Terrorismus – Autoimmunerkrankung der Zivilisation

Karma-Betrachtungen zum Terroranschlag von Mumbai

Pillen, bei Autoimmun-
krankheiten wenig
hilfreich.

Bild: Ko-Sen

Das Nachfolgende ist kein weiterer Augenzeugenbericht vom Terror-Irrsinn aus Mumbai. Es ist ein Zitat aus MÄRCHENLAND GONDWANA von Maria Szepes1, Anfang der 1990er Jahre veröffentlicht.

Sie sind bis an die Zähne bewaffnet und von tobendem Hass gegen die Privilegierten erfüllt. Diese elementare und menschliche Tobsucht, die jede Sperre niedertrampelt, tritt parallel in mehreren Siedlungen auf. Auch auf den schwimmenden Inseln haben die Infizierten revoltiert…

Der kleine SF-Roman erzählt von einer vermeintlich fernen Zukunft, in der sich die Gemeinschaft zivilisierter Menschen zunehmend bedroht sieht. Gefahr kommt von rohen, ungebildeten Massen, die täglich um das nackte Überleben kämpfen, sich dem Drogenrausch hingeben und anfällig sind für die Manipulationen fundamentalistischer religiöser Anführer. Erlöserreligionen haben Hochkonjunktur. Der Mob lässt sich im Namen Gottes zu Bombenanschlägen, Attentaten und Entführungen verleiten. Da sie nichts zu verlieren und keine Verfolgung zu befürchten haben, sind die Attacken von besonderer Grausamkeit. Weiterlesen

  1. München 1993

[Archiv-Auswahl] Beim Geld hört die Brüderlichkeit auf, dabei sollte sie hier anfangen

Der Euro ist unser Schicksal! Mit diesem Statement versuchte Bundeskanzlerin Merkel im Dezember 2010 so etwas wie einen emotionalen Appell an die euroskeptische Wirtschaft und die euromüde Bevölkerung. Grundtenor des Aufrufs: Nun, da der Euro einmal da ist, können wir ihn nicht mehr aufgeben. Also machen wir das Beste daraus.

Rettungssschirm für Spekulanten und Bruchbanker. Grafik: PiRK

Doch der Europakt war nie als unumkehrbares Schicksal nach dem Prinzip „alles oder nichts“ konzipiert. Eher als Chance für eine noch zu vollziehende politische Vereinigung. Die Chance wurde bislang vertan. Der Zugang zum Euroraum wird vor allem unter dem Blickwinkel möglicher Vorteilsnahmen gesehen und angestrebt. Einzelne Staaten haben sich dazu mit gefälschten Wirtschaftsdaten den Euro-Zugang erschlichen – quasi eine kriminelle Handlung. Und diejenigen, die einst den Europäern den Euro mit fast autistoider Hartnäckigkeit oktroyiert haben, sind noch immer an der Macht. Weiterlesen

Bodhisattva-Gelübde: Effektive, wenn auch unbequeme, Methode der Umkehr

Das Bodhisattva-Gelübde besteht – vereinfacht ausgedrückt – aus dem Gelöbnis, sich auch dann freiwillig zu inkarnieren, wenn man es eigentlich nicht mehr muss. Und zwar zu dem Zweck, den noch nicht so weit fortgeschrittenen Suchern zur Seite zu stehen. Wobei das WO und WIE getrost dem unfehlbaren Wirken des Karma-Gesetzes überlassen bleiben kann.

Kleines Kesa zum Bodhisattva-Gelübde im Zen-Buddhismus.
Bild: Ko-Sen

Zunächst mag das auf dem ersten Blick abgehoben klingen, abstrakt-mystisch und vor allem vollkommen irreal. Weder ist das Freisein vom Rad der Wiedergeburt in greifbarer Nähe, noch gibt es Grund anzunehmen, man könnte anderen auf ihrem Weg hilfreich sein. Dennoch besitzt das Bodhisattva-Ideal eine sehr reale Wirkung. Vorausgesetzt, man fasst es in seinem esoterischen Sinne auf. Weiterlesen

Erbgut-Analyse: Blick ins SELBST?

Nur noch wenige Jahre, dann wird es möglich sein, sich in eine Art Passfoto-Automaten zu setzen, um auf die Schnelle sein Genom entziffern zu lassen. Es wird nur etwas teurer als beim Passfoto, um die 1.000 Dollar, und wird etwa einen Arbeitstag in Anspruch nehmen.

Beispiel für Spektralkaryotypie, einem Verfahren zur Visualisierung von Chromosomen.

Das Gerät heißt auch anders: Sequenzierautomat. Eine große deutsche Tageszeitung frohlockt angesichts dessen mit der Headline: Blick ins Selbst – neue Techniken offenbaren das Erbgut. Das immaterielle Selbst als Aspekt eines materiellen Phänomens zu betrachten offenbart eine Weltsicht, wie sie am Vorabend des Industriezeitalters – dem ausgehenden 19. Jahrhundert – aufkam. Trotz wissenschaftlichen und technischen Fortschritts treten wir spirituell auf der Stelle. Weiterlesen