Eine Antwort geben – mein Tun als Gefangenenseelsorger

VON ANDREAS HAGN1

Gefängniszelle.
Foto: Andrew Bardwell

Seelsorge im buddhis­ti­schen Sinne ist ja ein Pa­radoxon, da der Buddhismus keine Seele kennt, zumindest nicht im Sinne der beständigen Identität eines in sich inhärenten Selbst. Also haben wir versucht andere Begriffe zu finden und wir reden auch vom Betreuen und Begleiten.

Das Wort Seele beinhaltet für mich etwas nicht Greifbares und mit Worten nicht Erklärbares. Hier spannt sich eine Brücke zur buddhis­tischen Sichtweise des nicht Faßbaren, dem Bereich jen­seits der Weisheit. Bodhidarma, der erste Zen-Patriarch in China, sagte: Der Geist beginnt dort wo die Sprache endet. Weiterlesen

  1. Andreas Hagn ist Familienvater und Unternehmer in Wien, zenbuddhistischer Laienmönch und aktives Mitglied der Dharma Sangha Österreich links_yellow.gif.

[Archiv-Auswahl] Chimäre vom „bösen Islam“

Bunter durch mehr schwarz? Foto: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Bunter durch mehr schwarz? Foto: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Lange schon ist für die Zivilgesellschaften des westlichen Kulturkreises der „Islam-Köder“ ausgelegt worden. Lange wollte aber keiner so richtig anbeißen und die Chimäre1 vom „bösen Islam“ ernstnehmen. Feindbilder ziehen in einer toleranten Demokratie nicht. Und warum sollte man ungebildete Wüstenbewohner als ernst zunehmende Bedrohung des westlichen Kulturkreises ansehen? Das haben erst die angeblich von berittenen afghanischen Taliban angestifteteten Angriffe auf New York im Jahre 2001 geändert. Damit von Anfang an der Identität der Attentäter keine Zweifel entstehen, ließen diese „freundlicherweise“ einen Koffer in der Abfertigungshalle zurück, in dem beim Öffnen eine Koran-Ausgabe ganz oben lag, gleich darunter Ausweispapiere und Arbeitsanweisungen auf Arabisch zum Entführen von Flugzeugen. Weiterlesen

  1. Die Chimäre (auch Chimära) ist ein boshaftes Mischwesen der griechischen Mythologie, so wie der konstruierte „böse Islam“ ein Mischwesen aus manipulativer Machtpolitik und relgiöser Verblendung ist.

Kindsgebrauch

WAISEN, Thomas Kennington,
1885, (Tate, London).

Foto: gemeinfrei

Verbiesterte alte Männer einer sich ultrakonservativ gebenden Regionalpartei sind scheinbar die einzigen, die dem uneinge­schränk­ten Benutzen des Adoptionsrechts die Stirn bieten, aber durch ihr antiempathisches Wesen eher dem Anliegen scha­den das sie so vehement vertre­ten. Gerade wurde und wird noch darüber gefeilscht, ob und wie weit elternlose Kinder, denen in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg in staatlichen und kirchlichen Heimen Unrecht angetan wurde, dafür entschädigt werden, dass man sie benutzt und missbraucht hat. Da werden zur Adoption „frei gegebene“ Kinder unter dem Deckmäntel­chen der Fürsorge schon wieder zum OBJEKT.

Eine Minderheit feiert sich öffentlich in dem ihr ganz eigenen schrillen Stil, sich zukünftig eltern­loser Kinder bedienen zu können, wenn es dem eigenen Ego nach „normaler“ Familie ist, die man wegen seiner sexu­ellen Konditionierung aber biologisch nicht gründen kann. Was für ein Aufriss um das ver­meint­liche Recht Homosexueller, sich ihren Klein­bürger­traum mit Kind und Kegel künstlich erfüllen zu dürfen. Doch wer vertritt bei alledem eigentlich die betroffenen Kinder? Weiterlesen

Schlechtes Karma auflösen…

Abfall, selbst hoch giftiger, wird gern heimlich im Meer entsorgt. Denn früher oder später wird noch jeder Dreck und jedes Gift ver­dünnt und verdünnt und verdünnt. Bis alles scheinbar ganz aufgelöst ist. Das erinnert an die Versprechen von Reinkarnationstherapeuten, die meinen, „schlech­tes Karma“ müsse man – vereinfacht ausgedrückt – nur auflösen, irgendwie.

Abflussrohr auf Helgoland: (geklärtes) Abwasser landet im Meer. (*)

Etwa durch eine Überweisung an den Therapeuten-Guru. Der wird dann magisch aktiv. Und mit etwas Glück lassen sich selbst Krebser­kran­kung­en in Nichts auflösen. Doch weder ist Karma gut oder schlecht, noch kann jemand das Karma-Rad beeinflussen. Weiterlesen