Dalai Lama: Europa wird zum muslimischen Afrika

BUDDHISMUS AKTUELL

Dalai Lama: Ich denke, Europa gehört den Europäern. © Twitter Inc.

Es ist still geworden um den Dalai Lama. Noch nicht lange her, da hatte er für alle die sich für „links“ hielten oder mit „Linkssein“ kokettierten eine Wirkung vergleichbar mit der Wirkung eines offenen Marmeladenglases auf Wespen. Wie in den Jahren zuvor hat das religiöse Oberhaupt des tibetischen Gelbmützen-Buddhismus erneut die Migrationspolitik der EU-Eliten kritisiert. Ob das die „linken Wespen“ unter den Eliten zur Umkehr und die Wahlmassen zum Umdenken bewegt? Weiterlesen

[Archiv-Auswahl] Zum Fest etwas Barmherzigkeit

Zum Pathos der Weichnachtszeit gehört es, in den Medien über Barmherzigkeit zu sprechen und sich an der Discountkasse gegen­seitig Segen zu wünschen, zumindest wenn man in einer katholischen Gegend lebt. Jetzt ist daher die große Zeit der „Fund-Sammler“. Also der Leute, die davon leben, für alle möglichen wohltätigen Zwecke einen Fund – eine Art Spendentopf – zu eröffnen und zu verwalten.

A 1930s photograph of a desert traveler seeking the assistance of God the Merciful, the Compassionate. Foto: gemeinfrei

Sucher auf dem Pfad die in der Regel hart am eigenen Ego knabbern wissen längst, wie verlogen und eitel das Ego besonders dann ist, wenn es einen auf „barmherzig“ macht. Das gilt natürlich in einer auf Egoismus basierenden Gesellschaft umso mehr. Wer es aushält, muss sich nur eine Weile eine der vielen Benefizveranstaltungen im TV um Weihnachten herum gönnen – falls er dazu nach Bestätigung sucht. Man muss dabei nicht lange suchen um die Leute auszumachen, für die inszenierte Barmherzigkeit eine super Geschäftsidee ist. Dabei sind Barmherzigkeit und Mitgefühl wesentliche Aspekte menschlichen Seins, die uns vom Tier unterscheiden. Weiterlesen

Buddha, Dharma – Heimat

Buddhisten achten und verteidigen Tradition, Familie und Nation | Foto: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Buddhisten achten und verteidigen Tradition, Familie und Nation – wo immer sie inkarniert sind.

Natürlich heißen die Drei Juwelen des Buddhismus korrekt BUDDHA, DHARMA, SANGHA. Die beiden ersten „Juwelen“ sind allgemeinverständlich. BUDDHA bezieht sich auf den großen Hindu-Reformator, DHARMA bezeichnet die von Buddha mündlich überlieferten Lehren – aufgeschrieben Jahrhunderte nach seinem physischen Weggang. Und SANGHA? Sangha bedeutet in buddhistischer Terminologie „Versammlung“, „Menge“ oder „Gemeinschaft“. In einem weiteren Sinne steht es für Familie, das eigene Volk, die ganze Menschheit, alle fühlenden Wesen. Buddhisten sind daher nativ Patrioten. Weiterlesen

Buddhismus aktuell: Mein Land, mein Volk, meine Pflicht

Teil 1 der Serie: Mein Land – meine Familie – mein Ich

Land, Familie, Ich geben der Seele Orientierung, auch und gerade, wenn man wie im Buddhismus, zu starke Bindungen als  hinderlich ansieht. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Land, Familie, Ich geben der Seele Orientierung, auch und gerade, wenn man wie im Buddhismus, zu starke Bindungen als hinderlich ansieht. Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Leben ist Leiden und das was wir als reale Welt betrachten ist eine Projektion unseres Denkvermögens, also Illusion (maya). Starke Anhaftung an mental-körperliches Sein setzt starke karmische Energie frei und bindet damit die evolvierende Seele an das Rad der Wiedergeburt. Vereinfacht und verkürzt ist das die Philosophie des aus der Hindu-Tradition hervorgegangen Buddhismus. Doch selbst im Buddhismus, wo man Bindung an Land, Familie und das eigene Ich als Hemmnisse auf dem Weg zur Erlösung sieht, werden Land, Familie und inkarniertes Ich als kostbares Gut gesehen, dass es zu schützen und zu verteidigen gilt. Weiterlesen

Göttliche Tugend (Pāramitā): Vollkommenes Loslassen (Perfect Detachment)

Pāramitā, lustvolles Ergreifen ohne Begierde? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Pāramitā, lustvolles Ergreifen ohne Begierde? Bild: Heinz Knotek/TrinosophieBlog

Eine „vierte PāramitāViraga – „Neutralität gegenüber Freude und Leid, Ausdruck der Überwindung aller Formen von Selbsttäuschung, direktes Sehen der Wahrheit“ – wird man in der kanonischen Literatur der verschiedenen buddhistischen Schulen zu den Pāramitā vergebens suchen. Es waren die Theosophen des ausgehenden 19. Jahrhunderts um die russische Mystikerin H. P. Blavatsky die von 1875 bis 1895 buddhistische Lehren erstmals einer breiteren Öffentlichkeit des westlichen Kulturkreises zugänglich machten. Dazu gehörten auch die zur Erlösung von der Bindung an das Rad der Wiedergeburt führenden Tugenden, die Pāramitā, wie Vollkommenes Loslassen (Perfect Detachment). Weiterlesen

Illusion materieller Realität – Realität spiritueller Prüfung

Denkanstöße aus dem AVATAMSAKA-SUTRA

Realität oder Illusion? Der Mensch ein Hasenfuß?

Realität oder Illusion? Der Mensch ein Hasenfuß?

Weisheitslehren aller Hochkulturen sprechen davon: die von den Sinnen und dem Denkvermögen kreierte Illusion einer materiellen Realität sei in Wirklichkeit die Realität fortgesetzter spiritueller Prüfungen für die um Erlösung ringende Seele. Soweit so theoretisch. Die süße Torte, der feine Tee oder der köstliche Wein – eine Illusion? Na wenn schon. Doch Schmerz, Leid, Bedrohung? Zwist, Krieg und Hass zwischen Völkern und Staaten? Lug und Trug bei den Machthabern? Auch Illusion? Auch „na wenn schon“? Der Buddhismus lehrt den unkonditionierten, selbstlosen Dienst für alle fühlenden Wesen. Das ist die Realität buddhistischer Praxis. Weiterlesen

Eine Antwort geben – mein Tun als Gefangenenseelsorger

VON ANDREAS HAGN1

Gefängniszelle.
Foto: Andrew Bardwell

Seelsorge im buddhis­ti­schen Sinne ist ja ein Pa­radoxon, da der Buddhismus keine Seele kennt, zumindest nicht im Sinne der beständigen Identität eines in sich inhärenten Selbst. Also haben wir versucht andere Begriffe zu finden und wir reden auch vom Betreuen und Begleiten.

Das Wort Seele beinhaltet für mich etwas nicht Greifbares und mit Worten nicht Erklärbares. Hier spannt sich eine Brücke zur buddhis­tischen Sichtweise des nicht Faßbaren, dem Bereich jen­seits der Weisheit. Bodhidarma, der erste Zen-Patriarch in China, sagte: Der Geist beginnt dort wo die Sprache endet. Weiterlesen

  1. Andreas Hagn ist Familienvater und Unternehmer in Wien, zenbuddhistischer Laienmönch und aktives Mitglied der Dharma Sangha Österreich links_yellow.gif.
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