Gedankenlesen mit dem Hammer

Leider ist nur wenigen Menschen bewusst, welches Potential in ihrer Gattung schlummert. Noch weniger machen sich ernsthaft Gedanken, wie sich diese schlummernden Möglichkeiten aktivieren lassen. Und nur vereinzelt bemüht sich jemand um eine dafür förderliche Lebenshaltung. Zu den schlummernden Potentialen gehört das Gedankenlesen (Mind reading).

xl-gehirnMedial view of a halved human brain, parts colored and labeled.
Abb.: NEUROtiker

Forscher um den Verhaltensökonomen Ernst Fehr von der Universität Zürich haben jetzt „wichtige Elemente der neuronalen Grundlage von gebrochenen Versprechen entdeckt.“ Damit rückt für die technische Wissenschaft die Entwicklung von Hirnscan-Verfahren in den Bereich des Machbaren1. Gedankenlesen nach der Hammermethode, denn eigentlich bedarf der Mensch dafür keiner Technik. Weiterlesen

W. Q. Judge: THE SHEATHS OF THE SOUL

Phänomen Seherschaft – Ursache liegt in den „Hüllen der Seele“

Der Seher von Freilassing, Brunnenbauer Alois Irlmaier (1894 – 1959), war kurz vor seinem Tod – vor 50 Jahren – fast froh, dass das ständige Voraussehen endlich ein Ende hatte. Irlmaier konnte verlässlich sehen, ob eine vermisste Person noch am Leben war – also bald wieder auftauchen würde – oder aber verunglückt ist. Er half bei der Aufklärung von Verbrechen, indem er etwa verabreichtes Gift im Darm eines Mannes sah, der eines vermeintlich natürlichen Todes gestorben, in Wirklichkeit Mordopfer seiner Geliebten war.

xl_franz_von_lehnbach.jpgWeisheit im Angesicht – Ausdruck der Seele: Franz von Lehnbach, gemalt von Theodor Mommsen. Bild: Kô-Sen

Mit Seherschaft begabte Menschen wie Irlmaier wären für die wissenschaftliche Psychologie von unschätzbarem Wert, um Phänomene wie Hellsichtigkeit und Gedankenübertragung zu untersuchen. Doch obwohl die Psychologen es für legitim halten, Thesen ihrer Erklärungsmodelle der menschlichen Psyche aus psychischen Abnormalitäten abzuleiten, betrachten sie es als „unwissenschaftlich“ mit besonderen psychischen Fähigkeiten ausgestattete normale Menschen nach den selben Prinzipien zu erforschen. Wie erklärt sich nun, die Fähigkeit von Alois Irlmaier und Anderen mit vergleichbaren Fähigkeiten? Es liegt an den Hüllen der Seele und ihre Durchlässigkeit für die astrale Kehrseite dieser Welt. Der Theosoph und Mystiker W. Q. Judge1 hat in THE SHEATHS OF THE SOUL die Zusammenhänge verständlich beschrieben. Weiterlesen

  1. William Quan Judge (1851 – 1896): irisch-amerikanischer Theosoph und Mystiker, neben H. P. Blavatsky und H. S. Olcott, Mitgründer der Theosophischen Gesellschaft, 1875.

OM – AUM! Mutter aller Gebete und Schöpfungssymbol

Mit einem Essay von W. Q. Judge (April, 1886)

om-openAum!

Die Theorie vom Urknall unseres dreidimensionalen Universums erfreut sich ungebrochen allgemeiner Beliebtheit, obwohl nach neueren Thesen, etwa der String-Theorie, die Wirklichkeit aus mehr als nur drei (oder vier, ordnet man den drei Raumachsen die Zeitachse hinzu) Dimensionen bestehen könnte, und nicht klar ist, ob und wie die Urknall-Theorie sich damit verträgt.

Was die „exakte“ Wissenschaft als Erkenntnisfortschritt feiert, war längst Teil der Weisheitslehren und dort nachzulesen. Statt mittels kühl-technischer Begriffe, wie „Ur-Knall,“ kommen mehrschichtige Symbole zum Einsatz. Prominentestes Symbol: die Silbe OM (AUM). Jedem Yoga-Übenden geläufig, reflektiert die Silbe nicht Geringeres als den phänomenalen Zusammenhang von Entstehung, Erhaltung und Zerstörung des Universums – kurz: OM ist Schöpfungssymbol. Weiterlesen

Liebe – Zahlungsmittel für göttliche Nachsicht?

