“Theosophical Society 2.0″ as renewing reform momentum

By Heinz Knotek (); article translated into English by Christina Graf

The TG – struck by opposites.
Illustration: SPLENDOR SOLIS1

For more than 120 years the agony of the “Theo­sophical Society” (TG) now last already. Fragmented into dozens of groups and subgroups the members of each individual club stick to their self-declared “successor-leaders” with rock-hard defiance.

They once made war to the death in the name of “Mahatmas” initi­ally for the spiritual and scientific heritage of HP Blavatsky and WQ Judge, then sunk their snaffled shares in the spiritual swamp or smothered them with intellectual drought. The visibility of what is now known under the name “Theo­sophical Society” is therefore right to virtually zero. Weiterlesen

  1. SPLENDOR SOLIS: an alchemical treatise attributed to the 16th-century alchemist Salomon Trismosin

„Theosophische Gesellschaft 2.0“ als erneuernder Reformimpuls

Gut 120 Jahre hält die Agonie der „Theosophischen Gesell­schaft“ nun schon an. Zersplittert in dutzende Gruppen und Grüppchen kleben die Mitglieder der einzelnen Vereine mit steinharter Trotzigkeit an ihre zweitklassigen „Führer“, die sich einst im Namen der „Mahatmas“ erst um das spirituell-wissenschaftliche Erbe von H. P. Blavatsky und W. Q. Judge bis aufs Blut bekriegt, dann ihre ergatterten Anteile unter den Nagel gerissen und anschließend im spiritistischen Sumpf versenkt oder mit intellektueller Trockenheit erstickt haben. Die Öffentlichkeitswirksamkeit dessen, was heute unter „Theosophischer Gesellschaft“ firmiert ist daher zu Recht nahezu gleich null.

Theosophische Gesellschaft heute: holpriger Pfad im Unterholz. (*)

Dabei sind die Reformansätze für Religion und Wissenschaft, wie sie die 1875 von H. P. Blavatsky, H. S. Olcott und W. Q. Judge in New York gegründete „Theosophical Society“ propagierte, aktueller und nötiger denn je. Weder Religion noch Wissenschaft haben überzeugende und greifbare Konzepte für die Zukunft der Menschheit. Der erneuernde Reformimpuls einer „Theosophischen Gesellschaft 2.0“ wäre also ein Licht im dunklen Tunnel der uns in diese Zukunft führt. Weiterlesen

Theosophie: Weisheitslehre oder Mummenschanz?

Einen eigenen redaktionellen Schwerpunkt hat neulich eine große deutsche Tageszeitung dem Phänomen Anthroposophie gewidmet1. Dabei fanden auch die eigentlichen Wurzeln der anthropo­so­phischen Bewegung eine angemessene Würdigung. Anthroposophie ist Rudolf Steiner. Die Wurzel von Steiners Thesen jedoch sind die uralten und zeitlosen Weisheitslehren, die im letzten Viertel des 19. Jahrhun­derts durch Helena Petrovna Blavatsky, William Quan Judge und Henry Steel Olcott einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden.

Motto der Theosophie des 19. Jh.: Es gibt keine höher stehende Religion als die Wahrheit.

Nach dem Weggang von Blavatsky (1891) und Judge (1896) versank die Theosophie jener Zeit „bald in einem argen Mummenschanz2.“ Jenen Mummenschanz haben selbst ernannte Nachfolger von Blavatsky und Judge zu verantworten. Bis heute fehlt eine selbstkritische Aufarbeitung dieser Fehlentwicklung durch jene Gruppen, die sich unverändert auf jene „Nachfolger“ berufen. Weiterlesen

  1. Süddeutsche Zeitung, Samstag, 26. Februar 2011
  2. Ebenda; Thomas Steinfeld: DAS BUNTE GENIE

Kunst der Konzentration (Teil 1)

Mit dem Essay CULTURE OF CONCENTRATION by W. Q. Judge

Bodhidharma1, Meister der
Konzentration (Yoshitoshi 1887)

Abbildung: gemeinfrei

Konzentration ist alles. Buddha hat davon ge­sprochen, unser Denkver­mögen allein würde unsere Welt immer und immer neu erzeugen. Mit seinem Höhlengleichnis deutet Plato Ähnliches an. Was da lediglich flackernde Reflexionen der spirituellen Sonne auf der derben Felswand der Materie zu vermeintlich herrlichen Tagen und Nächten macht – auch das ist das Denkvermögen. Konzentration des Denkvermögens macht Kampf­kunst-Übende zu unüber­windlichen Meistern ihres Faches.

