Zyklische Prozesse, Kreisläufe, Spiralbewegungen

Ein Grundgesetz der Natur ist es, dass alles Werden zyklischen Prozessen unterworfen ist. Zyklische Prozesse werden von uns oft als Kreisläufe wahrgenommen. Eine Täuschung. Denn alles Wiederholen verläuft – wenn auch noch so geringfügig – prinzipiell als Spiralbewegung. So mag sich die Erde im Jahreslauf scheinbar immer wieder zum Ausgangspunkt zurück bewegen.

Der Mond – DAS Symbol für zyklische Prozesse im Universum. (*)

Doch da derweil das ganze Sonnensystem selbst einer zyklischen Bewegung unterworfen war, erreicht unser Planet in Wirklichkeit ein für ihn völlig unbekanntes „Neuland“ im Raum. In den Weisheitslehren heißt es, dass das Erkennen der „Zyklizität“ allen Seins dem Sucher manches Leid erspart. Was heißt das nun konkret für den Alltag? Weiterlesen

Die Seele ist… Ja, was ist „sie“ denn?

Kommt in unserem – westlichen, also christlichen – Kulturkreis die „Seele“ zur Sprache, was sie ist, wie sie entsteht und was aus ihr wird – ja wo überhaupt sie sich befindet, wenn sie denn existiert – dann wird es entweder erhaben feierlich oder man zuckt gleichgültig mit der Schulter. Nihilisten lächeln spöttisch.

Nach einer langen Serie von Inkarnationen beginnt der Seelenfunken sich seiner BEWUSST zu werden. Er versucht der Materie zu entsteigen und sich dem eigenen göttlichen Ursprung zuzuwenden. Langsam bekommt die Seele ein Gesicht – die Auferstehung zur Unsterblichkeit und wahren Individualität. Abb.: S. Trismosin, Splendor solis, 16. Jh. (Detail), Privatbesitz

Die Erhabenen – in der Regel sich für gute Christen haltende Gläubige – zitieren die Bibel und erklären ihre Unwissenheit kurzerhand zum Mysterium. Die Schulterzucker nennen sich Atheisten. Ihr Glauben heißt „nur glauben, was man anfassen kann“. Nihilisten ähneln den Erhabenen. Sie kleiden ihre Unwissenheit in Begriffe, nur andere. Die Existenz einer Seele wird von ihnen vehement verneint. Für sie gibt es nichts, worüber man etwas wissen könnte. Wer ernsthaft etwas über die SEELE wissen will, muss sich trauen, hinter den Schleier der Formen zu suchen. Und den Blick zu weiten. Weiterlesen

Warum? Oder warum es Sinn macht, nicht erst rückwirkend nach dem WARUM zu fragen

Erst unerwartetes schweres Leiden lässt uns einhalten und nach dem WARUM fragen. Wenn sich – wie bei dem rein kommerziellen Unternehmen „Loveparade“ in Duisburg – die Menschen bei strahlendem Himmel und in freudiger Erwartung eines kollektiven Glücksgefühls erwartungsvoll zusammenfinden, dürften einzelne Frager nach dem WARUM schnell als verklemmte Miesepeter verschrien werden.

Loveparade 2006 in Berlin. Foto: Denis Apel (Stardado)

Und doch hätten in Duisburg 19 Menschenleben gerettet werden können1, wenn Verantwortliche UND Publikum beizeiten über das WARUM nachgedacht hätten. Weiterlesen

  1. Stand Redaktionsschluss

Der gute Donnergott (The Good Thunder): Eine Lektion in Arbeit, Leiden und Liebe

Thanks to the unknown Lady who was reading the tale at London’s Piccadilly-Line and who was so kind to reveal its writer.

Es heißt, Rai-den, der Donnergott, sei ein liebloser Geist, Furcht erregend, rachsüchtig und grausam zu den Menschen. Doch so reden nur Leute, die Angst vor Sturm und Gewitter haben. Sie schieben Rai-den und seinem Sohn Rai-Taro alles erdenklich Schlechte in die Schuhe. Doch sie liegen damit völlig falsch.

xl_gewitterGewitter über dem Land. Foto: C. Clark

Rai-den Sama lebte weit oben im blauen Himmel in seiner Wolkenburg. Er war ein großer und mächtiger Gott und Herrscher über die Elemente. Rai-Taro war sein einziger Sohn, ein braver Junge, den sein Vater über alles liebte. Weiterlesen

Helgoland – Ort ursprünglicher Spiritualität

Helgoland ist ohne spektakulären Kult. Und doch ist es ein Ort ursprünglicher Spiritualität. Man ist moderat christlich. Die Zeit des Widerstandes gegen fanatische Missionare liegt gut 1300 Jahre zurück. Die betriebsame Welt des Scheins zerstiebt hier bis heute zu Nichts, wie seit Jahrmillionen die Wellenbrecher an den unverwüstlichen Sandsteinfelsen zu Gischt werden.

Meditation auf Helgoland © Kô-SenHelgoland, Nordstrand – Meditation bei Sonnenuntergang. (*)

Kein Auto, nur wenige wie Nähmaschinen leise surrende Elektrokarren. Keine Bikes, mit denen man sein Ego spazieren fahren und Wanderer ärgern kann. Man geht zu Fuß. Hat man das Glück, einen geborenen Helgoländer alten Schlags zu treffen, begegnet man REINEM Brauchtum und doch ohne jede reaktionäre Volkstümelei, keine Feindseligkeit gegen anderes Sein. Umweht von stets frischer gesunder Luft ruht er IN SICH, ist auf natürliche Weise und wie selbstverständlich mit seinem Selbst EINS. Ein solcher Helgoländer IST. Er muss nicht anderswo hin – deshalb. Selbst im Urlaub nicht. Weiterlesen

Trinosophie als Symbol: Brief aus dem Gefängnis

Erläuterung zum ersten Kapitel der Trinosophie

Was bedeutet La Très Sainte Trinosophie? Nach Maria Szepes handelt es sich dabei um das philosophische und spirituelle Vermächtnis des Grafen von Saint Germain links_yellow.gif – des historischen wohl gemerkt. Erläuterungen zu religiösen Texten sind riskant, da stets das Abdriften in ein Vorgaukeln, man wäre irgendwie „wissend,“ besteht. Oder auch das Schwelgen in missionarischem Eifer.

The Cave © Kô-Sen/Trinosophie-BlogSelbst eine glückliche Inkarnation ist für die Seele einer Gefangenschaft in einer finsteren Höhle gleich. (Bild: Kô-Sen)

Der „Erläuterer“ muss sich dem Text nähern, als ob er eine Szene auf der anderen Seite einer stark befahrenen Straße beschreiben würde. Konzentriert, doch stets weitgehend distanziert. Das erste Kapitel ist ein Brief aus dem Gefängnis. Weiterlesen

Frühling lässt sein blaues Band … Karma weben

Frühling ist Sinneslust pur. Zumal wenn er so sommerlich warm ist, wie noch nie. Endlich ohne dicke Jacken ins Freie gehen können. Überall pralle Knospen. Und Miniröcke erfreuen den Mann im Menschen.

Frühlingstreiben © Kô-SenFrühling – kosmisches Symbol für ANFANG. (*)

Nach den Weisheitslehren1 ist das alles – erstens – Mara, also Täuschung und – zweitens – ein Symbol. Aber Symbol wofür? Weiterlesen

  1. Eine der großen Vermittlerinnen der Weisheitslehren, H. P. Blavatsky, hat heute vor 118 Jahren die materielle Ebene verlassen.
Seiten: Zurück 1 2 3 4 5 Vorwärts