Wird das Jahr 2017 das 1984 von George Orwell?

Verblendung, Täuschung, Indoktrination

Muss am Exzeptionalismus des Hegemon die Welt genesen oder kommt faschistoide NWO kunterbunt daher? Grafik (Ausschnitt): Peter Saul, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Rückblickend – wie naiv waren wir, die in den 1980er und 90er Jahren 1984 von George Orwell lasen und darüber debattierten. Zweifel kamen auf, ob die schaurige Zukunftsvision nicht doch nur krude Science-Fiction sei. Das gleißende Licht, das die Implosion des staatssozialistischen Weltlagers verbreitete, blendete uns. In der Hitze der materiellen Transformation um einen herum entging uns die zerstörerische Kälte und das Strohfeuerhafte dieses Lichtes. Wir konnten noch nicht wissen, dass der Ost-West-Konflikt ein Segen war, denn dessen sich ausgleichende Gegenkräfte vermochten die Box der Pandora 40 Jahre verschlossen zu halten. Das „gegen“ war nun weg. Die Box sprang auf. Weiterlesen

dOCUMENTA (13) – Licht am Ende der Sackgasse

Mit fotografischen Ansichten auf die dOKUMENTA (13)

Kriegseinsätze, letztlich etwas erschreckend Profanes. Bild: Heinz Knotek

Kriegseinsätze, letztlich etwas erschreckend Profanes. Bild: Heinz Knotek

Kunst für das vergängliche Ego oder die unsterbliche Seele? Das scheint die Frage, die sich der Besucher mit einer mehr spirituellen Lebenshaltung beim Gang über die 13. DOCUMENTA stellt. Doch wenn Kunst für das vergängliche Ego eben dieses Ego irgendwie harmonisiert, inspiriert, durchlässiger macht, dann ist auch Ego-Kunst gut für die Seele und damit auch Kunst für die Seele. Spaniens Banken wollen sich vermutlich bald unter den Rettungsschirm flüchten, kann man im Autoradio auf der Fahrt nach Kassel hören. Unsere Gesellschaft ist in der Sackgasse, nicht nur allegorisch. Auch künstlerisch, wird man merken, wenn man durch die erhabenen Hallen des Fridericianums schlendert. Sackgassenkunst. Sie lässt ein Licht aufscheinen, am Ende der Sackgasse. Was kann der Seele besseres passieren? Weiterlesen