Sich auf etwas zu konzentrieren, kann dieses „Etwas“ physisch und astral messbar beeinflussen. Unkonzentriert ist der Mensch wie ein leckes Schiff. Ungebremst dringen Ströme von Eindrücken in unser Bewusstsein und lassen uns tief in den „Wassern“ hinabsinken. Wer die Kunst der Konzentration beherrscht kann sich aus den Wassern der Materie erheben. Der irische Mystiker und Theosoph W. Q. Judge hat in einem inspirierten Essay beschrieben, wie das gehen kann. Weiterlesen

  1. Bodhidharma (um 400 u. Z.); erster Patriarch der Linien des Chan- und Zen-Buddhismus

Sollen wir Hellsichtigkeit lernen?

Mit Originalartikel von W. Q. Judge, „Shall We Teach1 Clairvoyance“?

Von einer „Erweiterung der Realität“ heißt es in der Werbung, wenn Internetportale Filme in 3D anbieten oder zweitklassige TV-Sendungen via Smartphone Zuseher mit der Illusion der interaktiven Teilnahme am Programm anzulocken versuchen. Esoterik wird manchmal ähnlich als eine „Erweiterung der Realität“ aufgefasst, inklusive dem damit verbundenen Bedürfnis damit Geld zu verdienen oder zumindest ein bisschen berühmt zu werden.

Die Wahrsagerin, Deutschland, 18. Jahrhundert. Foto: gemeinfrei

Zum Beispiel durch Hellsichtigkeit. Schließlich stellt sich dem Sucher auf dem Pfad doch gelegentlich die Frage, ob die anstrengende Rackerei mit dem niederen Selbst der Persönlichkeit ihm nicht doch den einen oder anderen kleinen Vorteil auf der horizontalen Ebene einbringen könnte. Vor allem angesichts marktüblicher Stundensätze ab 50 Euro aufwärts. Weiterlesen

  1. Das englische teach wurde als lernen übertragen, da anders als zu Zeiten von W. Q. Judge heute das LEHREN von Hellsichtigkeit kaum eine Rolle spielt. Heute geht es mehr um das autodidaktische Forcieren solcher Fähigkeiten. Red.

Wahrer Fortschritt (True Progress)

Magnetresonanztomographieauf-
nahmen eines menschlichen
Gehirns.
Abb.: Fastfission

Selbst Gedankenlesen geht nun schon per Computer. Im 19. Jahrhundert konnte man noch mit der Materialisierung von Briefen Eindruck schinden. Das hat sich spätestens seit der Einführung des Fax-Dienstes, Mitte des 20. Jahrhunderts, erledigt. Nun haben Neurowissenschaftler Wege gefunden, Gedanken direkt am Kopf abzugreifen und als Text auf einem Display sichtbar zu machen.

Was bleibt da dem okkult Interessierten noch übrig? Für den Sucher auf dem Pfad die Gelegenheit, sich einmal mehr klar zu machen, was WAHRER FORTSCHRITT eigentlich bedeutet. Und warum die zunehmende Virtualisierung des Lebens den Menschen immer materieller macht. Weiterlesen

Genaues Vorhersehen karmischer Folgen und Erkennen karmischer Ursachen nützt nichts

Wäre scheinbar ganz hilfreich, wüsste man im Augenblick eines Schicksalsschlages in einer Art Flash WARUM einem das jetzt passiert ist. Oder umgekehrt: Wenn man schon beim Formen von Gedanken und Emotionen erkennen könnte, welche karmischen Folgen resultieren würden, wenn man diese Gedanken und Emotionen zur Tat werden lässt.

Umgang mit Karma – Abwägen von Gedanken, Emotionen, Handlungen. Grafik: Privatbesitz

Doch das Gesetz von Ursache und Wirkung (Karma) funktioniert nicht wie der Straßenverkehr, wo der Verkehrsfunk die Autofahrer vor Staus und Blitzern warnt oder sie über die Gründe informiert, wenn sie bereits im Stau feststecken. Ein Vorhersehen karmischer Folgen und Erkennen karmischer Ursachen nützt nichts. In ihrer Februarausgabe (2010) geht die Zeitschrift THE THEOSOPHICAL MOVEMENT1 aus Sicht der Weisheits­lehren dieser Frage nach. Weiterlesen

  1. Vol. 2, February 2010, p. 28, Mumbai, India – Übertragung aus dem Englischen sowie Veröffentlichung des Originalartikels mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers
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