.
Übersetzt mit DeepL.com
A young seeker once came to Adi Shankaracharya and asked, "Master, if everything is Maya,
— श्री (@shree_2_2) January 21, 2026
then why does it feel so solid, so painful, so convincing?" pic.twitter.com/89FiWj1Sol
Sollte an dieser Theorie etwas dran sein, dann müsste etwa der Tisch vor einem „lediglich“ eine mentale Projektion sein. So’n Quatsch. Der Tisch ist doch solide und deutlich zu spüren. Schlägt man mit der Faust drauf, gibt es ein Ziehen in der Hand und es gibt ein lautes Geräusch. Andererseits – hätte man uns von klein an immer und immer wieder erzählt, daß das Ding „Tomate“ heißt, wäre der Ausspruch, „mal mit der Faust auf die Tomate hauen“ selbstverständlich das Normalste von der Welt. Folgt man dieser Logik, beginnt man eine Erscheinung konsequent immer weiter zu sezieren, dann läßt sich erkennen, dass ein Ereignis erst in unserem Kopf zu etwas gemacht wird, das uns wahlweise bedrückt, bedroht, erfreut oder hoffnungsvoll macht. Das bedeutet nun nicht, daß man sich über etwas Bedrückendes plötzlich freut. Das wäre psychotisch. Läßt man aber den „Interpretations-Generator“ in unserem Kopf, unser Denkvermögen, zur Ruhe kommen, dann verliert Bedrückendes etwas von seinem bedrückenden Wesen. Man wird mehr und mehr zu einem“ interessierten Zuschauer“, der auf der Bühne des Lebens eine Aufführung bedrückender Szenen sieht. Aber nicht Teil des illusorischen Spiel ist.
Zum Üben: Das kann doch nicht wahr sein – Auswahl der letzten Tage
Folgende zufällige Auswahl an Das-kann-doch-nicht-wahr-sein-Ereignissen ist zum „Üben“ gedacht. Am nächsten Tag zur gleichen Zeit nimmt man sich erneut vier Fälle, am darauffolgenden Tag wieder usw. Über alle vier Fälle könnte man sich jeweils „strukturiert“ aufregen. Heute, morgen, übermorgen. Man könnte an dieser scheinbar nicht enden wollenden Kette von Ereignissen verzweifeln. Doch nur „spaßeshalber könnte man auch probieren, in den Ereignissen jeweils das „Māyā-Wesen“ zu finden. Die Täuschung, die Illusion, das Leere. Das Einzige was dabei zu tun ist, ist das Denkvermögen zur Ruhe zu bringen. Alle unterscheidenden, bewertenden Gedanken einfach bei ihrem Auftauchen an sich vorbeiziehen lassen. Das will erst gar nicht klappen. Mit der Zeit aber funktioniert es.
KÔ-SEN (wird fortgesetzt)
Die Automobilindustrie und der Werkzeugmaschinenbau waren die beiden wichtigsten Pfeiler der deutschen Wirtschaft. Das ist vorbei. Unsere Autos fahren nur noch hinterher, jetzt knickt auch das andere große Standbein weg.https://t.co/0pkxVth1W4
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Zuletzt aktualisiert: 25.01.2026 von Heinz Knotek