Jeden Moment stehen wir zwischen den beiden Polen Anziehung und Abstoßung, Vorlieben und Abneigungen, Hass und Liebe. Genau in der Mitte steht jeweils das ICH. Das Ich, Kind und Projektion der Gegensatzpaare, bildet sich ein, wenn es sich schön in der Mitte hält bei aufsteigendem Hass und ganz darin aufgeht beim Empfinden von Liebe, es sei GUT.

Gott wie eine Kuh ansehen © Kô-Sen/Trinosophie-BlogSüßes Kälbchen. Warum finden wir es süß? Weil der Anblick schöne Empfindungen auslöst. (*)

Liebe wird dadurch zum Zahlungsmittel. Ganz schlimm wird es, wenn jemand dazu noch GOTT ins Spiel bringt. Das sagt zumindest Meister Eckehart. Weiterlesen

Religionen: Wege zur Erlösung oder Wandeln auf eingefahrenen Gleisen

Atheisten machen mobil. Anzeigenflächen auf Bussen werben für ein Leben ohne religiöse Gängelung. Die öffentliche Polemik richtet sich selbstbewusst gegen jede Form von religiös motivierter Unterdrückung des freien Willens des Menschen – allerdings indem sie das PRINZIP RELIGION generell in Frage stellt.

Graffiti gegen Religion © Kô-Sen/Trinosophie-BlogGraffiti an der Fassade eines katholischen Gemeindehauses.
Bild: Kô-Sen

Überall auf der Welt gerieren sich vor allem die Vertreter derjenigen Religionen, die einem anthropomorphen Gott huldigen, machtbesessen, intolerant und aggressiv missionarisch. Das Versprechen von Erlösung vermag immer weniger zu überzeugen. Übrig bleiben eingefahrene Gleise leerer Rituale – im harmlosen Fall. Im Worst Case mutieren Religionen zu etwas Bedrohlichem. Weiterlesen

Frühling lässt sein blaues Band … Karma weben

Frühling ist Sinneslust pur. Zumal wenn er so sommerlich warm ist, wie noch nie. Endlich ohne dicke Jacken ins Freie gehen können. Überall pralle Knospen. Und Miniröcke erfreuen den Mann im Menschen.

Frühlingstreiben © Kô-SenFrühling – kosmisches Symbol für ANFANG. (*)

Nach den Weisheitslehren1 ist das alles – erstens – Mara, also Täuschung und – zweitens – ein Symbol. Aber Symbol wofür? Weiterlesen

  1. Eine der großen Vermittlerinnen der Weisheitslehren, H. P. Blavatsky, hat heute vor 118 Jahren die materielle Ebene verlassen.

W. Q. Judge zum Gedenken: Stiller Vermittler der Weisheitslehren

Anlässlich des 113. Todestages am 21. März

Der irisch-amerikanische Mystiker und Theosoph, William Quan Judge (1851-1896) war einer der großen Vermittler der Weisheits-
lehren. Zusammen mit H. P. Blavatsky (1831-1891) und Henry Steel Olcott (1832-1907) gehört er zu den Initiatoren der Theosophischen Bewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und war Mitbegründer der Theosophischen Gesellschaft (TG) im Jahre 1875.

The Ocean of Thesophy, THE THEOSOPHY COMPANY, Los Angeles, 1915Frontispiz THE OCEAN OF THEOSOPHY, Ausgabe 1915. Privatbesitz

Vor allem in Indien, Europa und den USA hatte die TG bis zu ihrer Zersplitterung nach dem Tode von Blavatsky, Anfang der 1890er Jahre, einen inspirierenden Einfluss auf Kultur, Religion und Naturwissenschaften. In dieser Zeit entstanden zeitlose Werke, wie ISIS UNVEILED (Isis entschleiert) und THE SECRET DOCTRINE (Die Geheimlehre). Eine Ausgabe letzterer soll sich angeblich stets auf dem Schreibtisch von Albert Einstein befunden haben. Während Blavatsky versuchte, mit ihrem nicht unumstrittenen Wesen, „DIE SACHE“ (The CAUSE), öffentlichkeitswirksam zu promulgieren, war Judge eher im Hintergrund aktiv. Seine Werke sind daher heute fast unbekannt. Dabei ist etwa sein THE OCEAN OF THEOSOPHY ein Juwel der Weisheitsliteratur. Weiterlesen

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