Wer Sanktionen verhängen lässt will Krieg! Doch warum nur?

Wiedergabe eines Interviews von KenFM mit Willy Wimmer

Angloamerikanisches Vormachtstreben wurzelt historisch im britischen Kolonialimus.Bild: Heinz Knotek

Angloamerikanisches Vormachtstreben wurzelt historisch im britischen Kolonialimus.
Bild: Heinz Knotek

Willy Wimmer stellt das fest, dass Sanktionen der erste Schritt hin zur Kriegser­klärung sind. Und wer sich dabei die Frage nach dem Warum stellt bekommt ebenfalls eine plausible Antwort: Es geht um Europa oder darum zu verhindern, dass der friedenspende Grundsatz der Zusammenarbeit und Kooperation der Staaten untereinander zur Leitidee der EU und darüber hinaus wird und die EU damit ein wahrlich strahlendes Beispiel für die Welt werden könnte für wirtschaftliche Stärke, soziale Marktwirtschaft und friedliches Nebeneinander. Ein politisches Kraftzentrum also. Und Antithese zum angloamerikanischen Vormachtstreben auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Und damit unliebsamer Konkurrent und Gefahr. Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Gott – eine „unsterbliche“ Widerspiegelung

Der kirchenchristliche Ursprung der Ostereiersitte ist unbekannt. Dennoch erfährt der dekorationsintensive Brauch erwartungsgemäß auch Ostern 2011 eine erneute Steigerung. Kaum ein Baum im öffentlichen Raum ist sicher vor einem wollüstig bunten „Gehänge“ aus grellbunten Kunststoffeiern. Es ist kein Zufall, dass das Kirchenchristentum die materielle Auferstehung seines Gottes genau auf die Zeit gelegt hat, an der die vormals „heidnischen“ Völker die zum frühlingshaften Leben wiedererwachte Natur mit Austreibungsritualen (gegen den tödlichen Winter) und Fruchtbarkeitskulten lustvoll feierten.

Osterdekoration im öffentlichen Raum – kindlich verspielt und spirituell sinnfrei. (*)

Die Mystiker, Weisen und Sucher auf dem Pfad aller Zeiten brauchten für die Auferstehung Gottes kein sinnliches Spektakel einmal im Jahr. Gott ist für sie nichts Anthropomorphes, kann daher mit den Sinnen auch nicht wahrgenommen werden, ist deshalb weder „sterblich“ noch in der Not, (wieder)auferstehen zu müssen. Gott ist wie eine Widerspiegelung, meint treffend Anna Kingsford1 in ihrem mystischen Lebenswerk: The Perfect Way or, The Finding of Christ. Weiterlesen

  1. Anna Bonus Kingsford, 1846-1888, englische Mystikerin und Theosophin

Russenhass wird wieder politisch korrekt – wie vor 100 Jahren

Schreckgespenst Bolschewik

Schreckgespenst Bolschewik

Der Hass auf Juden und Russen sitzt tief im Unter­bewusstsein des europäischen Gemüts. Die beiden Ressentiments sind unterschiedlicher Herkunft. Der Judenhass mag eine Wurzel in der christlichen Legende haben, nach der ein Jude den Heilsbringer Jesus verraten haben soll. Russenhass war zunächst eher Russenverach­tung, angesichts des demütigenden Umgangs der absolutistisch herr­schenden Feudalherren mit ihrer Bevölkerung, die sich bis weit in das 19. Jahrhundert hinein willig dem Joch der Leibeigenschaft fügte. Als 1917 das feudale Herrschaftssystem von sich als „Befreier“ unterdrückter Massen gerierenden Bolschewiken durch eine kommunistische Diktatur abgelöst wurde, wurde die Allegorie „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ plötzlich zur realpolitischen Gefahr. Schließlich hatten die „Rebellen“ um Lenin nichts Geringeres im Sinn, als die von Marx und Engels im Manifest der Kommunistischen Partei avisierte weltweite Diktatur des Proletariats tatsächlich zu errichten. In Russland schien es erstmalig in einem Land zu funktionieren. Nun bekamen die Kapitalisten Angst, ihnen könnte es ergehen wie den russsichen Feudalherren. Aus Russenverachtung wurde Bolschewi­ken­angst und daraus verkürzt Russenhass. Weiterlesen